Zum Lesen, zum Nachdenken in Corona-Zeiten


https://www.emma.de/artikel/von-wegen-risiko-gruppe-337835

Von wegen Risiko-Gruppe!

Menschen über 70 kommen in Zeiten von Corona in den Medien vor allem als „Risiko-Gruppe“ vor. Das muss nicht sein.

24. Juni 2020 von Alice Schwarzer
Die Künstlerin Louise Bourgeois, fotografiert von Herlinde Koelbl (Focus Photoagentur).. Artikel teilen

Das Alter ist nur ein Faktor von vielen, die einen Menschen bestimmen. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle, bei Corona eine positive: Frauen erwischt es weniger als Männer (warum, wird gerade noch erforscht).

Im Leben allerdings war es bisher eher negativ, alt und eine Frau zu sein. Das ändert sich gerade. Die emanzipierte Generation wird älter und hat nicht die Absicht, sich in eine Schublade stecken zu lassen. So wie Louise Bourgeois (Foto). Die Künstlerin startete erst mit 80 so richtig durch und starb mit 98, weltberühmt.

Vom Alter nicht einschüchtern lassen:
70 sind die neuen 50!

Oder auch Iris Apfel. Der „älteste Teenager Amerikas“ (Selbsteinschätzung) legte ab 83 eine zweite Karriere hin und gilt heute, mit 98, als die eigenwilligste Style-­Icon Amerikas.

In der Juli/August-EMMA stellen wir weitere Frauen vor, die sich vom Alter nicht einschüchtern lassen. Sie sind manchmal privilegiert, immer aber führen sie ein aktives Leben, schon vor dem Alter.

Neuere Studien zeigen: Ältere Menschen in unseren Breitengraden fühlen sich in der Regel heute zehn, wenn nicht zwanzig Jahre jünger. 70 sind die neuen 50! Und übrigens: Für alle, auch weniger privilegierte, gilt: Bis zu ihrem  80. Lebensjahr sind 90 Prozent aller Menschen nicht pflegebedürftig. Und bis zu ihrem 90. Lebensjahr leben 62 Prozent selbstständig. Also ausreichend Zeit, aus dem „Ruhestand“ in den  verbleibenden zwanzig, dreißig Jahren so richtig was zu machen.


https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=4252435001463653&id=100000915866257&sfnsn=scwspmo&extid=fT1XIIu5DKCiRXou


Corona: Schützen Sie uns Ältere nicht um diesen Preis! Selbstbestimmt altern und sterben!

Wir sind Bürgerinnen und Bürger im Alter von 64 – 78 Jahren. Etliche von uns haben Vorerkrankungen. Nach offizieller Definition zählen wir alle zur Risikogruppe. Uns selber erstaunt der Gedanke, Teil einer Risikogruppe zu sein. Wir fürchten das Corona-Virus nicht. Respekt ja, Angst nein. Wir sorgen in einer ganzheitlichen Weise für ein intaktes Immunsystem. Tod und Sterben sehen wir nicht als Risiko. In unseren Familien wurde schon immer gestorben. Wir haben selber Menschen im Sterben begleitet, unsere Eltern, Freunde, Mitbewohner. Wir sehen das Sterben als bedeutsamen letzten Akt und damit Teil eines guten Lebens, auch wenn es Schmerz, Leid und Trauer einschließt. Falls wir mit oder am Virus erkranken oder sterben sollten, wünschen wir uns, die uns nahestehenden Menschen um uns zu haben. ….

Mehr Informationen unter:

https://www.change.org/p/bundeskanzlerin-corona-sch%C3%BCtzen-sie-%C3%A4ltere-nicht-um-diesen-preis-selbstbestimmt-altern-und-sterben


IHR Netzwerk für die zweite Lebenshälfte
Warum neue Altersbilder so wichtig sind

Liebe Leserin, lieber Leser,
mit unserer Website „Neue Altersbilder“ wollen wir einen ermutigend anderen Blick auf das Älterwerden werfen und Sie informieren über wissenschaftliche Erkenntnisse, gute Initiativen, gelungene Beispiele und spannende Vorbilder: Menschen, die ab 60 neue Wege gehen, sich engagieren, weiterarbeiten oder sich neu orientieren – meist anders, als es ihre Eltern und Großeltern getan haben. Es ist spannend, neue Altersbilder in unser Denken aufzunehmen und über eine neue Erzählung über das Älterwerden nachzudenken.
Wir sind derzeit auch im Verfahren, einen gemeinnützigen Verein „Neue Altersbilder“ zu gründen — wir halten Sie auf dem Laufenden über den Fortgang. Wir würden uns freuen, wenn einige von Ihnen auch gerne Mitglied werden möchten.
In diese Entstehungsphase trafen die Ereignisse der Corona-Krise — für uns alle schwierig, heftig, auch beängstigend, auf jeden Fall neu und unüberschaubar. In all der Informationsflut, der wir derzeit ausgesetzt sind, kommt auch eine Debatte über Risikogruppen und deren Schutzbedürftigkeit auf. Das ist eine unbestritten verantwortungsvolle Debatte und diese ist bei Hochaltrigen ab 80 Jahren sicher notwendig.
Doch häufig scheint durch, dass Menschen automatisch ab einem bestimmten Alter als zu dieser Risikogruppe gehörig angesehen werden — also Ältere ab 57, ab 60 oder 65 unabhängig von ihrer persönlichen Risikosituation und ‑bewertung. Dies hat uns mit Sorge erfüllt, denn bedient es die Altersbilder, an deren Entstaubung wir gerade arbeiten wollen.
So wird die drohende “Altersfalle” — nur als ein Beispiel von mehreren — in der “ZEIT” 17/2020 beschrieben. Um dem entgegen zu treten, haben wir den Beitrag “Es gibt keine Altersfalle, sondern nur Altersdiskriminierung” als Appell zur Diskussion formuliert.
Sie können sich beteiligen, indem Sie die Kommentarfunktion nutzen: Schicken Sie uns Ihren Namen und evtl. Ihren Beruf, wenn Sie den Appell mitunterzeichnen möchten. Schreiben Sie uns gerne weitere Aspekte als Kommentar oder Anregung, wir werden das dann für das weitere Vorgehen berücksichtigen. Bitte tragen Sie sich in unseren Newsletter ein, um weiter informiert zu werden.
Mit herzlichen Grüßen,
Barbara Wackernagel-Jacobs & Margaret Heckel

Conavirus und Familienalltag

Empfehlung, Tipps und Links für Familien von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft Familie:
https://www.eaf-bund.de/de/informationen/coronavirus_und_familienalltag


4-Punkte-Plan der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft Familie

https://www.eaf-bund.de/gallery/news/news_298/200430_corona_familienpolit_vorschlaege.pdf


 A Time for Pastoral, Prophetic and Practical Christianity: A Joint Statement from the World Council of Churches and Regional Ecumenical Organizations 

Blessed be the God and Father of our Lord Jesus Christ…who consoles us in all our affliction, so that we may be able to console those who are in any affliction with the consolation with which we ourselves are consoled by God. 

(2 Cor. 1:3-4) 

As representatives of Regional Ecumenical Organizations and the World Council of Churches, we share the challenges that our communities around the world are facing due to the corona-virus, COVID-19. 


28. April 2020

Die Transformateure München

Akteure der Großen Transformation

Aufbruch – in eine lebenswerte Zukunft investieren

Sozial-ökologische Transformation als Leitlinie für Investitionsprogramme

Die Covid-19 Pandemie hat nachdrücklich in Erinnerung gerufen, wie wichtig ein funktionierender Staat zur Sicherung der Grundversorgung und des Daseinsschutzes ist. Neben den aktuellen Herausforderungen wird in diesen Wochen über die anschließenden Maßnahmen und Investitionsprogramm zur Wiederankurbelung der Wirtschaft debattiert und entschieden.

Es gilt also bereits heute wichtige Lehren aus der Pandemie zu ziehen und zukunftsgerichtet zuentscheiden. Gesundheitsvorsorge und Klimaschutz sind auf das engste verknüpft. Ein Beispiel sind die Wetterextreme, die etwa bei großer Sommerhitze zu zahlreichen Toten führen. Der immer stärkere Druck auf die Tierwelt und Ökosysteme verstärkt die Anfälligkeit für Epidemien. Die Feinstaubbelastung als Teil der Luftverschmutzung erhöht diese Anfälligkeiten ebenfalls.

Die sozial-ökologische Transformation zu einer nachhaltigeren Entwicklung sollte die Leitlinie für die anstehenden Maßnahmen und das Konjunkturprogramm sein. Es ist die Aufgabe, damit zukunftsfeste Arbeitsplätze zu sichern, den Klimaschutz in der gebotenen Dringlichkeit voranzubringen, die Artenvielfalt und ökologische Vielfalt zu erhalten sowie lebenswerte Städte und Gemeinden zu fördern: erneuerbar, klimaverträglich, gerecht und sozialverträglich. Anders formuliert: Lebensqualität stärken und Systeme wetterfest machen.

Neben Sofortmaßnahmen ist die Resilienz des Gesundheitssystems dauerhaft zu verbessern. Ebenso sind der Alten- und Pflegebereich sowie die Kitas und die Bildung von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Die Berufe in diesen Bereichen sind aufzuwerten und ihrem Wert entsprechend zu entlohnen. Kulturschaffende, Gastronomie und lebenswerte Städte und Gemeinden sind kein Luxus, sondern sie prägen die Vielfalt des Landes.

Die Krise hat nachdrücklich erlebbar gemacht, welchen Wert Lebensmittel haben, wie leichtLieferketten reißen können, welche inhumanen Arbeitsbedingungen etwa in der landwirtschaftlichen Gemüseproduktion ganz in unserer Nähe toleriert werden. Die Pandemie kann zur treibenden Kraft für Reformen in der Ernährung und in der Agrarpolitik werden. Es ist ein Wandel, der längst überf.llig ist, hin zu einem umsichtigen, sorgsamen und vorausschauenden Umgang mit lebenswichtigen Ressourcen.

Gerade in Zeiten, in denen vorübergehend Abgrenzungen erforderlich sind, ist es wichtig, dass internationale Verantwortlichkeit übernommen wird. Deshalb ist komplementär zu Investitionsprogrammen ein ressourcenorientiertes Lieferkettengesetz zu verabschieden.

Die Krise der Automobilindustrie hat bereits vor dem Ausbruch der Pandemie mit niedrigeren bzw. stagnierenden Stückzahlen, neuen Technologien im Produkt und Automatisierung/Digitalisierung in allen Unternehmensprozessen begonnen. Die Pandemie ist also keinesfalls Ursache der Probleme, sondern kann durchaus als Katalysator auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität wirken. Denn viele Menschen machen gerade die Erfahrung sauberer und lebenswerter Städte, guter Luft und einer neuen Wertschätzung von Nähe. Wer also auch immer die Krise nutzen will, um auf dem Pfad hin zu nachhaltiger Mobilität umzukehren, ist auf dem Holzweg!

Die sich abzeichnenden Konjunktur- und Investitionsprogramme müssen fokussiert in Richtung resiliente Wirtschaft und nachhaltige Mobilitätswende zugeschnitten werden. Das bedeutet für die Mobilitätsindustrie neben der weiteren Transformation der Automobilindustrie insbesondere:

  • die Stärkung des ÖPNV und die Förderung von Elektro/Wasserstoff-Antrieben sowie
  • die Stärkung der kommunalen Infrastrukturen für eine aktive Mobilität.

Die Energiewende muss Vorrang bekommen und die in den vergangenen Jahren aufgebauten Hemmnisse sind zügig abzubauen. Ein Programm zum Ausbau einer Metall-Recycling-Infrastruktur ist aufzulegen, das dem Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft den nötigen Schub gibt.

Der Klimaschutz ist ein Kernstück der sozial-ökologischen Transformation. Einen besonders wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten in unseren Breitengraden Moore (hohe CO2-Bindung). Es ist ein groß angelegtes Programm zur Erhaltung und zur Wiederherstellung von Mooren auf den Weg zu bringen. Dieses Programm dient zugleich dem Hochwasser- und Grundwasserschutz sowie dem Erhalt der Biodiversität. Ebenso wichtig ist die CO2-Bindung durch Humusaufbau einer ökologischen Landwirtschaft.

Die aktuelle Trockenheit in vielen Regionen Deutschlands ist ein ernstes Warnsignal des Klimawandels. Über den Brandschutz hinaus ist nachhaltig in Brandprävention zu investieren. Dementsprechend ist die Bewirtschaftung der Wälder in eine naturnahe Waldwirtschaft massiv weiter zu entwickeln und ein Umbauprogramm reiner Nadelwälder in Mischwälder aufzusetzen.

Die Covid-19 Pandemie ist ebenso eine globale Herausforderung wie die Klimakrise. Damit wird die globale Koordination der Staaten umso wichtiger. Zugleich sind entschlossen nationale Antworten zu geben. Beispielsweise ist einerseits eine Re-Adjustierung der Lieferketten erforderlich, etwa die Produktion von Arzneimitteln für die Grundversorgung in Deutschland bzw. Europa. Andererseits sind Grenzziehungen nur als vorübergehende Krisenmaßnahmen angebracht. Vielmehr ist Weltoffenheit und Austausch zu fördern. Nationale Abschließungen und neue Grenzzäune, tatsächlich und mental, sind zu vermeiden.

Viel zu viele Jahre wurde das Mantra vorgetragen: Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Mobilitätswende, zum Artenschutz – geht gerade leider nicht, kostet zu viel, gefährdet Arbeitsplätze. In der jetzigen Pandemie-Krise wurde über Nacht sichtbar: Plötzlich geht doch ganz viel. Plötzlich wird Wissenschaft ernst genommen. Je früher die anstehenden Aufgaben für eine sozialökologische Transformation angegangen werden, desto besser. Je länger nicht vorgesorgt wird, desto höher werden die späteren Kosten für unterlassene Vorsorge ausfallen: too little too late.

Es ist ein Konjunkturprogramm aufzulegen, das einen Aufbruch in eine lebenswerte Zukunft verkörpert. Dieses Programm muss auf Verstetigung angelegt sein. In der Vergangenheit gab es viel zu oft gute Einzelprojekte, aber kein konsequentes Umsteuern in Richtung Nachhaltigkeit. Es gilt, Chancen zu nutzen und in eine sozial gerechte und ökologisch verträgliche Zukunft zu investieren: die sozial-ökologische Transformation auf den Weg bringen – weltoffen und solidarisch.

© Die Transformateure – Akteure der Großen Transformation | München, 28. April 2020

V.i.S.d.P.: Martin Held | Grubenweg 10a | 82327 Tutzing | transformations-held@gmx.de


Geschichten bis zum Wiedersehen

Jesus, der Freund der kleinen Leute – ein Egli-Bilderbuch

Bilder und Texte von Anke Johanna Scholl, Neuss

Hier das ganze wundervolle Buch zum downloaden:
Geschichten bis zum Wiedersehen.pdf

Es ist wieder so weit! Das neue Egli-Bilderbuch ist da:
https://youtu.be/l3gzHjkCAww


Leben und Tod vernetzt – Gemeinsam von zu Hause
Freitag, 8. Mai 2020 um 10:00 LEBEN UND TOD

https://www.facebook.com/events/s/leben-und-tod-vernetzt-gemeins/238317717526133/


HKD-TIPP: RITUALE GEBEN HALT IN KRISENZEITEN

Nachricht 15. April 2020

Ein Virus verändert derzeit das Leben, den Rhythmus und das Beziehungsgefüge der Menschen. In Corona-Zeiten Zeiten sind Menschen mehr auf sich selbst zurückgeworfen und leben gezwungenermaßen im Exil nach innen. Das geht Menschen aller Generationen so – es gilt aber in besonderem Maße den Älteren.

Weiterlesen? Hier der Link:

https://www.kirchliche-dienste.de/Aktuelles/aktuelles_2020/april_2020/2020-04-15-Rituale-geben-Halt?fbclid=IwAR0MCNQfqmPXEtJvQJBUL8UTgqnm3lMWRY7RZl-1YhgFiIz_SdusykTkUtM


Atemschutzmasken für einen guten Zweck, mit-initiiert von em-faktor-Kollegin Sarah:

www.stayhomeandsew.de/


Achtsamkeit gegen Corona-Angst? 11 Tipps, wie du entspannt durch die Pandemie kommst

Achtsam in der Krise. Tipps für ein entspanntes Miteinander: 

www.einguterplan.de/corona-achtsamkeit


Informationsangebote der Diakonie zur Corona-Krise finden Sie hier: https://www.diakonie.de/coronavirus-hilfe-und-infos


Das Netzwerk für dich und deine Nachbarn https://nebenan.de/


Was machen wir?

Einsamkeit im Alter vermeiden– wie kann die Digitalisierung dabei helfen?

Die Digitalisierung ermöglicht es uns, sich ins Auto zu setzen und dem Auto zu sagen, wohin wir fahren wollen. Solche Geräte gibt es mittlerweile auch für zuhause: digitale Sprachassistenten.

In unserem Modellprojekt „Digitale Nachbarn“ werden solche digitalen Video-Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Google Home eingesetzt um eines der größten Probleme im Stadtquartier Breitwiesen in Zweibrücken anzugehen: die Einsamkeit.

Menschen die nicht mehr mobil sind, haben es schwer, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Wer die Orte an denen das Leben stattfindet nicht mehr erreichen kann, bleibt häufig allein. Ein Problem vor allem für ältere Menschen. Wir möchten deshalb mit aktueller Technik Hilfestellungen geben.

Dabei wird für die Teilnehmer ein eigenes Programm zusammengestellt. Darum kümmern sich Ehrenamtliche beim DRK vor Ort in Zweibrücken. Wir nennen diese Personen Programmmacher . Das Programm kann ganz unterschiedlich ausfallen, z.B. Müllabfuhrinfos, Gymnastikkurse oder die Übertragung des Gottesdienstes. Was genau, das wird mit unseren Teilnehmern zusammen entwickelt. Damit schaffen wir es, die individuellen Bedürfnisse im Wohnquartier Breitwiesen zu adressieren.

Die Geräte können auch Videotelefonie. So können die Teilnehmer mit Ihren Angehörigen oder mit anderen Teilnehmern Kontakt halten. Oder sogar an virtuellen Treffen teilnehmen.

Wir wollen testen was funktioniert. Aber auch feststellen was eben nicht funktioniert. Wo können Digitale Helfer unterstützen? Und wo sind ihre Grenzen?

https://www.digitale-nachbarn.de


Ehrenamt in der Corona-Pandemie

Kreativ durch die Krise

Wegen der Corona-Pandemie mussten zahlreiche soziale Einrichtungen schließen. Doch viele meistern die Krise inzwischen mit neuen Ideen und ungewöhnlichen Projekten. Möglich ist das auch durch eine Welle der Hilfsbereitschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter. Sie erledigen Einkäufe, schreiben Briefe oder veranstalten Balkonkonzerte.

Weitere Informationen unter:

https://www.diakonie-rwl.de/themen/ehrenamt/ehrenamt-corona-pandemie?fbclid=IwAR08G3aK6nrBDg-lAm7NEAqescRevNiLltctpU_1hxoaix0nkGdLpwKsm5A



Der Corona-Effekt: 4 Zukunftsszenarien für Wirtschaft und Gesellschaft

Wie leben und wirtschaften wir nach der Pandemie? Das Zukunftsinstitut beschreibt in seinem aktuellen White Paper 4 mögliche Szenarien, wie die Corona-Krise die Welt verändern kann.

Toilettenpapier wird gehamstert, Nudeln wandern in rauen Mengen über die Ladentheke, Desinfektionsmittel gibt es fast nur noch unter der Hand. Kommt die totale Isolation oder erleben wir einen neuen Frühling des Gemeinsamen? Eines ist klar: Nach der Corona-Krise ist nichts mehr wie es einmal war. So ungewiss der konkrete Verlauf der Krise aktuell erscheint: Mit den Methoden und Werkzeugen der Trend- und Zukunftsforschung lassen sich die möglichen Folgen der Pandemie einschätzen. Das Zukunftsinstitut hat daher 4 Szenarien entwickelt, die beschreiben, wie unsere Zukunft nach der Pandemie mittelfristig aussehen könnte:

Szenario 1: Die totale Isolation

Am Anfang war der Shutdown – und der Shutdown ist zur Normalität geworden. Es ist normal, beim Betreten der Metro den Chip im Handgelenk zu scannen oder sich vor dem ersten Date gegenseitig die Gesundheitsdaten zu schicken. Bei der Ausreise brauchen wir eine Genehmigung. Für Länder außerhalb der EU muss sogar ein langwieriges Visumverfahren durchlaufen werden. Handelsabkommen einzelner Staaten untereinander gewährleisten die Grundversorgung, aber auch nicht mehr. Wir leben gerne in der totalen Isolation.

Szenario 2: System-Crash

Das Virus hat die Welt ins Taumeln gebracht, und sie kommt nicht mehr heraus. Die Fokussierung auf nationale Interessen hat das Vertrauen in die globale Zusammenarbeit massiv erschüttert. Jede Nation ist sich selbst die Nächste. Die Sorge vor einer erneuten Pandemie macht jede noch so kleine lokale Verbreitung eines Virus zum Auslöser drastischer Maßnahmen, von Grenzschließungen bis zum Kampf um Klopapier und medizinische Geräte. An die internationale Zusammenarbeit glaubt kaum noch jemand. So wankt die Welt nervös in die Zukunft.

Szenario 3: Neo-Tribes

Nach der Corona-Krise hat sich die globalisierte Gesellschaft wieder stärker zurück zu lokalen Strukturen entwickelt. Es wird mehr Wert denn je auf regionale Erzeugnisse gelegt. Die Kartoffel vom Bauern nebenan ist die neue Avocado, an Poke Bowls im Szene-Lokal denkt niemand mehr. Die Rückbesinnung auf Familie und Haus und Hof hat Einzug gehalten. Kleine Gemeinschaften entstehen neu und verfestigen sich – immer in vorsichtiger Abgrenzung zu „den Anderen“. Nachhaltigkeit und Wir-Kultur sind wichtige Werte, die jedoch nur lokal gedacht werden, nicht global.

Szenario 4: Adaption

Die Welt lernt und geht gestärkt aus der Krise hervor. Wir passen uns besser den Gegebenheiten an und sind flexibler im Umgang mit Veränderung. Die Weltwirtschaft wächst zwar weiter, aber deutlich langsamer, mancherorts zeigt sich bereits Stagnation. Unternehmen in solchen Umfeldern brauchen neue Geschäftsmodelle und müssen unabhängiger vom Wachstum werden. Damit stellt sich automatisch die Sinnfrage nach dem Zweck des Wirtschaftens: Immer mehr Profit? Oder vielleicht doch bessere, sozial und ökologisch vorteilhaftere Problemlösungen für Kunden und andere Stakeholder? Eines ist klar: Das gemeinsame Überstehen der Krise verhilft zu einem neuen, achtsamen Umgang miteinander.

https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/der-corona-effekt-4-zukunftsszenarien/?fbclid=IwAR1IhcfaZJCsIDmCQcPxI4DrQUKmWqVzy_z2OHgurt5wltiB93ZvLzvGCX0


Lernen von den Alten

Seelsorge für ein gutes Leben nach Corona

Corona stürzt auch die Seelen in eine Krise. Wie können wir mit der drohenden Traumatisierung eines ganzen Landes umgehen? Indem wir reden mit denen, die so etwas schon mal erlebt haben.

„Entdecken Sie Formate, die Menschen trösten, die zu Hause bleiben müssen“, hatte ich die Vikarinnen und Vikare am Ende der Seminarwoche zum Thema Seelsorge gebeten. Kurz darauf überschlugen sich die Ereignisse. Das Theologische Seminar wurde geschlossen, Gottesdienste sind verboten und aus der Anregung wurde eine dringende Notwendigkeit um die seelsorgliche Betreuung in den Gemeinden weiter zu gewährleisten. Mit organisierten Nachbarschaftshilfen, medialen Gottesdiensten und Andachten, mit Gebeten und Anrufen bei alten Menschen leisten die Kirchen in Deutschland viel. Ganz besonders berührend finde ich die von Italien inspirierte kreative Idee, in einer konzertierten Aktion jeden Abend vom Balkon aus das Lied „der Mond ist aufgegangen“ zu singen.

Inzwischen denke ich darüber nach, was die Herausforderungen für die Seelsorge nach Corona sein werden. Ich bete darum, dass wir vor italienischen Verhältnissen verschont bleiben. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger in Italien stehen vor unglaublichen Herausforderungen. Der Anblick der Militär-Lastwagen, die mit Leichen beladen zu den örtlichen Krematorien rollen, spricht für sich. Von persönlichem Abschied, von geteilter Trauer, ja von irgendeiner Trauer“kultur“ kann da kaum noch die Rede mehr sein. Eine solche Situation muss zu einer landesweiten Traumatisierung führen. Mag sein, dass für die eine oder den anderen eine Trauerfeier im kleinsten Kreis kein Problem darstellt. Doch für viele verhindert die derzeitige Einschränkung auf fünf Personen pro Beerdigung einen wichtigen Abschied im Familien- und Freundeskreis. So sinnvoll die Anordnung ist, so tapfer die Angehörigen und die Gesellschaft insgesamt dies tragen – es ist eine Krise für viele Seelen. Und nicht jeder verfügt über die Ressourcen, diese Krise gut zu bewältigen.

Corona ist – so die Bundeskanzlerin – die größte Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg. Leider sind die Generationen fast ausgestorben, die uns davon erzählen können, wie sie persönlich mit dieser letzten riesigen Krise umgegangen sind und was ihnen damals geholfen hat, die Traumata des 2. Weltkriegs zu überstehen. Oder auch, was dies verhindert oder gestört hat… Ganz sicher war von organisierter Traumaverarbeitung nach dem 2. Weltkrieg keine Rede. Buchstäblich nicht, denn in sehr vielen Familien wurde nur geschwiegen. Glücklicherweise haben meine Großmutter und meine Eltern viel erzählt. Doch leider habe ich mir nicht alles behalten. Ich erinnere mich, dass mein Vater von den vielen Leichen berichtete, die nach einem Bombenangriff aus einem Keller geborgen wurden. Doch ich habe ihn nie gefragt, ob er bei deren Beerdigung dabei war oder wie seine Eltern über die Bestattung von Bombenopfern gesprochen haben. Da mein Vater vor einem Jahr gestorben ist, kann ich das auch nicht mehr nachholen.

Vielleicht ist es eine gute Idee, diejenigen zu fragen, die noch davon erzählen können. Mein Mann berichtet, dass seine alten Nachbarn so dankbar sind, dass er für sie gerade die Einkäufe erledigt, die sie nicht tätigen können. „Wir können uns gar nicht revanchieren,“ klagen sie. Ich glaube, ich habe da eine Idee. Sie könnten erzählen, wie sie damals alles bewältigt haben. Gab es Trauerfeiern für die Vermissten? Wie wurde an diejenigen erinnert, die in fernen Ländern beerdigt wurden? Welche Rituale waren hilfreich? Und welche Sprüche konnte man am Ende nicht mehr hören? Diese Erinnerungen können wichtige Impulse geben, von denen wir Jüngeren lernen können. Möglicherweise ist es ja sogar eine wenn auch späte seelsorgliche Hilfe, die Alten erzählen zu lassen.

Es gibt ein Leben nach Corona. Ich möchte, dass es ein gutes Leben sein kann. Und ich möchte, dass Seelsorge dazu beitragen kann.


Wie lange hält die Solidarität? Peter Dabrock im Gespräch

Podcast: https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=819217&fbclid=IwAR1IhcfaZJCsIDmCQcPxI4DrQUKmWqVzy_z2OHgurt5wltiB93ZvLzvGCX0


Mitmenschlichkeit

Diakonie startet Brief-Aktion für einsame ältere Menschen

24. März 2020

Die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit startet in Hamburg eine Briefaktion für Senioren als Zeichen gegen Einsamkeit. Alle Hamburger sind eingeladen, als ein Zeichen der Verbundenheit älteren Menschen einen Brief zu schreiben.

Kinder können auch ein Bild malen. Damit sollen Seniorinnen und Senioren in Alten- und Pflegeheimen der Diakonie, die zurzeit wegen des Corona-Virus keinen Besuch mehr empfangen dürfen, ein Zeichen der Hoffnung erhalten. Aufmunternd und anteilnehmend können Mitbürger erzählen, wie sie mit der Corona-bedingten Isolation umgehen, und gute Wünsche, Gedanken oder Gedichte weitergeben.

Stiftung MitMenschlichkeit der Diakonie Hamburg

Die Briefe können anonym sein oder mit Absenderadresse. Die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit leitet die Briefe an ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen der Diakonie in Hamburg weiter.

Adresse

Briefe können eingesandt werden an:
Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit, „Hoffnungsbrief“,
Königstr. 54, 22767 Hamburg

Weitere Informationen unter:

https://www.nordkirche.de/nachrichten/nachrichten-detail/nachricht/diakonie-startet-brief-aktion-fuer-einsame-aeltere-menschen/?fbclid=IwAR23ABnbzn16POuFyNEyC6F9HBsRY_xcVmyeAcYsNgmKmHlHLE_t-maEz7A


Die Kiche ist da für euch – in der Nordkirche ab heute mit einer neuen…

Gepostet von Kirche im NDR am Montag, 23. März 2020

Corona und Nachbarschaftshilfe

Viele Menschen dürfen aktuell ihre Wohnung nicht verlassen, weil sie zur Corona-Risikogruppe gehören. Deshalb haben Engagierte beschlossen, ihre Nachbarn zu unterstützen, zum Beispiel indem für sie einkaufen und Besorgungen übernehmen. Diese Hilfsbereitschaft ist großartig.

Bei aller Anteilnahme gilt allerdings derzeit, den persönlichen Kontakt und die Interaktion mit Menschen und Zielgruppen zu vermeiden. Das mahnt die Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf an und gibt auf ihrer Homepage folgende Hinweise:

  • „Solidarität heißt im Moment Verzicht. Das heißt, die erste Engagementform ist im Moment möglichst wenig / keinen direkten persönlichen/ face to face Kontakt zu anderen Menschen herstellen.
  • Bitte keinen Aktionismus und Helfer-Enthusiasmus, der uns im Moment in vielen Aufrufen eher positiv entgegenschallt, denn damit können wir dem Virus in die Fall laufen: Freiwillige können sich gefährden und auch die zu versorgenden Menschen können bei Nachbarschaftshilfe gefährdet werden. Dazu finden sich bislang noch zu wenige Hinweise oder gar keine konkreten Schutz- und Verhaltensanweisungen (z.B. Frage von Übertragungsrisiken durch Kontakt bei Einkaufstüten oder ähnliches).
  • In diesem Zusammenhang erscheint es sinnvoll zu sein, z.B. als Freiwillige/r jeweils nur einen Haushalt zu übernehmen und damit Multiplikationseffekte, vor denen bereits bei der Kinderbetreuung gewarnt wird (z. B. haushaltsferne Kinder zu betreuen) zu vermeiden.
  • Es gilt auch Überlegungen zum Datenschutz bzw. Datenweitergabe anzustellen, um mögliche Betrügereien zu unterbinden.
    Denkbar sind ja auch Engagementformen, die telefonisch oder digital ermöglicht werden, z.B. zur Überbrückung von Einsamkeit.
  • Es können auch Anerkennungsformate entwickelt werden für Menschen, die gerade am stärksten gebraucht werden (wie medizinisches Personal, aber auch die Menschen im Einzelhandel, in der Verwaltung, den Rettungsdiensten etc.).“

Auch wenn es erfreulich ist, dass sich viele Menschen spontan melden und ihre Hilfe anbieten, gilt in allen Fällen, dass das Engagement vorsichtig auszuüben ist. Dazu hat die Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf, auch mit Unterstützung von anderen Freiwilligenagenturen und -zentren, ein Info-Blatt mit Tipps und Hinweise für Nachbarschaftsinitiativen zusammengestellt.

https://engagiert-mitgestalten.de/de/fuer-freiwillige/engagement-und-corona/corona-und-nachbarschaftshilfe-?fbclid=IwAR20g3OTmR4dJi2XbcGjrTpB-PDcFwiUelqpXE6fVRIiEyvLQ_EDaywD7xI


IDEEN FÜR UND MIT KINDERN

Der Corona-Virus beschert uns eine besondere Zeit. Der Alltag ist nicht mehr der Alltag. Und Kinder sind die ersten, die die öffentlichen Maßnahmen zu spüren bekommen.

Kindergottesdienst in besonderen Zeiten

Wenn alle Termine abgesagt sind, dann muss der Alltag sich neu finden. Familienzeiten ändern sich und wollen gestaltet sein. Wie begegnen wir in dieser Zeit den Bedürfnissen und Ängsten von Kindern?
Eine neue Erfahrung: Wir haben Zeit!  

Rituale im Alltag haben eine wichtige Bedeutung. In dieser „Anderszeit“ entwickeln sich neue Rituale oder alte Rituale werden neu entdeckt.

Kindergottesdienst-Teams überlegen, wie sie trotzdem mit Kindern in Kontakt sein können. Kirchengemeinden entwickeln vielfältige neue Formen und Kommunikationswege!

Die Angebote „Gottesdienst zeitgleich“ mit der Osterstein-Aktion und der Mut-Mal-Aktion, der spirituelle Osterspaziergang und die Postkarten sind auch etwas für Kinder und ihre Familien!

Kindergottesdienst bekommt in dieser Zeit einen anderen Ort.
Auf dieser Seite stellen wir donnerstags eine Bibelerzählung und einen Impuls „Bibel erleben“ ein.

Lieder sind vorgeschlagen aus: Evangelischen Gesangbuch (EG) und Das Liederheft Kirche mit Kindern 1+2 (LH). Die Liederhefte und CD’s zum Mitsingen sind im Online-Shop erhältlich.

Im Gebet sind wir verbunden mit Gott, den Kindern und Familien in der Welt!

https://www.michaeliskloster.de/aktuelles/2020/Kirche-mit-Kindern-in-besonderen-Zeiten?fbclid=IwAR3EBSMRHzJVa5mGMzMdz2NyE-mDRW12iGQkDbzoEB-JKjp0zAgGAzqKttI


BOTSCHAFTEN FÜR KARTEN ZUM GESTALTEN UND VERTEILEN

Leider müssen Gottesdienste und Veranstaltungen abgesagt werden. Spirituelles Leben geht aber trotzdem weiter. Gebete und Texte entstehen – für Digitales, für Gleichzeitiges, für Andachten unter freiem Himmel. Wir vom Michaeliskloster Hildesheim sammeln und bündeln, entwickeln selbst und vernetzen uns mit anderen, die an dieser Stelle mitdenken.

Alles natürlich immer unter Berücksichtigung der je aktuell gegebenen Verhaltensempfehlungen oder -Vorschriften.

Was bieten wir konkret?

* Frohe Botschaften für jeden Sonntag – Karten (auf der einen Seite der A5-Karte) , ein Gebet – und Fürbitten (auf der Rückseite) zum Einwerfen bei Einsamen, in Altenheimen usw. oder zum Abpflücken an Wäscheleinen vor Kirchen oder an anderen Orten.

Oft ist unter der Fürbitte noch Platz für einen kurzen Gruß, wenn Sie die Karte jemandem vorbeibringen oder vor die Tür legen wollen.