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Die Seele des Sozialen wecken –

in lebendigem Miteinander, mit dem Blick aufs Politische – mit Impulsen, die der Glaube schenkt.

Oma trotzt Corona

Die Krisenexpert*innen 

Eben noch „Best Agers“ und jetzt „Risikogruppe“ – sind Sie auch irritiert über die Altersbilder in Zeiten von Corona? 

Viele, die gerade 60 sind, finden sich selbst nicht wieder in den Beschreibungen von gefährdeten und schutzbedürftigen Älteren. Schließlich waren wir es, die jungen Alten, die in den letzten Jahren die Zivilgesellschaft (mit)getragen haben – bei Hausaufgabenhilfen und Demenzbetreuung, mit Stadtführungen oder in der Arbeit mit Geflüchteten. 

Geht es Ihnen auch so, dass Sie in den letzten Wochen erschrocken waren über die Situation in den Pflegeeinrichtungen? Was können wir tun, um einschränkenden Fremdbildern zu begegnen? Wie können wir stattdessen die Kräfte mobilisieren, die gerade ältere Frauen und Männer mitbringen: Krisenerfahrung, Resilienz, gute Netzwerke, Zeit und Engagement? 

Wir laden herzlich ein, sich über diese Fragen auszutauschen. An jedem ersten Mittwoch im Monat von 17.00 bis 17.40 Uhr in einer Webkonferenz zum Thema „Oma trotzt Corona. Die Krisenexpert*innen“. Mit eigenen Impulsen zu Beginn werden jeweils zwei Expert*innen das Gespräch anregen. Vielleicht können wir gemeinsam eine Bewegung anstoßen.

Zur Technik: Die Webkonferenz läuft auf der Basis von GoToWebinar. Sobald Sie sich anmelden, erhalten Sie eine Einladung. 

Wir freuen uns auf Sie!


Liebe Krisenexpert*innen, liebe Kreativ-Trotzige, liebe Interessierte an „Oma trotzt Corona“!

Hiermit laden wir Sie zum nächsten Webgespräch am 9. September von 17:00 bis 17:45 ein. (Der ursprünglich geplante Termin am 2. September lässt sich wegen technischer Rahmenbedingungen  während des Urlaubs von Frau Coenen-Marx nicht realisieren.) Wie schon im Protokoll zum vorigen Treffen angekündigt, werden wir diesmal  den Fokus auf die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft und der Kirche legen. Elke Schilling, Initiatorin von Silbernetz und Trägerin des Unternehmenspreises der Körber-Stiftung, wird uns einen Impuls aus ihrer Arbeit mit diesem Netzwerk geben. Und Dr. Kristin Bergmann, Oberkirchenrätin bei der EKD mit dem Schwerpunkt Chancengleichheit, wird über die Frage sprechen, welche „Learnings“ die Landeskirchen aus der Krise mitnehmen können.

Das Treffen wird das letzte unserer Reihe sein – angesichts der vielen – coronabedingten –Verschiebungen analoger Vorträge und Trainings sind die Projektmittel von „Seele und Sorge“ leider weitgehend erschöpft. Insofern geht es auch darum, ein Resümee zu ziehen: Was haben wir in der Coronazeit – vielleicht auch durch unsere Gespräche – gelernt? Was nehmen wir mit?

Was wir im Team ganz sicher mitnehmen, ist die Fülle an Hinweisen, Links, Veranstaltungen und Texten, die wir von Ihnen erhalten haben und weitergeben konnten und für die wir herzlich danken! Da ist mehr Bewegung in Gang gekommen, als wir erwartet und gehofft haben.

Unten finden Sie den Einladungslink. Dazu auch noch einige neue Links zu interessanten Beiträgen und Initiativen zu unserem Thema. Und im Anhang wieder die Liste der bisherigen Teilnehmenden – vielleicht auch die Basis fürs Netzwerken in anderen Kontexten. 

Bitte geben Sie uns doch Bescheid, wenn Sie teilnehmen möchten, damit wir einen gewissen Überblick haben.

Wir freuen uns sehr auf einen erneuten anregenden, kreativen Austausch!

Herzliche Grüße, auch im Namen von Frau Coenen-Marx 
Dagmar Deuring


Aktuelle Links und Hinweise von „Oma trotzt Corona“-Teilnehmenden 

Die Situation in den Heimen stand ja bei unserem letzten Gespräch im Mittelpunkt. Gerade haben Patientenvertretungen Alarm geschlagen, der epd berichtete: 

„Die Corona-Pandemie bedeutet für viele Pflegebedürftige nach Auffassung von Patientenschützern eine Verschlechterung ihrer Versorgung und eine drastische Einbuße ihrer Lebensqualität. Folgen der Besuchseinschränkungen seien Depressionen, dementielle Veränderungen sowie der Verlust motorischer Fähigkeiten aufgrund mangelnder Mobilisierung.“ Und „‘Durch die Abschottung der Heime fehlt es an sozialer Kontrolle‘“, sagte David Kröll, Sprecher des Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA).

Dr. Thomas Mäule schrieb uns: „Die beim letzten Treffen angekündigte Leitlinie der Fachgesellschaften hat gestern das ‚Licht der Welt‘ erblickt: „Soziale Teilhabe und Lebensqualität in der stationären Altenhilfe unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie“. Die 22 Empfehlungen stellen sich der Herausforderung, eine Begleitung und Pflege, die sich an individuellen Wünschen, Bedürfnissen, Vorstellungen und Situationen orientiert umzusetzen und zugleich den Vorgaben des Gesundheitsschutzes gerecht zu werden. 22 Indikatoren für Lebensqualität – ein Geschenk des Himmels! Ich freue mich über die Leitlinie, die genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. Sie hat hohe pflegewissenschaftliche Relevanz, ist State of the Art, praxis- und basisnah. Vieles ist deckungsgleich mit dem, was wir am 5.8. diskutiert und als wünschenswert erachtet haben. Schön, wenn das Papier bei den Oma trotzt Corona – Krisenexpert*innen Beachtung findet.“ Das Dokument finden Sie im Anhang. 

Ein wesentliches Mittel, über das auch Pflegebedürftigen in Heimen oder in ihrem Zuhause soziale Teilhabe möglich wird, ist die Digitalisierung. Doch es fehlt – unser Teilnehmer Jens-Peter Kruse von der BAGSOS hat dies mehrfach sehr plastisch gemacht – sowohl an technischer Ausstattung als auch an Ausbildungsangeboten. Anlässlich der Veröffentlichung des Achten Altersberichts der Bundesregierung präsentierte die BAGSO am 12. August ihre engagierte Stellungnahme „Ältere Menschen und Digitalisierung“

„Wir müssen nicht fragen, ob die Älteren reif für das Internet sind, sondern ob das Internet reif für die Älteren ist.“ Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Lehr, Bundesministerin a. D. und BAGSO-Ehrenvorsitzende. 

Von der Fensterkirche bis hin zu Tagesausflügen: Sich mit den notwendigen Schutzmaßnahmen auseinanderzusetzen, das hilft den Rahmen abzustecken, innerhalb dessen dann wiederum viel Kreativität möglich ist. Unsere Teilnehmerinnen Ingrid Kandt und Uta Zeissler haben zusammen mit Petra Müller und Nele Tanschus eine Handreichung erarbeitet, wie sich kirchliche Arbeit mit Senior*innen auch unter den Bedingungen von Corona gestalten lässt: https://www.aeltere-nordkirche.de/aktuell/handreichung-fuer-die-kirchliche-arbeit-mit-aelteren-und-alten-menschen-im-weiteren-verlauf-der-corona-pandemie-erarbeitet-1/ 

Eine ganze Schatzkiste an Initiativen und Ideen eröffnet sich hinter dem Link, den uns Annegret Zander geschickt hat. Schauen Sie mal hier: http://fachstelle-zweite-lebenshaelfte.de/mediathek.php

„Soziale Quartiersentwicklung kann mit seiner Struktur und konzeptionellen Ausrichtung eine Schlüsselrolle im Korridorthema Soziale Stadt einnehmen, um allen Bevölkerungsgruppen die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben zu ermöglichen“: Die Stadt Karlsruhe macht ernst mit Sozialer Quartiersentwicklung und stellt Sach- und Personalmittel bereit für Bürgerzentren, Begegnungsstätten usw. – und für die Koordination der zahlreichen Akteure und Aktivitäten in diesem Bereich. Hier das nachahmenswerte Konzept, das uns Pia Tigges schickte: https://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/vo0050.php?__kvonr=38385

Hier noch eine Initiative einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen mit dem tollen Titel „Großputz! Care nach Corona neu gestalten“:

Sehr geehrte Sozialpolitik-Expert*innen, liebe Care-Engagierte, Kolleg*innen und Interessierte,

durch die Corona-Pandemie wurde die Care-Krise, die im Erziehungs- und Gesundheitsbereich, in Sozialer Arbeit und im Familienalltag längst vorhanden war, unübersehbar. Wir – eine Gruppe von Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – haben darauf in einem länderübergreifenden Care-Manifest bereits im Sommer 2013 aufmerksam gemacht (www.care-macht-mehr.com). 

Heute legen wir aus aktuellem Anlass ein Positionspapier der Initiative CareMachtMehr mit dem Titel ‚Großputz! Care nach Corona neu gestalten‘ vor, in dem wir vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Corona-Pandemie Probleme benennen, Ziele formulieren und erste Arbeitspakete vorschlagen. Dieses Positionspapier wurde erarbeitet, weil die gegenwärtige Krise unseres Erachtens auch eine Chance zur Korrektur gravierender Missstände im Bereich Care darstellt.  

Wir bitten Sie, sich mit den darin enthaltenen Forderungen auseinander zu setzen, es zu verbreiten und in Ihrem Umfeld zu diskutieren. Die anstehende Umgestaltung von Care-Strukturen wird nur zu bewerkstelligen sein, wenn viele unterschiedliche Interessensgruppen zusammenwirken!

Auf unserer Webseite finden Sie auch eine englische Fassung unseres Positionspapiers (www.care-macht-mehr.com). Wir freuen uns über weitere Verbreitung in Ihren Netzwerken und entschuldigen uns schon jetzt für crossposting.

Alles Gute für Sie und für bessere Care-Strukturen für alle.

Mit freundlichen Grüßen,

Margrit Brückner, Frankfurt. Eva Fleischer, Innsbruck. Claudia Gather, Berlin. Karin Jurczyk, München. Frank Luck, Basel. Maria S. Rerrich, München. Barbara Thiessen, Landshut. Bernhard Weicht, Innsbruck

Über die Zeit nach Corona ging es auch in einem Videotreff zwischen Annegret Zander, dem Pfarrer Christian Schäfer und Frau Coenen-Marx: Sorgenetze nach Corona. Hier können Sie das sehr anregende Gespräch mit vielen praktischen Tipps und strukturellen Überlegungen noch einmal ansehen: https://youtu.be/o_hSR38ic1A 


Zur Technik: Die Webkonferenz läuft auf der Basis von GoToWebinar. Sobald Sie sich anmelden, erhalten Sie eine Einladung.