{"id":6365,"date":"2021-11-17T09:21:18","date_gmt":"2021-11-17T08:21:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?p=6365"},"modified":"2021-11-17T10:57:54","modified_gmt":"2021-11-17T09:57:54","slug":"wieviel-zeit-bleibt-uns-noch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?p=6365","title":{"rendered":"Wieviel Zeit bleibt uns noch?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/SuS_Logo_RGB_mit-Unterzeile-Kopie.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-857\" width=\"288\" height=\"103\" srcset=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/SuS_Logo_RGB_mit-Unterzeile-Kopie.png 576w, https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/SuS_Logo_RGB_mit-Unterzeile-Kopie-300x107.png 300w\" sizes=\"(max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schild-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schild-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6366\" srcset=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schild-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schild-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schild-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schild-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schild-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Das n\u00e4chste Jahrzehnt wird \u00fcber unsere Zukunft entscheiden. Ob es uns noch gelingt, die menschengemachte Erderw\u00e4rmung zu beschr\u00e4nken \u2013 am besten auf 1,5 Grad gegen\u00fcber der vorindustriellen Zeit? Das w\u00e4re das Pariser Klimaziel, das im Jahr 2015 von 196 Staaten und der EU beschlossen wurde. Um das bis 2050 zu erreichen, m\u00fcssten die Ma\u00dfnahmen sofort und konsequent umgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Freitag endete in Glasgow die j\u00fcngste Klimakonferenz. Was dort beschlossen wurde, reicht im besten Falle, um knapp unter 2 Grad zu bleiben. Zur Entt\u00e4uschung vieler Entwicklungsl\u00e4nder haben zum Beispiel Indien und China noch in letzter Minute die Zeitvorgaben f\u00fcr den Ausstieg aus fossilen Energien, besonders aus der Kohle, aufgeweicht. Aber immerhin soll jetzt j\u00e4hrlich \u00fcberpr\u00fcft werden, wie nah wir den Vorgaben gekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn es ist ernst. Und dabei geht es auch um globale Gerechtigkeit. Auch in Sibirien, wo der Permafrostboden taut oder in Australien, wo die Waldbr\u00e4nde vor zwei Jahren schon zwei Drittel der j\u00e4hrlichen Emissionen verbraucht haben. Und auf den Marshall \u2013 Inseln, die vom Untergang bedroht sind. Theoretisch habe ich mich seit langem damit besch\u00e4ftigt. &nbsp;Aber erst die Flutkatastrophe im letzten Sommer hat mich sp\u00fcren lassen, was da auf uns zukommt. Das fordert zum Handeln heraus \u2013 und es macht Angst. Es ist, als ob die Zukunft vor meinen Augen schrumpft. Die Erde hat ein Verfallsdatum und das Ende kommt vielleicht schneller, als wir uns vorstellen k\u00f6nnen. Das n\u00e4chste Jahrzehnt wird \u00fcber unsere Zukunft entscheiden. Wie k\u00f6nnen wir damit leben?<\/p>\n\n\n\n<p>Frank Sch\u00e4tzing hat einen Thriller daraus gemacht \u2013 voller Schreckensszenarien, motivierenden Ideen und praktischen Tipps. \u201eWas, wenn wir einfach die Welt retten?\u201c hei\u00dft das spannende Buch. Ich gebe zu \u2013 erst einmal bin ich zur\u00fcck gezuckt \u2013 ich glaube nicht, dass ich die Welt retten kann. Ich bin ja nicht Gott. Und wer dieses Wir sein soll, wei\u00df ich noch nicht. Allerdings \u2013 wenn gemeint ist, es geht um die Welt und nicht um uns, dann spricht mich etwas an.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein Abend im M\u00e4rz 2003. Ich war gerade aus den USA zur\u00fcckgekommen; meine Freunde hatten mich gewarnt, jetzt nach Europa zu fliegen. An diesem Abend begann der zweite Irakkrieg, eine Milit\u00e4roperation der USA mit Gro\u00dfbritannien und einer Koalition der Willigen. Deutschland war nicht dabei. Inzwischen wurde Bagdad bombardiert; ich hatte das kurze Zeit im Fernsehen verfolgt. Jetzt\u00a0stand ich auf dem Balkon. Es d\u00e4mmerte und die V\u00f6gel zwitscherten der untergehenden Sonne entgegen. Ein wunderbarer vielstimmiger Gesang, der mir fast das Herz brach. Noch immer ganz aufgew\u00fchlt von der hysterischen Stimmung in den USA stellte ich mir vor, wie es w\u00e4re, wenn ein Krieg diesem Wunder ein Ende machte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich geh\u00f6re zu der Generation, die mit der atomaren Bedrohung aufgewachsen ist \u2013 die mit dem NATO-Doppelbeschluss erwachsen geworden ist und bei dem GAU von Tschnernobyl den Kindern verboten hat , im Sandkasten zu spielen. Es waren andere \u00a0Katastrophen, an denen ich gelernt habe, die Dinge radikal zu Ende zu denken. Aber an diesem Abend auf dem Balkon war mir ganz klar: Was auch immer geschieht: ich will nicht, dass die V\u00f6gel aufh\u00f6ren zu singen. Dass die B\u00e4ume nicht mehr ausschlagen und die Bienen sterben. Ich w\u00fcnsche mir, dass diese wunderbare Welt weiterlebt. Und pl\u00f6tzlich war da Trost und Weite hinter der Angst; mein Horizont \u00f6ffnete sich. Es geht nicht um mich, vielleicht nicht mal um uns \u201eDenn wir wissen ja, dass die ganze Sch\u00f6pfung zusammen seufzt und in Wehen liegt\u201c, schreibt Paulus im Brief an die Gemeinde in Rom. Die Schmerzen nehmen zu, die Entt\u00e4uschungen, die Tr\u00e4nen. Aber wenn wir hinsehen und die Konflikte bearbeiten, haben wir noch eine Chance. Nur die\u00a0 Angst ist ein schlechter Ratgeber. Ich vertraue lieber auf den kommenden Gott \u2013 und h\u00f6re den V\u00f6geln zu. Die singen schon fr\u00fch vom kommenden Tag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das n\u00e4chste Jahrzehnt wird \u00fcber unsere Zukunft entscheiden. 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