{"id":910,"date":"2015-07-29T06:20:58","date_gmt":"2015-07-29T06:20:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=910"},"modified":"2021-05-25T10:18:07","modified_gmt":"2021-05-25T08:18:07","slug":"frauenbewegung-im-liegestuhl-ein-generationengespraech","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=910","title":{"rendered":"Frauenbewegung im Liegestuhl? Ein Generationengespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p>Zuerst war es, glaube ich, die Tochter einer Freundin, Ende zwanzig, von der ich das Wort h\u00f6rte, wenn ich sie fragte, was sie am Wochenende denn vorhabe. Dann sah ich es \u00f6fter geschrieben, bin mir jetzt also \u00fcber Klang und Schriftbild sicher und wei\u00df, dass es sich um ein Verb handelt: <em>chillen<\/em>. Inzwischen scheint es sich um eine ziemlich verbreitete T\u00e4tigkeit zu handeln, denn ich h\u00f6re das Wort sehr h\u00e4ufig. Es sind vor allem Teenager und j\u00fcngere Leute bis Anfang Drei\u00dfig, die es benutzen, wenn sie vom Entspannen reden. Dabei muss es entgegen meinen anf\u00e4nglichen Vorstellungen, &#8211; das englische <em>to chill<\/em> hei\u00dft ja eigentlich k\u00fchlen oder abk\u00fchlen -, nicht besonders kalt sein. Vielmehr geht es wohl darum, auszusteigen aus dem Hamsterrad, runterzukommen im Lebenstempo, die Dauerberieselung und Dauerverf\u00fcgbarkeit hinter sich zu lassen und endlich down zu shiften oder \u201eabzuschalten\u201c, wie wir fr\u00fcher gesagt h\u00e4tten. Dass junge Leute sich zum Chillen treffen, kam mir am Anfang merkw\u00fcrdig vor. Der Gedanke, das Abschalten als eigene T\u00e4tigkeit zu behaupten und es gemeinsam und in der \u00d6ffentlichkeit zu betreiben, hat mich irritiert. \u201eHabt ihr denn nichts Sinnvolles zu tun?\u201c, schoss es mir durch den Kopf.<\/p>\n<p>Aber das Interesse hatte mich gepackt. Ich dachte an den Stress, den sich die Generation vorher auch in der Freizeit gemacht hat: Sport und Reisen als eine Art Fortsetzung der Arbeit mit anderen Mitteln &#8211; Arbeit eben an sich selber, am eigenen K\u00f6rper. Das Leben als ununterbrochene Abfolge von Events, privaten wie beruflichen Erfolgen und H\u00f6hepunkten. So betrachtet, haben wir es mit einem radikalen Kulturwandel zu tun. Beim Herumst\u00f6bern im Internet stie\u00df ich auf ein Foto, das eine Reihe sch\u00f6ner junger Frauen zeigt, die im Bikini auf Liegest\u00fchlen liegen. Das Bild symbolisiert f\u00fcr mich, was Chillen bedeutet: Nichtstun. Die \u00d6ffentlichkeit dieses Nichtstuns. Das Zusammensein bei diesem \u00f6ffentlichen Nichtstun. Dass es auch Frauen sind, die hier so \u00f6ffentlich nichts tun. Und dann noch dieses: dass diese Frauen sich so stark \u00fcber ihre sch\u00f6nen K\u00f6rper pr\u00e4sentieren. Beim Nachdenken wird mir aber auch deutlich, mit welchen Bildern, Vorurteilen und auch Selbstbildern ich auf das Chillen reagiere. Hier geht es nicht nur um die lange Zeit gepriesene Work-Life-Balance, also die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder die Frage, ob gen\u00fcgend Zeit im Job bleibt, um f\u00fcr seine Gesundheit zu sorgen, Sport zu treiben, zu kochen und zusammen zu essen oder ins Kino zu gehen. Eben: ein gutes Leben zu haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Engagement und Nichtstun<\/strong><\/p>\n<p>Beim Chillen geht es nicht um diese oder jene sinnvolle T\u00e4tigkeit, es geht ums Nichtstun. Nach meinem Eindruck bin ich selbst, sind die Frauen meiner Generation, eher durch das Gegenteil gepr\u00e4gt: f\u00fcr mich kommt Leben im Engagement zur Erf\u00fcllung. Schon als Sch\u00fclerin und sp\u00e4ter als Studentin f\u00fchlte ich mich als Teil einer gr\u00f6\u00dferen Bewegung: uns ging es um Freiheit, um ein selbstgestaltetes Leben, um eine andere Welt. Von Betty Friedan \u00fcber Cecile Saunders bis zu Klaus D\u00f6rner haben mich Menschen inspiriert, die f\u00fcr soziale Bewegungen stehen oder sie initiiert haben. Die Frauenbewegung, die Sozialpsychiatrie, die Hospizbewegung geh\u00f6rten dazu; und heute ist es der Einsatz f\u00fcr sorgende Gemeinschaften in den Quartieren. Meine Arbeit in Kirche und Diakonie und deren \u201eVerkn\u00fcpfung\u201c in Gemeindediakonie und Gemeinwesenarbeit verstehe ich auf diesem Hintergrund genauso wie meinen Einsatz f\u00fcr das freiwillige Engagement vom Kirchentag bis zur Mitarbeit bei<\/p>\n<p>\u201eGeben gibt\u201c. Die Fragen, die damit verbunden sind, bestimmen meinen Alltag bis heute &#8211; nach Jahren in Organisationen nun in der Freiberuflichkeit.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich, dass Konfirmanden mich regelm\u00e4\u00dfig nach meinen Hobbies fragten, wenn sie mich kennenlernen wollten. Ja, ich ging und gehe gerne ins Kino oder ins Theater, ich lese, schreibe, reise &#8211; aber ich habe das alles nie als \u201eFreizeit\u201c verstanden. Schlie\u00dflich signalisiert das Wort &#8211; wie \u00fcbrigens auch die Idee von der Work-Life-Balance &#8211; eine Abgrenzung von der \u201eArbeitszeit\u201c, einen wenig selbstbestimmten Umgang mit der Zeit. Ich war mit meiner Arbeit immer so identifiziert, dass ich es ganz nat\u00fcrlich fand, wenn auch die Impulse aus Filmen, Gespr\u00e4chen, Reisen und Begegnungen in mein Engagement einflossen. Beides war ja verflochten in einer gr\u00f6\u00dferen Bewegung &#8211; und ist es immer noch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Work and life \u2013 ein ganzes Leben<\/strong><\/p>\n<p>Interessanterweise gibt es inzwischen wieder eine gro\u00dfe Sehnsucht danach, ganzheitlich zu arbeiten und zu leben. \u201eWork is the transfer of energy\u201c, schreibt Catharina Bruns, eine Gestalterin und leidenschaftliche Unternehmerin in ihrem Buch \u201eWork is not a job\u201d. \u201eWork is not a place we go to\u201d, sagt sie, \u201cit\u2019s what we do\u201d. Ihrer Meinung nach geht es gerade nicht darum, acht Stunden effizient zu gestalten oder m\u00f6glichst schnell Karriere zu machen. Es geht darum, die eigene Berufung zu finden, die eigenen Gaben einzubringen und ein selbstbestimmtes Leben zu f\u00fchren. Und auch Arianna Huffington, die Gr\u00fcnderin der Huffington-Post, setzt sich daf\u00fcr ein, Arbeit neu zu definieren und zu gestalten. Die Chefin des rasant gewachsenen Medienunternehmens \u2013 f\u00fcr \u201eTime\u201c eine der 100 wichtigsten Pers\u00f6nlichkeiten &#8211; schrieb ihren Bestseller \u201eDie Neuerfindung des Erfolgs\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> nach einem Zusammenbruch wegen Ersch\u00f6pfung. Sie zeigt an Studien aus dem Spitzensport, wie entscheidend Meditation und Achtsamkeit sind, um selbstgesteckte Ziele zu erreichen. Im \u201eMindfullness\u201c-Training der Bank of England hat sie gelernt: Es geht darum, sein \u201eEgo\u201c loszulassen und die Freude an der Sache in den Mittelpunkt zu stellen &#8211; sei es das Gl\u00fcck an der Bewegung, das Engagement f\u00fcr eine gesellschaftliche Ver\u00e4nderung oder die Gestaltung eines Kunstwerks. \u201eJe st\u00e4rker wir eine Violinseite dr\u00fccken, desto weniger sp\u00fcren wir sie. Je lauter wir spielen, desto weniger h\u00f6ren wir\u2026 Wenn ich zu spielen \u201aversuche\u2018, schl\u00e4gt das fehl&#8230; Der einzige Weg zur St\u00e4rke ist die Verwundbarkeit.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Mir f\u00e4llt dabei das Motto von Roger Sch\u00fctz ein: \u201eKampf und Kontemplation\u201c. Auch dem Gr\u00fcnder der Bruderschaft von Taiz\u00e9 ging es um etwas anderes als um Work-Life-Balance. In der Gemeinschaft von Taiz\u00e9 dienen Gottesdienste, Gebete und Gespr\u00e4che dazu, das Tun und den Alltag zu unterbrechen, die Anspannung loslassen und sich auf Empfang einzustellen. Die Lebensrhythmen der Kl\u00f6ster erinnern an die Spannung, die unser Leben tr\u00e4gt: Nur wer losl\u00e4sst und leer wird, wer zuh\u00f6rt und schweigt, kann auch wieder F\u00fclle erfahren und das Leben sinnvoll gestalten. Solche \u00dcberlegungen lagen auch dem antiken Gedanken der Mu\u00dfe zugrunde \u2013 das lateinische negotium ist \u2013 im Gegensatz zu otium \u2013 alles Tun, das gerade nicht durch Pflicht gekennzeichnet ist wie die Arbeit, die zum Lebensunterhalt dient.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wider die Selbstoptimierung: die Neuentdeckung der Mu\u00dfe <\/strong><\/p>\n<p>Erfahren die jungen Frauen beim Chillen solche Mu\u00dfe? Sind sie n\u00e4her dran an einer ausgeglichenen Energiebilanz als meine Generation? Tats\u00e4chlich hat die Generation, die heute zwischen 20 und Mitte 30 ist, schon fr\u00fch gelernt, dass harte Arbeit nicht unbedingt zum Erfolg f\u00fchrt. Ein erfolgreicher Studienabschluss mit einer Reihe von Auslandssemestern garantiert noch keine gute Stelle; viele schlagen sich von Praktikum zu befristeten Stellen durch und finden erst sp\u00e4t die Sicherheit, die man braucht, eine Familie zu gr\u00fcnden. Und wer Kinder zur Welt bringt, erlebt dann, dass selbst das beste Zeitmanagement nicht ausreicht, um Beruf und Karriere zu vereinbaren. Im Silicon-Valley machen inzwischen Firmen ihren Mitarbeiterinnen das \u201esocial-freezing\u201c schmackhaft \u2013 sie sollen ihre Eizellen einfrieren lassen und die Familiengr\u00fcndung auf den beruflich besten Zeitpunkt zu verschieben. Merkw\u00fcrdig, wieder so ein Wort, das mit K\u00e4lte zu tun hat \u2013 es geht um das Einfrieren des Lebendigen.<\/p>\n<p>Die Unberechenbarkeit des Lebens l\u00e4sst sich offenbar nur schwer vereinbaren mit einer Wirtschafts- und Arbeitswelt, die pausenlos Flexibilit\u00e4t und ein hohes Ma\u00df von Effektivit\u00e4t verlangt. Ein nachhaltiges Wachstum dagegen braucht Brachen- und das gilt nicht nur f\u00fcr die Felder. Ist es vielleicht so, dass die globalisierte Wirtschaft \u00fcberhitzt ist &#8211; mit ihrer Fixierung auf stetiges Wachstum, dem mikrosekundenschnellen Tempo an den Finanzm\u00e4rkten, der pausenlosen Kommunikation im Internet? Nicht nur das Klima erw\u00e4rmt sich angesichts unserer Wirtschaftsweise, auch unser Alltag wird in der Beschleunigung st\u00e4ndig angeheizt und \u00fcberheizt. Nichtstun, die Dinge einmal liegen lassen, die W\u00fcsten und die Brachen bewusst erleben und die Mu\u00dfe pflegen, sind da wichtige \u00dcberlebens-Strategien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Du sollst nicht funktionieren<\/strong><\/p>\n<p>Es sind Intuitionen und Beobachtungen zum gesellschaftlichen Wandel, die das Wort Chillen bei mir ausl\u00f6st. Sie f\u00fchren mich zu Fragen \u2013 an mich selbst und an meine Generation und auch an die jungen Frauen \u201eim Liegestuhl\u201c. Fragen, die sich um Engagement und Nichtstun, um Arbeit und Leben und um unseren Umgang mit Energie drehen. Und die mit unserem Selbstverst\u00e4ndnis als Frauen zu tun haben. So frage ich mich, ob meine Generation eigentlich wirklich so besch\u00e4ftigt war \u2013 immerhin faszinierten mich als Sch\u00fclerin und Studentin nicht nur die neuen sozialen Bewegungen, sondern auch flower power, Woodstock und Yoga. Und nat\u00fcrlich w\u00fcrde ich auch gern wissen, ob die jungen Frauen im Liegestuhl wirklich entspannen k\u00f6nnen \u2013 oder ob es nicht auch anstrengend ist, immer gut, sexy und auch cool auszusehen? Die Zeit, in der wir uns von den BHs befreiten und uns in Latzhosen wohlf\u00fchlten, ist ja l\u00e4ngst Geschichte. Was bedeutet es aber, sich st\u00e4ndig und nicht nur im Internet pr\u00e4sentieren und darstellen und immer auf den eigenen Marktwert achten zu m\u00fcssen? Was bewirkt der Zwang, sich angesichts des dauernden Wechsels von Jobs, Wohnorten und Partnerschaften immer wieder neu zu erfinden? F\u00fchrt er vielleicht dazu, dass es schwerer wird, sich wirklich emotional einzulassen? Vielleicht haben deshalb Familie und vor allem Freundschaften wieder enorm an Bedeutung gewonnen. Auch so verstehe ich das einfache Zusammensein, das zusammen Sein der jungen Frauen im Liegestuhl. Wer chillt, muss nicht funktionieren.<\/p>\n<p>Was macht unsere Zeit mit dem Ich, fragt Ariadne von Schirach in ihrem lesenswerten Buch \u201eDu sollst nicht funktionieren\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. \u201eEs geht entweder verloren\u201c, schreibt sie, oder \u201ees bl\u00e4ht sich auf und verwandelt sich, analog zum K\u00f6rper, in etwas, das kontinuierlich erzeugt, kontrolliert und dargestellt wird, ein Ego\u201c. All das sei nicht nur von der Marktwerdung des Menschen beeinflusst, sondern ebenso von der Angst vor dem eigenen Sterben, vor Hilfe- und Pflegebed\u00fcrftigkeit und Abh\u00e4ngigkeit von anderen Menschen. Vor dem Tod wegzurennen, bedeute aber immer auch, vor dem Leben wegzurennen. Und vor sich selbst. Am Ende wisse man weder, was man tut, noch wer man ist, noch dass man sterben muss. Genau darum, meint von Schirach, werde das Ich als Ego dauernd neu bestimmt und dargestellt. Nicht zu wissen, wer man ist und was man will, sei aber der beste Verb\u00fcndete der herrschenden Verh\u00e4ltnisse &#8211; selbst dann, wenn Profitsucht und Leistungsdenken genau das zerst\u00f6ren, wof\u00fcr zu leben sich lohnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wof\u00fcr zu leben sich lohnt<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Absage der Generation Y an das Leistungsdenken setzt sich auch Ursula Kosser auseinander.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Sie macht sich Gedanken dar\u00fcber, wie es dazu kommt, dass immer mehr junge Frauen und M\u00e4nner Karrieren verweigern. Vor allem Frauen entscheiden sich inzwischen f\u00fcr ein \u201eOpting Out\u201c \u2013 auch und gerade CEOs ganz oben auf der Karriereleiter. Sie w\u00e4hlen ein anderes Leben \u2013 eines mit ausgeglichener Energiebilanz und stabilen Beziehungen, mit Zeit f\u00fcr Kinder, Familie und Freundschaften. Mein Weg war das nicht, f\u00fcr mich stand der Beruf, meine Berufung, im Zentrum. Aber ich kann diese Entscheidung verstehen. Diese Frauen wollen \u201eleben, nicht k\u00e4mpfen\u201c, wie es in der Einf\u00fchrung zu Ursula Kossers Buch hei\u00dft. Und tats\u00e4chlich bedeutet Engagement immer auch Kampf mit politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie mit Institutionen. Und auch ein Berufsweg durch die Institution, auch in der Kirche, kann nicht ohne K\u00e4mpfe und Verletzungen abgehen, selbst wenn man nicht von einer klassischen Karriere sprechen will. F\u00fcr mich haben diese K\u00e4mpfe gelohnt \u2013 ich habe darin mehr \u00fcber mich selbst wie \u00fcber Kirche und Gesellschaft erfahren und auch einiges bewegen k\u00f6nnen. Was ich dabei gelernt habe, hat auch meinen Glauben vertieft. Aber ich geh\u00f6re auch zu einer Generation, die viele M\u00f6glichkeiten und ein stabiles Berufsumfeld hatte und es zu Beginn ihrer Arbeit unter wirtschaftlich guten Verh\u00e4ltnissen mitgestalten konnte. Es w\u00e4re t\u00f6richt, zu vergessen, wie sehr wir alle durch unsere Zeit gepr\u00e4gt sind.<\/p>\n<p>Deshalb habe ich mir vorgenommen, beim n\u00e4chsten Telefongespr\u00e4ch mit der Tochter meiner Freundin zu fragen, ob ich einmal mitgehen darf, wenn sie chillt. Falls ihr das peinlich ist, w\u00fcrde ich sie auch gern in ein Caf\u00e9 einladen. Um von ihr zu h\u00f6ren, wie es eigentlich ist mit ihrer Freizeit und ihrer Arbeit und dem Frausein. Und wof\u00fcr es sich aus ihrer Sicht zu leben lohnt. Vielleicht finden wir ja auch ein Caf\u00e9 mit Liegest\u00fchlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Ariane Huffington, Die Neuerfindung des Erfolgs, M\u00fcnchen 2014<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> A.a. O, S. 129<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Ariadne von Schirach, Du sollst nicht funktionieren &#8211; F\u00fcr eine neue Lebenskunst\u201c M\u00fcnchen 2014<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Ursula Kosser: Ohne uns, K\u00f6ln 2014<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuerst war es, glaube ich, die Tochter einer Freundin, Ende zwanzig, von der ich das Wort h\u00f6rte, wenn ich sie&#8230; <a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=910\">read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":538,"menu_order":97,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-910","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/910"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=910"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/910\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":911,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/910\/revisions\/911"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}