{"id":8445,"date":"2026-06-19T12:56:12","date_gmt":"2026-06-19T10:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=8445"},"modified":"2026-06-21T11:24:59","modified_gmt":"2026-06-21T09:24:59","slug":"morgenandachten-15-6-bis-19-6-2026-deutschlandfunk-dlf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=8445","title":{"rendered":"Morgenandachten: 15.6. bis 19.6.2026, Deutschlandfunk DLF"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Reise ohne R\u00fcckkehr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Die Tageb\u00fccher der Etty Hillesum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Samstag, 20.06.2026, 6.35 \u2013 6.40 Uhr, <em>Deutschlandfunk<\/em> DLF<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch schlage die Bibel an einer willk\u00fcrlichen Stelle auf und finde: Der Herr ist meine starke Burg. Ich sitze mitten in einem \u00fcberf\u00fcllten G\u00fcterwagen auf meinem Rucksack. Vater, Mutter und Mischa sitzen einige Waggons entfernt. Die Abfahrt kam dann doch recht unerwartet. Ein pl\u00f6tzlicher Befehl f\u00fcr uns aus Den Haag. Singend haben wir dieses Lager verlassen, Vater und Mutter sind tapfer und ruhig. Wir werden drei Tage auf der Reise sein. Auf Wiedersehen von uns vieren. Etty.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reise, von der hier die Rede ist, ist keine Urlaubsreise und auch keine Dienstreise. Es ist eine Deportation von J\u00fcdinnen und Juden aus dem Lager Westerbork nach Auschwitz-Birkenau. In das Vernichtungslager. Und die Postkarte mit den wenigen S\u00e4tzen, die ich eben gelesen habe, wurde von Etty Hillesum aus dem Zug geworfen. Bauern haben sie gefunden. Ettys Eltern starben wahrscheinlich schon auf dem Transport oder sie wurden gleich nach der Ankunft in Auschwitz ermordet. Etty selbst am 30. November 1943. Sie wurde keine 40 Jahre alt. Wer diese Frau wirklich war, wurde erst Jahrzehnte sp\u00e4ter durch ihre Tageb\u00fccher bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie schrieb diese Tageb\u00fccher \u2013 neun einfache Hefte \u2013 in den Jahren 1941 &#8211; 1942. Da waren die Niederlande schon fast ein Jahr von der Deutschen Wehrmacht \u00fcberfallen und besetzt. Im Februar 41 hatte Etty den deutschem Emigranten Julius Spier kennengelernt, einen Psychoanalytiker und K\u00f6rpertherapeuten. Bei ihm machte sie eine Psychotherapie. Er wurde zu ihrem Freund und Geliebten \u2013 und gab ihr den Rat, Tagebuch zu schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Etty Hillesum 1942 den Aufruf in das Durchgangslager Westerbork bekam, versuchte sie, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Sie \u00fcbernahm eine Aufgabe in der sozialen Arbeit mit den so genannten Aussiedlern dort. Sie widmete sich den Alten und Kranken, den M\u00fcttern und ihren Kindern. Weil sie beim Judenrat angestellt war, konnte sie noch eine Weile zwischen Amsterdam und Westerbork pendeln. Sie nahm an Spiers Beerdigung teil und lag dann einige Monate krank in Amsterdam.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit h\u00e4tte sie untertauchen k\u00f6nnen. Viele Freund:innen kannten sie aus ihrer Heimat in Middelburg oder aus dem Studium. Sie war eine s\u00e4kulare J\u00fcdin gewesen, keinesfalls auff\u00e4llig, eine Studentin der Slawistik und Psychologie, die viele mochten. Trotzdem ging sie im Juni 43 endg\u00fcltig ins Lager, wohin jetzt auch ihre Eltern und der Bruder verschleppt wurden. Am Ende des Sommers wurde sie mit dem 75. Massentransport nach Auschwitz deportiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Etty Hillesum trat eine Reise an, von der sie \u2013 wie die allermeisten \u2013 nie zur\u00fcckkehren w\u00fcrde. Warum war sie nicht untergetaucht? Ihre Briefe zeigen, dass sie sehr genau beobachtete, was geschah. Wie sich die Judenverfolgung entwickelte, wie die Transporte abliefen. Sie hatte offene Augen und Ohren. Aber was genauso wichtig war: Sie wurde immer hellh\u00f6riger f\u00fcr ihre inneren Erfahrungen, f\u00fcr ihre spirituelle Entwicklung. So konnte sie mitten in dieser best\u00fcrzenden Zeit die Depression hinter sich lassen, unter der sie so lange gelitten hatte. Sie konnte Klarheit in ihr Leben bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie las Rilke, Dostojewski und die Bibel. Sie entdeckte eine tiefere Dimension des Lebens. In ihren Tageb\u00fcchern spricht sie von einem Wachstumsprozess. In ihren Seelenlandschaften fand sie gro\u00dfe, weite Fl\u00e4chen und das Allertiefste, das sie Gott nannte. So kam sie zum Beten. Im Gebet war sie geborgen. So sehe ich sie auf ihrem Rucksack sitzen \u2013 mitten in dem \u00fcberf\u00fcllten G\u00fcterwagen auf dem Weg nach Auschwitz. Sie war reisefertig. Sie hatte sich vorbereitet. Und sie liebte die Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Etty Hillesum war \u00fcberzeugt: Gott braucht sie. Gott braucht Menschen, um zu lieben, zu helfen. Sie blieb Gott treu und war bereit anzunehmen, was sie nicht verstand. So konnte sie freiwillig mitgehen auf diese furchtbare Reise. Die Frau, die ruhig im \u00fcberf\u00fcllten G\u00fcterwagen sa\u00df, f\u00fchlte sich gesch\u00fctzt wie in einer Klosterzelle.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>\u00d6liges Abkommen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Wo bleiben Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Freitag, 19.06.2026, 6.35 \u2013 6.40 Uhr, <em>Deutschlandfunk<\/em> DLF<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber meinem Schreibtisch h\u00e4ngt ein kleiner brauner Keramikbecher an einem einfachen Lederband. Seoul, Korea, M\u00e4rz 1990, steht drauf. Da fand die \u00f6kumenische Weltversammlung f\u00fcr Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung statt. In Seoul trugen viele diesen Becher am Lederband um den Hals. \u201eKonziliarer Prozess\u201c nennt sich die Bewegung, die damals auf ihrem H\u00f6hepunkt war. Ein gemeinsamer Lernweg christlicher Kirchen weltweit auf dem Weg zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Abschlusserkl\u00e4rung von Seoul hei\u00dft es: \u201eWeil wir Gottes Bund verlassen haben, ist alles Leben auf der Erde von Ungerechtigkeit, Krieg und Umweltzerst\u00f6rung bedroht, (aber) wir sind Zeugen hoffnungsvoller Ver\u00e4nderungen.\u201c Es war die Zeit der gro\u00dfen Umbr\u00fcche rund um die Jahre 1989\/90. Wenn ich die Selbstverpflichtung aus Seoul heute lese, habe ich das Gef\u00fchl, es war eine andere Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen haben wir uns gew\u00f6hnt an die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, an Menschenrechtsverletzungen und Hinrichtungen, an die Zerst\u00f6rung von Infrastruktur und an die Zerst\u00f6rung von ganzen \u00d6kosystemen. Und anders als damals in Seoul habe ich heute das Gef\u00fchl, als ginge es immer tiefer in den Abgrund. L\u00e4sst sich das stoppen?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSchiffe der Welt, startet eure Motoren und lasst das \u00d6l flie\u00dfen\u201c, verk\u00fcndete Donald Trump am letzten Sonntag. Mit einem ersten Abkommen zwischen den USA und dem Iran soll jetzt die Stra\u00dfe von Hormus wieder ge\u00f6ffnet werden. Ob es dabei Z\u00f6lle geben wird oder Servicegeb\u00fchren, das wissen wir noch nicht so genau. Und auch andere Bedingungen m\u00fcssen noch verhandelt werden. Aber das Abkommen wurde am Mittwochabend von Trump und dem Iran unterschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 15 Wochen stauen sich die gro\u00dfen Schiffe im Persischen Golf. Iran blockiert die Durchfahrt mit Artillerie und Seeminen. Und die USA halten auf der anderen Seite dagegen.&nbsp; Angespannt hofft die ganze Welt auf das Ende der Blockade. Der internationale Handel verliert hier gerade eine Milliarde US-Dollar am Tag, h\u00f6re ich. Kein Wunder, dass schon die blo\u00dfe Ank\u00fcndigung eines Abkommens zu einem Freudensprung an den B\u00f6rsen gef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hierzulande kann man das Aufatmen sp\u00fcren. Der Tankrabatt l\u00e4uft in K\u00fcrze aus, die Urlaubszeit hat begonnen \u2013 da hoffen alle auf sinkende Erd\u00f6lpreise. Denn noch immer sind wir abh\u00e4ngig vom \u00d6l &#8211; beim Autofahren wie beim Strom und in der Chemieindustrie. Wo die Grenzen dicht gemacht werden, ist unser Wohlstand gef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberall wird Geld gez\u00e4hlt. Die hohe Zahl der Protestierenden, Erschossenen und Hingerichteten im Iran wird dar\u00fcber vergessen. Amnesty spricht von 6000 willk\u00fcrlichen Festnahmen und mindestens 41 politischen Hinrichtungen seit Ende Februar. Und ob das jetzt unterzeichnete Abkommen zu mehr Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung f\u00fchrt, das wissen wir nicht. Es wird Jahre dauern, bis sich die Natur wieder erholt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Lasst das \u00d6l flie\u00dfen! Industrielles Wachstum und fossile Energie \u2013 das ist nach wie vor Trumps Wohlfahrtsrezept. Und nicht nur seins. Da wollen viele sich die Erde untertan machen, ein Missverst\u00e4ndnis der biblischen Sch\u00f6pfungsgeschichte. Denn in der Bibel meint der Auftrag an die Menschen nicht Ausbeutung, sondern Verantwortung. Stattdessen aber lautet f\u00fcr viele die Maxime: Das \u00d6L soll flie\u00dfen. Daf\u00fcr lassen sie Naturschutzgebiete ausbeuten und zetteln Kriege an. Das macht mir Angst. \u00d6l hat in den vergangenen Jahrzehnten manches bewegt \u2013 aber auch viel zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir Menschen sollen die Erde bebauen und bewahren. Davon sind wir weit entfernt. Wohlstand, Wachstum, Machtinteressen \u2013 dieser Dreiklang beherrscht die Welt. Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung haben das Nachsehen. Aber ich will nicht, dass diese Ziele nur eine sch\u00f6ne Erinnerung sind wie der Keramikbecher aus Seoul \u00fcber meinem Schreibtisch. Ich halte fest an der Hoffnung: Echte Ver\u00e4nderung ist m\u00f6glich. Ich bete darum. Und ich wei\u00df: \u00dcberall auf der Welt gibt es Menschen, die tun das auch.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Eine Heldenreise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Aufbrechen und neu zur\u00fcckfinden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Montag, 15.06.2026, 6.35 \u2013 6.40 Uhr,  <em>Deutschlandfunk<\/em> DLF<\/p>\n\n\n\n<p>Eine meiner Lieblingsgeschichten in der Bibel ist die von Jakob. Ich meine den Zwillingsbruder von Esau, den zweitgeborenen. Er soll sich bei der Geburt an der Ferse seines Bruders festgehalten haben. Der zweite zu sein, das war sein Schicksal. Wenn es um die Zukunft ging, um das Erbe, stand ihm sein Bruder immer im Weg. Esau w\u00fcrde die Zukunft der Familie sichern. Jakob war lediglich die Reserve. Lange war das nur ein Gef\u00fchl. Dann wurde es ernst.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der blinde Vater im Sterben liegt und er den Segen der Vorfahren an seinen Erstgeborenen weitergeben will, schiebt Jakob sich nach vorn. Esau ist gerade auf dem Feld bei der Arbeit \u2013 immer flei\u00dfig, immer pflichtbewusst. Das ist die Chance: Jakob zieht sich Esaus Kleidung an, schiebt sich ein Fell \u00fcber die Arme, weil sein K\u00f6rper nicht so behaart ist wie der von Esau. Jetzt riecht er wie sein Bruder, f\u00fchlt sich an wie sein Bruder und nimmt dessen Platz am Sterbebett ein. Der Vater ist kurz irritiert, aber er gibt ihm den Segen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann: Nichts wie weg! Denn damit w\u00fcrde Esau nicht leben k\u00f6nnen. Einfach so ausgetrickst zu werden. Jakob macht sich auf die Flucht zu seinem Onkel. Der hat viel Land und gro\u00dfe Herden. Dort w\u00fcrde sich sicher Arbeit finden. So liegt Jakob auf seinem Fluchtweg nachts in der Einsamkeit. Mutterseelenallein, ersch\u00f6pft und ein bisschen verzweifelt. Wozu das Ganze?, denkt er, als ihm die Augen zufallen. Zur\u00fcck geht es nicht mehr \u2013 er hatte eine Schwelle \u00fcberschritten. Jetzt muss er den Weg zu Ende gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Nacht tr\u00e4umt Jakob von einer himmelhohen Leiter, auf der Engel auf und ab steigen. Oben steht Gott und spricht: \u201eIch bin mit dir und will dich beh\u00fcten.\u201c Ein Segen f\u00fcr seinen Weg &#8211; trotz allem. Ich habe eine Ikone von der Himmelsleiter auf einem Holzt\u00e4felchen aus Jerusalem &#8211; kleiner als ein Dominostein. Ein Segen zum Mitnehmen f\u00fcr die Jackentasche,<\/p>\n\n\n\n<p>Der Literaturprofessor Joseph Campbell hat sich mit Mythen, M\u00e4rchen und Geschichten besch\u00e4ftigt. Er hat festgestellt, dass die Lebensreisen, von denen da erz\u00e4hlt wird, ganz \u00e4hnlich sind. \u201eDer Held in tausend Gestalten\u201c, hei\u00dft das Buch \u00fcber die Heldenreise, das er 1949 geschrieben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Grundmuster der Heldenreise sieht so aus: Wir werden herausgerufen aus dem Gewohnten und finden Mentorinnen, die uns \u00fcber die Schwelle begleiten. Wir m\u00fcssen Pr\u00fcfungen und K\u00e4mpfe bestehen. Dann treten wir den R\u00fcckweg an &#8211; mit allem, was wir erreicht haben. Wir m\u00fcssen noch einmal eine Schwelle \u00fcberschreiten, uns auseinandersetzen mit unseren Schatten und mit unserer Sehnsucht.<\/p>\n\n\n\n<p>So ging es auch mit Jakob weiter. Bei seinem Onkel ist er erfolgreich, heiratet dessen T\u00f6chter und erreicht alles, wovon er zu Hause getr\u00e4umt hatte. Er ist ein gemachter Mann. Aber seinen Bruder hat er verloren<strong>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So w\u00e4chst in ihm die Sehnsucht, noch einmal nach Hause zu finden. Nein, nicht einfach zur\u00fcck. Er ist l\u00e4ngst ein anderer geworden auf der Reise. Aber er muss \u00fcber den Fluss, hinter dem sein Elternhaus liegt. Noch einmal muss er eine Schwelle \u00fcberschreiten. Dieses Mal mit Frauen und Kindern und all seinen Herden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich stelle mir vor, wie nerv\u00f6s er war, wie angespannt. Und ich verstehe, dass er zun\u00e4chst allein losging. In der Nacht hat er vor Jahren die Himmelsleiter mit den Engeln gesehen. Jetzt k\u00e4mpft er nachts noch einmal mit seiner Schuld und um den Segen. Eine Gestalt taucht im Fluss auf und attackiert ihn. Ist es Gott oder ein D\u00e4mon, mit dem er k\u00e4mpft? Als er am fr\u00fchen Morgen ans andere Ufer tritt, hinkt er. Und er tr\u00e4gt einen neuen Namen. Am Ende der Reise wird aus Jakob Israel. Er ist weit gegangen, hat Kr\u00e4nkungen erlebt und Verletzungen. So d\u00fcnnh\u00e4utig geworden, kann er sich endlich mit Esau vers\u00f6hnen. Gesegnet sein. Das ist in Jakobs Geschichte mit Fehlern verbunden. Mit Verletzung und Vers\u00f6hnung, mit Scheitern und Gl\u00fcck. Um ein Held und eine Heldin sein, muss man nicht immer nur stark sein. Man kann sogar hinken. Das macht mir Mut, mich auf meine eigene Lebensreise einzulassen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Saras Weg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dienstag, 16.06.2026, 6.35 \u2013 6.40 Uhr, <em>Deutschlandfunk<\/em> DLF<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph Campbell, ein US-amerikanischer Mythenforscher, hat vor bald 80 Jahren den Begriff \u201eHeldenreise\u201c gepr\u00e4gt. Das ist eine Grundstruktur in den gro\u00dfen Geschichten der Menschheit: Ein Held muss aus seiner Heimat aufbrechen und in der Fremde Pr\u00fcfungen und Gefahren \u00fcberstehen, bis er nach Hause zur\u00fcckkehrt. Frauen sind selten die Hauptfigur. In den antiken Mythen, M\u00e4rchen und biblischen Geschichten steht meist ein Mann im Vordergrund. So wie Abraham, Odysseus oder K\u00f6nig Arthur. Aber was ist mit Sara, der Frau von Abraham? War ihr Leben eine Heldinnenreise? Was war ihr Lebensziel, worum und mit wem hat sie gek\u00e4mpft? &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Da steht sie mit ihrem Abraham unter dem Sternenhimmel. Was f\u00fcr ein Reichtum, unz\u00e4hlbar viele Sterne. Sara hat keine Kinder, keine Nachkommen. Und sie ist nicht mehr jung. Wie die Sterne am Himmel, murmelt Abraham neben ihr. So viele Kinder werden wir haben, Kinder und Kindeskinder \u2013 Gott hat es versprochen. Wir m\u00fcssen es nur wagen. Aufbrechen und der Zukunft entgegen gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sara k\u00f6nnte sagen: Du spinnst! Aber sie vertraut ihm. Sie wagt es und geht mit. Sie ist eine sch\u00f6ne Frau. Als sie in \u00c4gypten sind, schauen die M\u00e4nner ihr nach. So sehr, dass Abraham f\u00fcrchtet, die anderen M\u00e4nner k\u00f6nnten sie ihm nicht g\u00f6nnen. Deshalb gibt er sie als seine Schwester aus \u2013 und macht sie damit erst recht zum Freiwild. Den beiden bleibt nur eins: \u00c4gypten hinter sich lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>So ziehen sie weiter. Von Zeltplatz zu Zeltplatz. Eines Tages erscheinen drei Unbekannte am Zelteingang. Als ob sie Gottes Versprechen kennten, best\u00e4tigen sie Abraham die Verhei\u00dfung: Nachkommen wirst du haben wie Sterne am Himmel. Bevor das Jahr um ist, wird deine Frau Sara einen Sohn zur Welt bringen, sagen sie. Sara, wo ist sie eigentlich? Wir h\u00f6ren sie lachen, als die M\u00e4nner \u00fcber sie reden. Irgendwo hinter dem Vorhang, im Innern des Zeltes. Sie glaubt nicht mehr, dass das m\u00f6glich ist. Sie ist doch l\u00e4ngst zu alt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Nachkommen keine Zukunft.&nbsp; Aber ist es ihre Schuld, wenn sie keine Kinder bekommt? Ein Frauenschicksal in biblischen Zeiten. Fruchtbar soll sie sein, aber bitte nicht zu sch\u00f6n und begehrenswert. Ihren Mann soll sie stolz machen. Von ihm h\u00e4ngt ihr Schicksal ab \u2013 von ihm und von ihrem K\u00f6rper. Die Frauen, die von M\u00e4nnern gegen ihren Willen auf Social Media pr\u00e4sentiert werden, zeigen: Ganz vorbei ist das noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Sara nimmt ihr Schicksal in die Hand. Heute w\u00fcrde das Paar vielleicht eine Leihmutter suchen. Sara damals sorgt daf\u00fcr, dass ihre Magd schwanger wird. So w\u00e4re es immer noch Abrahams Kind, durch das die Verhei\u00dfung lebendig wird. An Sara soll es nicht scheitern. Eher gibt sie sich selbst auf. Und zieht ihre Magd mit hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Als deren Kind geboren wird, h\u00e4lt Sara es nicht aus, den S\u00e4ugling Tag f\u00fcr Tag zu sehen. Sie schickt ihre Magd mit dem Kind in die W\u00fcste. Sara hat versucht, die Zukunft zu gewinnen um jeden Preis. Was f\u00fcr eine Dummheit, sagt eine innere Stimme. Finde dich ab mit dem, was ist. Die Magd und das Kind werden wundersam gerettet und kehren zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Sara schon resigniert hat, wird sie doch noch schwanger. Ein Wunder, ein Geheimnis. Der verhei\u00dfene Sohn wird tats\u00e4chlich geboren. Sie werden ans Ziel ihrer Reise kommen, das gelobte Land erreichen. Als Sara stirbt, ist l\u00e4ngst klar: Hier werden sie bleiben. Abraham, Sara und ihre Nachkommen. Abraham kauft ein Familiengrab und Sara ist die erste, die dort begraben wird. Die erste, die sch\u00f6nste, die mutige, die alles gewagt und alles gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ist es nicht leicht, mich in Saras Welt hinein zu denken. Ich will frei und unabh\u00e4ngig sein. Wie die allermeisten Frauen heute. Aber auch in unserem Leben spielen K\u00f6rper, Beziehungen, Schwangerschaft oder Kinderlosigkeit, mal gewollt, mal ungewollt, eine gro\u00dfe Rolle. Auch wir ringen um unsere Zukunft. Sara beh\u00e4lt Gottes Verhei\u00dfung im Auge. Sie bleibt hartn\u00e4ckig dran. Das macht auch mir Mut, an meinen Hoffnungen festzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Hildegards gro\u00dfes Licht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Heilkunde und Vision von Gott<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mittwoch, 17.06.2026, 6.35 \u2013 6.40 Uhr, <em>Deutschlandfunk<\/em> DLF<\/p>\n\n\n\n<p>Sie war eine der einflussreichsten Frauen des Mittelalters. Eine der fr\u00fchesten Vertreterinnen der Mystik. Die Benediktinerin Hildegard von Bingen. Sie schrieb \u00fcber Medizin und Ern\u00e4hrung ebenso wie \u00fcber Religion. Sie komponierte und z\u00fcchtete Kr\u00e4uter \u2013 eine Universalgelehrte.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon als Kind litt sie unter Kopfschmerzen, sah Lichtblitze und hatte Visionen. Sie schreibt in ihrer Autobiographie: \u201eIn meinem dritten Lebensjahr sah ich ein so gro\u00dfes Licht, das meine Seele ersch\u00fctterte.\u201c Als zehntes Kind einer adligen Familie wurde sie mit gerade mal acht&nbsp; Jahren in ein Kloster gegeben. Aber ihre Visionen waren auch dort vielen unheimlich. Hildegard schreibt: \u201eBis zu meinem 15. Jahr war ich jemand, der viele Dinge sah und einf\u00e4ltig aussprach, so dass auch die, welche diese Dinge h\u00f6rten, verwundert fragten, woher sie k\u00e4men.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mit 14 wurde sie zusammen mit zwei anderen jungen Frauen in die Klause des Klosters Disibodenberg eingeschlossen. Die Gruppe wuchs, Hildegard wurde zur Magistra gew\u00e4hlt und geriet schon bald mit den Oberen in Konflikt: Sie lockerte die Speiseregeln, k\u00fcrzte die Gebetszeiten und wollte schlie\u00dflich mit ihrer wachsenden Gemeinschaft ein neues Kloster gr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei berief sie sich immer wieder auf ihre Visionen, die jetzt, in der Mitte ihres Lebens noch st\u00e4rker, ja unwiderstehlich wurden. \u201eIch weigerte mich lange, sie niederzuschreiben\u201c, sagt sie sp\u00e4ter, \u201eaus Zweifel und nicht aus Eigensinn, weil ich der Demut folgte, bis ich ins Krankenbett fiel. Dann endlich gab ich meine Hand dem Schreiben anheim. Und erhob mich so selbst von der Krankheit durch die St\u00e4rke, die ich empfing.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Jahrelang hat sie gelitten und gek\u00e4mpft. Es sei eine schwere Migr\u00e4ne gewesen, vermutete sp\u00e4ter anhand ihrer Beschreibungen der Neurologe und Psychiater Oliver Sacks. Hildegard rang mit ihren Schmerzen, den Selbstzweifeln und der Sorge, sie k\u00f6nne sich das alles nur einbilden. Aber wenn sie dann ihre Texte sah, wusste sie: Das sind nicht einfach meine eigenen Worte, sie kommen aus einer anderen Wirklichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einer Freundin und ihrem Sekret\u00e4r begann sie nun, ihre theologischen Einsichten niederzuschreiben, ihre inneren Bilder zu zeichnen. So entstand in sechs Jahren ihr Hauptwerk Scivias, Wisse die Wege. Als sie schlie\u00dflich die Erlaubnis erhielt, Scivias zu ver\u00f6ffentlichen, stand sie l\u00e4ngst mit vielen bekannten Pers\u00f6nlichkeiten in Kontakt. Jetzt endlich durfte sie auch ein eigenes Kloster gr\u00fcnden. Das Kloster Rupertsberg wuchs schnell. Immer im Kampf mit dem Bischof, dem Neid anderer \u00c4btissinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es gab manches zu neiden: die Pracht des Klosters, das Selbstbewusstsein der Schwestern, die Tabulosigkeit ihrer medizinischen Texte. Hildegard scheute sich nicht, auch \u00fcber Lust und Zeugung zu schreiben. Und bei Festgottesdiensten erschienen die Klosterfrauen mit wei\u00dfen Kleidern, offenen Haaren und Goldschmuck. Auch Hildegard selbst trug eine Nonnenkrone aus wei\u00dfen B\u00e4ndern und Seidenmedaillons mit Gold und Silber.<\/p>\n\n\n\n<p>Kloster Rupertsberg wurde im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg zerst\u00f6rt. Aber in Hildegards Texte kann man sich noch heute versenken. Ihre B\u00fccher sind Verkaufsschlager. Das gilt vor allem f\u00fcr die Klostermedizin und ihre Kr\u00e4uterb\u00fccher. Im Netz suchen viele nach der Hildegardis-Medizin, nach Tipps f\u00fcr ein gesundes, langes Leben. Hildegard selber wurde 81. Am Ende ihres Lebens bekam sie als erste Frau die Erlaubnis, \u00f6ffentlich zu predigen. Sie predigte in Mainz, in W\u00fcrzburg und Bamberg, reiste nach Metz und Trier. In Margarethe von Trottas Hildegard-Film mit Hanna Schygulla sehen wir sie zu Beginn ihrer letzten Predigtreise, wie sie in den Sattel steigt und das Kloster hinter sich l\u00e4sst. Sie hat alles erreicht. Es sind vor allem ihre Schriften, die ihr Leben ausmachen. Alles dreht sich um die Vision, die sie immer neu buchstabiert hat. Scivias. Wisse die Wege. Das buchstabiere ich immer wieder neu f\u00fcr meine Vision von Gott und f\u00fcr mein Leben.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Das Weite suchen \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>\u2026 und nach Hause kommen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Donnerstag, 18.06.2026, 6.35 Uhr, <span style=\"font-size: medium; white-space-collapse: collapse;\"><\/span><em>Deutschlandfunk<\/em> DLF<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Eine alte Geschichte erz\u00e4hlt von drei M\u00f6nchen, die seit Jahren zufrieden in ihrem Bergkloster leben. Jeden Morgen sehen sie hinter den Bergen die Sonne aufgehen, bis sich ihr Licht \u00fcber das ganze Land ergie\u00dft. Und gegen Abend k\u00f6nnen sie beobachten, wie es dunkel wird, wenn die Sonne hinter dem Haus verschwindet. &nbsp;Aber wohin geht das Licht in der Nacht?<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Tages sagen sie zueinander: \u201eWir haben die Welt nie gesehen. Wie k\u00f6nnen wir \u00fcber Sch\u00f6nheit und Weisheit sprechen, wenn wir nur diesen einen Ort kennen?\u201c Also packen sie ihre Sachen und ziehen los. Viele Jahre wandern sie durch fremde L\u00e4nder. Sie stehen vor den schneebedeckten Tempeln in Tibet, laufen durch die W\u00fcsten Arabiens, bestaunen die goldenen Pal\u00e4ste Indiens und die Kirschbl\u00fcten Japans.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch je mehr die M\u00f6nche sehen, desto unruhiger werden sie. Auf ihrem Weg haben sie Kirchen und Kl\u00f6ster, Tempel und Moscheen gesehen. Aber auch gro\u00dfes Elend: Krankheiten, Hunger, Armut. Und immer wieder Menschen, die zupacken und helfen.&nbsp;&nbsp; Schlie\u00dflich werden sie m\u00fcde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur ihre Beine sind m\u00fcde. Nicht nur ihre R\u00fccken k\u00f6nnen die Lasten nicht mehr tragen. Nein, ihre Augen sind m\u00fcde von all der Sch\u00f6nheit. Und ihre K\u00f6pfe und Herzen von den vielen Fragen. Wer ist denn nun Gott? Was macht unser Leben hell? Und was sollen wir tun, wenn es dunkel wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Da entdecken sie ein kleines Bergkloster, hinter dem gerade die Sonne untergeht. Der Mond steht schon \u00fcber dem Dach, der Brunnen im Hof pl\u00e4tschert, und der Duft von Zedern h\u00e4ngt in der Luft. Es ist ihr Zuhause. Der \u00e4lteste M\u00f6nch atmet tief und sagt: \u201eHier ist alles, was wir gesucht haben. Wir mussten nur gehen, um das zu sehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen geht es wie den drei M\u00f6nchen. Sie machen sich auf, um neue Perspektiven zu gewinnen. Manche wandern den Jakobsweg entlang, wenn sie nach Antwort auf ihre Fragen suchen. Nach einer Krankheit, bei einer schweren Diagnose, am Anfang eines Lebensabschnitts. Sie pilgern nach Santiago de Compostela oder einfach ein St\u00fcck des Weges dahin. Durch Spanien, in Frankreich oder auch in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Jakobsweg muss man nicht katholisch sein. Auch Christ:innen anderer Konfessionen, Glaubende wie Suchende machen sich auf. Pilgerwege zu einem Heiligtum, das kennen viele Religionen, von Jerusalem bis Mekka. \u201eReligionen sind wie Glasfenster\u201c, hat der Benediktinerm\u00f6nch und Zen-Meister Willigis J\u00e4ger gesagt. \u201eWir sollten nie vergessen, dass nicht das Glasfenster das Letzte ist, sondern das Licht, das dahinter leuchtet\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die einen nach Santiago pilgern, gehen andere auf Kreuzfahrt. So wie fr\u00fcher die jungen M\u00e4nner auf die gro\u00dfe Tour geschickt wurden, wie Goethe nach Italien reiste. Sie lernen andere Landschaften und Kulturen kennen. Immer auf der Suche nach dem Licht. Sie entdecken alte Kl\u00f6ster in Griechenland, buddhistische Stupas in Thailand, Ikonen und Gebetsglocken \u2013 und kommen mit neuen Fragen zur\u00fcck. Was wissen wir von der Welt? Was wissen wir von Gott? Wo finden wir ihn? In goldenen Tempeln, an weiten Sandstr\u00e4nden \u2013 oder zu Hause, wo wir zusammen sitzen und ehrlich miteinander sprechen?<\/p>\n\n\n\n<p>Nun gibt es ja nicht nur die Reisen und Pilgerwege, die wir bewusst suchen. Manche hat ihre Arbeit in andere L\u00e4nder gef\u00fchrt, manche die Liebe. Manche sind geflohen oder wurden vertrieben. Nicht alle k\u00f6nnen dahin zur\u00fcckkehren, wo sie herkamen wie die drei M\u00f6nche. Und manche wollen das gar nicht. Aber jede Lebensreise kann zur Pilgerreise werden \u2013 unterwegs zu fremden Welten, auf der Suche nach Gott. \u201eDie H\u00fctten der Religion, auf die der Mensch im Zyklus des Lebens immer wieder trifft, sind\u2026 nur vorl\u00e4ufige Herbergen\u201c, schreibt der Z\u00fcrcher Theologe Ralph Kunz. \u201eSie sch\u00fctzen, weil sie von der H\u00fctte Gottes bei den Menschen erz\u00e4hlen und ihm die Gewissheit schenken: Die Reise ist noch nicht zu Ende. Aber irgendwann kommen wir nach Hause.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reise ohne R\u00fcckkehr Die Tageb\u00fccher der Etty Hillesum Samstag, 20.06.2026, 6.35 \u2013 6.40 Uhr, Deutschlandfunk DLF \u201eIch schlage die Bibel&#8230; <a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=8445\">read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":232,"menu_order":-46,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8445","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8445"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8445"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8445\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8450,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8445\/revisions\/8450"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/232"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8445"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}