{"id":8124,"date":"2025-12-17T20:23:59","date_gmt":"2025-12-17T19:23:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=8124"},"modified":"2026-03-20T15:44:01","modified_gmt":"2026-03-20T14:44:01","slug":"cornelia-coenen-marx-der-alternde-sozialstaat-die-schrumpfende-kirche-und-ich-klarheit-und-mut-wenn-umbruch-alltag-wird","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=8124","title":{"rendered":"Cornelia Coenen-Marx: Der alternde Sozialstaat, die schrumpfende Kirche und ich. Klarheit und Mut, wenn Umbruch Alltag wird"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buch_Der-alternde-Sozialstaat-die-schrumpfende-Kirche-und-ich.-Klarheit-und-Mut-wenn-Umbruch-Alltag-wird.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"260\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buch_Der-alternde-Sozialstaat-die-schrumpfende-Kirche-und-ich.-Klarheit-und-Mut-wenn-Umbruch-Alltag-wird-260x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8122\" srcset=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buch_Der-alternde-Sozialstaat-die-schrumpfende-Kirche-und-ich.-Klarheit-und-Mut-wenn-Umbruch-Alltag-wird-260x300.jpg 260w, https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buch_Der-alternde-Sozialstaat-die-schrumpfende-Kirche-und-ich.-Klarheit-und-Mut-wenn-Umbruch-Alltag-wird.jpg 519w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">G\u00f6ttingen, Edition Ruprecht, ISBN 978-3-8469-0409-1 (Print), 978-3-8469-0410-7 (eBook)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Seit der \u201eWende\u201c, der friedlichen Revolution von 1989, schreibe ich regelm\u00e4\u00dfig Tagebuch. F\u00fcr mich begann damals, nach einigen Jahren diakonischer Arbeit, mein Aufbruch in die kirchliche Sozialpolitik auf Landes- und sp\u00e4ter Bundesebene. In diesen Jahrzehnten hatte ich die Chance, unser vielschichtiges Sozialsystem gr\u00fcndlich kennenzulernen. <strong>Immer h\u00e4ufiger stellte sich jedoch das Gef\u00fchl ein, dass das System erstarrt und nicht mehr kritisch reflektiert, sondern allenfalls durch neue gesetzliche Regelungen erg\u00e4nzt wird. <\/strong>Mit dem Start der neuen Regierung im Fr\u00fchjahr dieses Jahres verbanden viele die Hoffnung, dass sich die Erstarrung l\u00f6sen l\u00e4sst, dass die Dinge in Bewegung kommen. Stattdessen erleben wir neue Blockaden \u2013 nur im Blick auf Migration und Arbeitslosigkeit scheint sich etwas zu bewegen. <strong>Zeigt der Umgang mit den Schw\u00e4chsten, wohin es geht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Grundlage f\u00fcr mein neues Buch \u201eDer alternde Sozialstaat, die schrumpfende Kirche und ich\u201c sind die Tagebuchaufzeichnungen zwischen Advent 2021 und Pfingsten 2024 \u2013 einer Phase, in der es, Stichwort Corona, um die <strong>Tragkraft unseres Gesundheitssystems<\/strong> ging. Das Tagebuch zeichnet nach, wie Familien \u00fcberlastet wurden, zumal solche mit Pflegebed\u00fcrftigen und kleinen Kindern, auch weil Politik die Bedeutung sozialer Infrastruktur untersch\u00e4tzte. Der <strong>Backlash<\/strong>, der in dieser Zeit begann, betrifft in erster Linie Frauen, aber auch \u00c4ltere, die nun vor allem als Belastung f\u00fcr Renten- und Pflegeversicherung gesehen werden. Damit werden enorme Chancen vertan \u2013 nicht zuletzt was den gesellschaftlichen Beitrag der Boomer:innen und die Bedeutung des freiwilligen Engagements angeht. Um die aktuellen Debatten sichtbar zu machen, wurden im Buch Erfahrungen aus dem letzten Jahr hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Die genannten Fragen ber\u00fchren auch die Entwicklung der <strong>Kirche, deren gesellschaftliche Potenziale in meinen Augen noch lange nicht ausgesch\u00f6pft sind<\/strong>. Ja, die Kirche schrumpft. Sie muss den Umgang mit schwindenden Einnahmen, zu teuer werdenden Immobilien und Fachkr\u00e4ftemangel managen. Zugleich aber entstehen neue Chancen und Kooperationen im Gemeinwesen. In den Nachbarschaftsr\u00e4umen r\u00fccken Kirche und Diakonie zusammen, Ehrenamtliche werden pers\u00f6nlich und strukturell gest\u00e4rkt, Kirchen werden neu genutzt, \u00fcberall entstehen Teams aus Pfarrpersonen, Gemeindep\u00e4dagog*innen und anderen kirchlichen oder sozialen Berufsgruppen. <strong>Aufbruch wird sp\u00fcrbar:<\/strong> bei Angeboten f\u00fcr Kinder und Familien oder in den Sorgenden Gemeinschaften rund um die Pflege \u2013 in Arbeitsfeldern, die nach sozialpolitischen Ver\u00e4nderungen geradezu schreien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Die Transformation von Kirche und Sozialstaat erlebe ich auch auf dem Hintergrund eigener Ver\u00e4nderungen, denn das Tagebuch handelt von den Jahren rund um meinen siebzigsten Geburtstag.<\/strong> Wie die Altersbilder sich wandeln, wie wir gesellschaftlich umgehen mit Alter und Verwundbarkeit, aber auch mit Ver\u00e4nderungsprozessen und Krisen wie der Flut an der Ahr oder dem Krieg in der Ukraine, das geht mich auch ganz pers\u00f6nlich an. Welch gro\u00dfe Rolle es spielt, in den politischen Debatten die pers\u00f6nlichen Erfahrungen mitzudenken \u2013 ohne jedoch alles an den eigenen Interessen zu messen \u2013, das ist an den Gespr\u00e4chen zu sp\u00fcren, die h\u00e4ufig nach meinen Vortr\u00e4gen oder Workshops zu diesem Thema entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Wie es weitergeht mit Sozialstaat und Kirche, ist offen. Nur im Streit werden die M\u00f6glichkeiten erkennbar. So ist dieses Buch auch kein sozialpolitisches Programm, keine neue Vision von Kirche. Stattdessen gehe ich einzelnen Fragen nach, setze verschiedene Aspekte zusammen wie in einem Puzzle. Aber vielleicht ist das die Art, wie wir mitten im Umbruch \u00fcber die n\u00e4chsten Schritte nachdenken k\u00f6nnen. <strong>Meine Hoffnung ist, dass diese ebenso politisch-gesellschaftlichen wie pers\u00f6nlichen Aufzeichnungen helfen,&nbsp;anstehende Entscheidungen zugleich reflektierter und couragierter zu treffen \u2013 f\u00fcr politisch Aktive, f\u00fcr Engagierte in den Gemeinden, f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner, die sich auf die dritte Lebensphase vorbereiten und mehr als andere ahnen, wie Freiheit und Verbundenheit zusammengeh\u00f6ren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Das Buch beginnt im Advent. Und ja, genau aus seiner Perspektive des R\u00fcckblicks heraus ist es ein Buch des Aufbruchs!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Ihr neues Buch finde ich in seiner pers\u00f6nlichen Reflexion sowie Analyse von Kirche und Gesellschaft in Deutschland herausfordernd und gleichzeitig menschlich ermutigend. Sie malen ein buntes Bild, das die Spannungsfelder aufzeigt und m.E. auch f\u00fcr Demokratie &#8222;wirbt&#8220;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre &#8222;Zweisprachig-keit&#8220; , kirchlich\/theologisch und gleichzeitig gesellschaftlich\/diakonisch, ist mir f\u00fcr meine Orientierung sehr wertvoll, weil sie von Ihrer Biographie unterzeichnet ist\u00a0<br>Diana von Eynern\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6ttingen, Edition Ruprecht, ISBN 978-3-8469-0409-1 (Print), 978-3-8469-0410-7 (eBook) Seit der \u201eWende\u201c, der friedlichen Revolution von 1989, schreibe ich regelm\u00e4\u00dfig Tagebuch&#8230;. <a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=8124\">read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":394,"menu_order":10,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8124","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8124"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8124"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8343,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8124\/revisions\/8343"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/394"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}