{"id":6039,"date":"2021-05-04T10:42:40","date_gmt":"2021-05-04T08:42:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=6039"},"modified":"2026-03-20T15:28:14","modified_gmt":"2026-03-20T14:28:14","slug":"zerbrechlich-endlich-souveraen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=6039","title":{"rendered":"Zerbrechlich. Endlich. Souver\u00e4n"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Cornelia Coenen-Marx: Altern in einer digitalen Welt\" width=\"750\" height=\"422\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/cSR8Gvlyl8M?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>1.<\/strong> <strong>Die Welt in meinem Wohnzimmer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>1. <strong>Mein wachsendes Netzwerk &nbsp;<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Selten habe ich an so vielen Konferenzen teilgenommen wie gerade jetzt. Corona bringt die Welt in mein Wohnzimmer. Um nach Hannover zu fahren \u2013 ins Theater, zum Bahnhof, brauche ich 40 Minuten \u2013 diese Zeit f\u00e4llt nun flach. Auch die Zeiten, die ich im Zug verbracht habe \u2013 zum Arbeiten und Nachdenken- fallen flach. Kolleginnen und Kollegen, die noch voll im Beruf sind, erz\u00e4hlen, dass eine Zoom-Konferenz die n\u00e4chste jagt. Rasender Stillstand<\/p>\n\n\n\n<p>Ich genie\u00dfe es durchaus, bei Zoomkonferenzen Teilnehmenden aus ganz Deutschland zu begegnen- weil eben niemand eine lange Anreise hat. Bei meinem Projekt \u201e <strong>Oma trotzt Corona\u201c im vergangen Sommer habe ich es zuerst wahrgenommen:&nbsp; Die Teilnehmerinnen waren zwischen Mitte 40 und Anfang 90 und kamen von \u00fcberall her. Fachliche und regionale Netze verkn\u00fcpften sich schnell. Und \u00fcber ganz kurze Zeit entstanden neue Kontakte <\/strong>\u2013 Menschen, denen ich anderswo wieder begegnete. Im analogen Raum dauern solche Prozesse wesentlich l\u00e4nger. Ein gro\u00dfes Gl\u00fcck. Und sage niemand, dass man sich auf diese Weise nicht kennenlernen k\u00f6nnte \u2013 ich fand das schon im Blick auf die sozialen Netzwerke falsch. Ich kenne eine Reihe Menschen, mit denen ich zuerst auf Facebook verbunden war. \u2026 Und inzwischen habe ich Coachees, die ich Face-to-Face noch nie gesehen habe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die digitale Welt hat unsere M\u00f6glichkeit, Beziehungen zu gestalten, noch einmal enorm ausgeweitet. Die Zahl der Kontakte ist exponentiell gewachsen, die Wahlm\u00f6glichkeiten gr\u00f6\u00dfer geworden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>2. <strong>Life-Long-Learning<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Im Netzwerk \u201eOma trotz Corona\u201c war das Digitale durchaus ein Thema. Nicht nur, dass wir die Viertelstunde vor Beginn genutzt haben, einander zu helfen, sondern auch im Blick auf die digitalen M\u00f6glichkeiten und Kompetenzen der \u00c4lteren, die sich gerade im letzten Fr\u00fchjahr von allen anderen Kontakten ausgeschlossen f\u00fchlten. Keine Enkel, keine Ehren\u00e4mter, keine Gottesdienste und Gemeindegruppen. Besonders schlimm ging es den Bewohnerinnen und Bewohnern der Pflegeeinrichtungen. Dort fehlten nicht nur die Besuche von Angeh\u00f6rigen, sondern auch die von Betreuern und ehrenamtlichen Begleiter*innen. Da war es eine Errungenschaft, wenn es hier oder da ein\/zwei Tabletts auf der Station gab.&nbsp; Oder wenn der Pflegedienst den Kunden ein Tablett zur Verf\u00fcgung stellte. Die Digitalisierung der Schulen war jetzt oft Thema, auch die der Gesundheits\u00e4mter. \u00dcber die Heime hat kaum jemand gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei kenne ich eine ganze Reihe Hochaltrige, die gro\u00dfe Freude an ihrem Tablet haben. Meine 91-j\u00e4hrige Tante nutzt es als Fotoalbum, zum Austausch mit der Enkelgeneration, als Sammlung ihrer Kochrezepte und inzwischen auch zum Online-Banking, denn im Dorf wurden die Bankautomaten abgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Denen, die beim Erkunden des Smartphones kaum noch mitkommen, helfen Alexa oder Siri, der Sprachcomputer. Da kann man \u00fcbrigens inzwischen auch kirchliche Andachten oder das Vater-Unser- abrufen.&nbsp; <strong>Immer leichter zu bedienen, immer schwerer zu durchschauen, ver\u00e4ndert es unseren Lebensstil. Wie zuvor schon andere Medien. Um 50 Millionen Nutzerinnen und Nutzer zu erreichen, hat das Radio 38 Jahre gebraucht, das Fernsehen 13 Jahre, das Internet 4 Jahre und Facebook 3,5 Jahre.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als ich mit 38 meinen F\u00fchrerschein machte, sch\u00e4mte ich mich, so sp\u00e4t dran zu sein- w\u00e4hrend heute meine Nichten und Neffen mit Mitte 20 zum Teil keinen F\u00fchrerschein haben. Und wir neulich in einer Gruppe \u00fcberlegten, wie wir in 10 Jahren wohnen wollen, tr\u00e4umte ich noch davon in die Innenstadt zu ziehen \u2013 w\u00e4hrend eine Freundin vom selbstfahrenden Auto sprach. Life-Long-Learning hei\u00dft f\u00fcr mich: wahrnehmen, wie schnell sich die Wirklichkeit \u00e4ndert \u2013 wissen, was der Preis ist &#8211; und mitgehen, soweit ich das kann und will.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>3. <strong>Zwischen den Generationen<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Digitalisierung der \u00e4lteren Generationen spielen die Familien eine gro\u00dfe Rolle. <strong>Es ist meist die Enkelgeneration, die den \u00c4lteren hilft, sich eine neue Technik anzueignen<\/strong>. Sie geben ihr altes Tablet weiter oder richten das neue Smartphone ein.&nbsp; Und entdecken auf diese Weise selbst, wie bereichernd es sein kann, mit Oma zu chatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einer <strong>Online-Fachveranstaltung der DAEA<\/strong> im Januar unter dem Titel \u201e Bildung und Corona\u201c haben wir das als Teilnehmende aus drei Generationen erlebt: Neben mir als junge Alte waren Frau Vieweg, eine selbst\u00e4ndige Filmemacherin mit zwei kleinen Kindern und zwei Sch\u00fclerinnen von 12 und 14 Jahren dabei. <strong>Der Austausch war intensiv und beleuchtete Corona aus der Perspektive derer, die weder systemrelevant noch unmittelbar produktiv sind: Jugendliche, Alter, K\u00fcnstler*innen. Am Ende hatten wir alle das Gef\u00fchl, es m\u00fcsste l\u00e4ngst solche Plattformen geben, auf denen ein Austausch zwischen den Generationen stattfindet- und das Web w\u00e4re<\/strong> <strong>daf\u00fcr ein guter Ort<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin haben sich in einer ganzen Reihe von Seniorennetzwerken und Kirchengemeinden Lern-Partnerschaften von Senioren und jungen Leuten gebildet. <strong>Bei einer kleinen Umfrage im Frankfurter Raum gaben immerhin 60 Prozent&nbsp; der \u00dcber-60-j\u00e4hrigen an, dass sie mehr mit Computer und Smartphone besch\u00e4ftigt waren als zuvor. Vor allem Menschen mit Mobilit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen haben von den neuen Angeboten profitiert<\/strong>; sie f\u00fchlen sich selbstverst\u00e4ndlicher zugeh\u00f6rig zur Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Netzwerk \u201eWir sind Haan\u201c hat zusammen mit der Universit\u00e4t Vechta das Projekt \u201eLern-T\u00fcte \u2013 Digital Tandem\u201c auf die Beine gestellt-<\/strong> Versandt wird eine Papiertragetasche mit auf die Zielgruppe zugeschnittenen Unterrichtsmaterialien. Dann werden \u201eTandem\u201c gebildet: ein Senior oder eine Seniorin aus Haan bekommt jeweils einen Studierenden der Universit\u00e4t Vechta als pers\u00f6nlichen Ansprechpartner zugeteilt. \u201eDie Studierenden sind hochmotiviert, weil sie f\u00fcr die Teilnahme am Projekt eine Ehrenamtsbescheinigung bekommen, die wiederum f\u00fcr den Studienabschluss erforderlich ist\u201c. <strong>Die Dinge, die besprochen werden sollen<\/strong><strong>, so z.B. Emails, WhatsApp, ZOOM, usw., bestimmen die Senioren und die jungen Menschen \u2013 Studentinnen und Studenten &#8211; stellen sich darauf ein und helfen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Daneben stehen Initiativen wie Internet-Initiativen wie silver-tipps.de, aber auch engagierte \u00c4ltere, die Angebote als Selbst\u00e4ndige machen. Wie <strong>Charlotte Dieter-Ridder, die Netz-Omi. Ganz \u00e4hnlich wie bei Elke Schilling von Silbernetz geht es ihr darum, Altersgenossinnen fit zu machen.<\/strong> Elke Schilling, die wie jede zweite Seniorin allein lebt, kennt die Gefahren der Einsamkeit und hat deswegen einen Telefondienst aufgebaut, der gerade in der Krise bundesweit boomt. Charlotte Dieter Ridder hat beruflich breite Informatik-Kenntnisse erworben und will denen den R\u00fccken st\u00e4rken, die noch einmal neu beginnen in dem Neuland, von dem die Bundeskanzlerin einst sprach. Als ich mit ihr vor einiger Zeit telefonierte, meinte sie, die Kirchengemeinden m\u00fcssten doch die besten Ansprechpartner daf\u00fcr sein \u2013 schlie\u00dflich g\u00e4be es fast \u00fcberall Seniorenkreise.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir gef\u00e4llt diese Haltung: <strong>die Dinge selbst in die Hand nehmen. Wissen, dass ich anders lerne, wenn ich \u00e4lter bin \u2013 und mich deshalb nicht d\u00fcmmer f\u00fchlen<\/strong>. Tats\u00e4chlich geht es nicht nur um technische Tools- vielmehr geht es auch um die Erfahrungen, die ich fr\u00fcher mit Technik gemacht habe. Der Coach, der mit mir schaut, was ich mitnehmen kann und was ich zur\u00fccklasse, ist am besten. Und oft sind das Gleichaltrige.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>4.<strong>&nbsp;Ehrenamt im Wandel<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Keine Frage: Die Digitalisierung ver\u00e4ndert auch das Ehrenamt<\/strong>. Nicht nur bei den&nbsp; Schulungen f\u00fcr \u00c4ltere. Oder bei den Besuchsdiensten, den Hospizhelfern, den Mitarbeitenden an den Tafeln. <strong>In den letzten 20 Jahren ist das Ehrenamt projektf\u00f6rmiger geworden, zielorientierter und selbstbestimmter. In der Fl\u00fcchtlingskrise hat sich gezeigt, dass ein wachsender Teil der Projekte von den Engagierten selbst organisiert wurd<\/strong>e. Organisationen treten in den Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele der \u00e4lteren Ehrenamtlichen konnten im letzten Jahr wegen der Ansteckungsgefahr gar nicht t\u00e4tig sein. Manche haben sich inzwischen entschlossen, aus Altersgr\u00fcnden aufzuh\u00f6ren. Zugleich aber werden neue Ehren\u00e4mter entwickelt: Ausbildungsmentor*innen und Sprachhelfer*innen haben ihre Angebote auf digitale Programme umgestellt. Auch dabei geht es nicht nur um Technik. Die Netzwerke der Engagierten funktionieren heute eher als Netzwerk und sie werden selbstbestimmt. Eine gro\u00dfe Chance auch f\u00fcr \u00c4ltere, die ihre Erfahrung einbringen und anderen etwas zur\u00fcckgeben wollen.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>5. <strong>Gemeinde, Seelsorge und Gottesdienst<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Aber auch Seelsorge und Gottesdienste haben Konjunktur in der Corona-Krise- ganz anders als erwartet. K\u00fcrzlich fand eine <strong>Umfrage unter Seelsorgenden im deutschsprachigen Raum mit insgesamt 6500 Seelsorgepersonen statt. www.contoc.org. <\/strong>Einer der Initiatoren, Thomas Schlag, kam zu dem Ergebnis, <strong>von<\/strong><strong> einem stillen Kirchenr\u00fcckzug aus den gesellschaftlichen Zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nne keine Rede sein. Oft sei es gerade umgekehrt. <\/strong>&nbsp;<strong>Gemeindemitgliede<\/strong>r, die l\u00e4nger nicht im Gottesdienst ihrer Heimatkirche waren \u2013 und daf\u00fcr kann es viele Gr\u00fcnde geben- <strong>haben jetzt die Chance, einfach mal reinzuschauen, aus der Halbdistanz, vom heimischen Fr\u00fchst\u00fcckstisch aus<\/strong>. Viele ziehen diese Gottesdienste vor Ort den gro\u00dfen Fernsehgottesdiensten vor: sie sind vielleicht nicht so professionell, aber gut geerdet. So gibt es jetzt Menschen in den Altenhilfeeinrichtungen, die endlich wieder einmal an einem ganz normalen Gottesdienst teilnehmen k\u00f6nnen- wenn denn ein Tablet vorhanden ist. Und vielleicht sogar Abendmahl feiern mit Brot und Wein am Wohnzimmertisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Gruppen und Gespr\u00e4chskreise finden jetzt als Telefonkonferenz oder per Zoom statt und auch die Seelsorge ist ans Telefon oder ins Internet gewandert. Telefonseelsorge gibt es seit Jahrzehnten, Chatseelsorge seit einigen Jahren \u2013 aber was einmal ein zentrales Zusatzangebot war, r\u00fcckt nun ganz selbstverst\u00e4ndlich an uns heran.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dar\u00fcber hinaus gibt es auch ganz neue Angebote wie \u201eLook up im Lock down\u201c \u2013 eine&nbsp; Minutenandacht auf WhatsApp.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>2. Resonanz : Raum und Zeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf den ersten Blick kann das&nbsp; Internet&nbsp; Raum und Zeit \u00fcberwinden: in unseren Veranstaltungen kommen Menschen aus ganz Deutschland zusammen<\/strong>. Gottesdienste werden auch ins Ausland \u00fcbertragen. \u00d6kumene wird f\u00fcr jede von uns Wirklichkeit \u2013 nicht mehr nur f\u00fcr eine kleine Funktionsgruppe. <strong>Und was wir miteinander erleben, bleibt auf YouTube, um es sp\u00e4ter noch einmal zu sehen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ja, auch Facebook und Twitter k\u00f6nnen. \u201eCommunity Building \u201c Und auf Twitter gibt es regelm\u00e4\u00dfige Gebetstreffen. Bei Nebenan.de kann ich Austausch in der Nachbarschaft organisieren<\/strong>&#8211; und die Plattform boomt. Und auch politische Bewegungen wie \u201eOmas gegen rechts\u201c, die eigentlich die Stra\u00dfe brauchen, leben dank des Internets weitere. <strong>Trotzdem: nicht alle \u00c4lteren, denen Schulungen angeboten wurden, hatten Lust aufs Internet. Manchen hat es gerade jetzt gut getan, zu g\u00e4rtnern oder Musik zu machen. Sinnliche Erfahrungen. Darum geht es ja auch im Gottesdienst<\/strong> \u2013 darum diskutieren wir so leidenschaftlich \u00fcber das Abendmahl, die Taufe und den Segen. Und viele Gemeinden haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass Eltern oder Paten segnen- bei der Taufe und auch bei der Konfirmation. Ber\u00fchrung l\u00e4sst sich nicht simulieren- allenfalls Musik geht uns noch unter die Haut. Wie wichtig die Face-to-Face-Begegnungen sind- und sei es bei Gespr\u00e4chen von Balkon zu Balkon- ist immer wieder Thema.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gerade jetzt, w\u00e4hrend wir uns die Welt ins Wohnzimmer holen, sp\u00fcren wir, wie sehr uns dieser Raum physisch einengt. Viele f\u00fchlen sich regelrecht eingesperrt<\/strong>. Wir sp\u00fcren Kopf und R\u00fccken- und irgendwie scheint es nicht zu gen\u00fcgen, nur die Gesichter zu sehen, die wir selbst aufrufen. Keine fremden Gesichter, keine Zufallsbegegnungen, keine anderen Ger\u00fcche\u2026 Aber genauso wie es gut tut, den Horizont zu weiten, brauchen wir es, uns zu <strong>verorten. Wir sind eben Mensch mit Leib und Seele. Mit Hunger, Herzschlag, Lebensdurst<\/strong>. Es ist sicher kein Zufall, dass das Spazierengehen gerade jetzt so ein gro\u00dfes Thema geworden ist. <strong>Menschen sind keine Geistwesen, sie sind aus Erde gemacht und leben nicht aus sich selbst, sondern aus dem Sch\u00f6pferatem Gottes, sagt die Sch\u00f6pfungsgeschichte<\/strong>. Das ernst zu nehmen, bedeutet, uns selbst eben auch als begrenztes, endliches und zerbrechliches Wesen zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>3. Das digitale Dorf, Smart Homes und die Pflege<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.1. Smart Homes und Selbstbestimmung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Selbstbestimmung bleibt auch im Alter wichtig. Immerhin 43 Prozent der \u00c4lteren leben heute allein. Pflegeroboter oder Pflegeheim? Wie w\u00fcrden Sie entscheiden, wenn Sie die Wahl h\u00e4tten? In einer Befragung des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung zeigte sich:&nbsp; <strong>83 Prozent von rund 1000 Befragten k\u00f6nnen sich vorstellen, einen Service-Roboter zu nutzen, wenn sie dadurch im Alter l\u00e4nger zu Hause leben k\u00f6nnten<\/strong>. \u201e Ich will leben und sterben, wo ich zu Hause bin\u201c: Klaus D\u00f6rners politische Forderung ist l\u00e4ngst allgemeine \u00dcberzeugung; schlie\u00dflich ist das Zuhause der einzige Ort, wo wir unsere Tagesgestaltung selbst in der Hand haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Smart homes k\u00f6nnen dabei helfen. Licht- und Heizungssteuerung, elektronischer Rollladen, Bewegungs- und Wassermelder k\u00f6nnen enorm hilfreich sein, wenn die Mobilit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt ist. <strong>Eine Elektronikfirma wirbt mit dem Slogan \u201e Das Zuhause, das sich k\u00fcmmert.\u201c<\/strong> Und der Roboterassistent Care-O-bot, der am Fraunhoferinstitut entwickelt wurde, kann wie eine Haushaltshilfe einzelne Alltagst\u00e4tigkeiten \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hausnotrufsysteme sind l\u00e4ngst selbstverst\u00e4ndlich. Und Telefonketten, auch per Skype, werden an vielen Stellen erprobt. Vernetzte Kameras allerdings, mit denen man wie mit Babyphone beobachten kann, was im Haus vorgeht, erinnern mich an den \u201eCircle\u201c, den Roman aus dem Silicon Valley, in dem eine Mitarbeiterin ein System testet, das die Gesundheit ihrer Eltern kontrolliert \u2013 und ihnen damit jede Privatsph\u00e4re&nbsp; raubt. <strong>Wo ist der Umschlagpunkt, der den Wunsch nach Autonomie in Kontrolle verkehrt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.2. Caring Communities und digitale D\u00f6rfer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201e Das Zuhause, das sich k\u00fcmmert\u201c trifft eine Sehnsucht. Mit dem Alter w\u00e4chst das Bewusstsein, dass wir aufeinander angewiesen sind. <strong>In der Quartiers- und Nachbarschaftsarbeit hat der \u201eK\u00fcmmerer\u201c Konjunktur.<\/strong> Denn letztlich besteht das Zuhause eben nicht nur aus&nbsp; vier W\u00e4nden; wichtig sind auch die Menschen, die ich kenne, die mich kennen- Nachbarschaftsnetze und \u201eSorgende Gemeinschaften\u201c. Menschen, die nach mir sehen, wenn ich frisch aus dem Krankenhaus entlassen bin. Die schauen, ob der Briefkasten geleert wird. Und fragen, ob sie etwas vom Discounter mitbringen k\u00f6nnen. Im letzten Freiwilligensurvey wurden diese informellen Nachbarschaftsdienste untersucht \u2013 immerhin 25 Prozent k\u00fcmmern sich auf diese Weise. <strong>Sorgende Gemeinschaften sind Netzwerke gegen die Einsamkeit. Projekte zur digitalen Nachbarschaft auf dem Dorf wie <\/strong><a href=\"http:\/\/www.digitale-doerfer.de\"><strong>www.digitale-doerfer.de<\/strong><\/a><strong> oder <\/strong><a href=\"mailto:hw.@dorfdigitl.com\"><strong>hw.@dorfdigitl.com<\/strong><\/a><strong> schaffen Verbindungen f\u00fcr die, die schon f\u00fcrchteten, auf dem Abstellgleis zu sein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In schrumpfenden Regionen, wo die J\u00fcngeren ein \u2013 und auspendeln, die soziale Infrastruktur schwindet und kaum noch Haus\u00e4rzte zu finden sind, werden die technischen M\u00f6glichkeiten in Medizin und Pflege immer wichtiger. Hier werden alte Modelle neu erprobt: <strong>technisch aufger\u00fcstete&nbsp; \u201eGemeindeschwestern\u201c,&nbsp; elektronisch verbunden mit der Arztpraxis, erm\u00f6glichen eine regelm\u00e4\u00dfige Begleitung der Patienten.<\/strong> Die Akzeptanz dieser Technologien wird mit jeder Generation gr\u00f6\u00dfer-&nbsp; es ist nur ein kleiner Schritt von Skype zur Telemedizin, vom Fitnesstracker zum Smart Home. Damit wird die Aufgabe der Pflege immer anspruchsvoller. Zugleich allerdings ist gerade dieser Bereich unterfinanziert und leidet unter Fachkr\u00e4ftemangel.&nbsp; Wenn wir wollen, dass \u00c4ltere m\u00f6glichst lange in ihrem Umfeld bleiben k\u00f6nnen, dann muss Pflege besser wertgesch\u00e4tzt werden \u2013 vom Tarif bis zur Lebensleistungsrente. <strong>Das niederl\u00e4ndische Pflegemodell der Buurtzorg fasziniert auch deswegen so viele, weil es den Mitarbeitenden zutraut, dank digitaler Unterst\u00fctzung \u00fcber die individuellen Zeittakte und den notwendigen Sorgeaufwand bei ihren Patientinnen und Patienten zu entscheiden<\/strong>. Digitale Systeme k\u00f6nnen aber &nbsp;die unmittelbare, existenzielle Kommunikation nicht ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.3. Pflege ist Kommunikation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Merkw\u00fcrdigerweise sind aber nicht die Pflegeassistenzsysteme, sondern <strong>die sozialen Roboter von Typ Pepper oder Robby die Vorreiter der Bewegung. Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung f\u00f6rdert Pilotprojekte&nbsp; mit fast zehn Millionen Euro<\/strong>. Ein Team aus Wissenschaftlern der Universit\u00e4t Siegen und der Fachhochschule in Kiel hat den Pflegeroboter &#8222;Pepper&#8220; im letzten Jahr versuchsweise f\u00fcr die Betreuung von Senioren programmiert und in den ersten Altenheimen getestet. Emma, die regelm\u00e4\u00dfig Ged\u00e4chtnisspiele treibt, kann&nbsp; die Entwicklung einer Demenz exakt dokumentieren \u2013 eine Aufgabe, die bisher Pflegekr\u00e4fte wahrnehmen. Langfristig soll Emma ans Internet angeschlossen werden, um von dort Software-Updates zu bekommen und in Clouds ihre Daten aufzubewahren. <strong>Wird Emma irgendwann nicht nur Krankheitsverl\u00e4ufe nachzeichnen, sondern auch Diagnosen stellen<\/strong>? Der Deutsche Ethikrat besch\u00e4ftigt sich schon seit einigen Jahren mit den Themen von Big Data und Gesundheit- mit Datensouver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Umfrage f\u00fcr den Digitalverband Bitkom ist eine Mehrheit der Bundesb\u00fcrger von einem k\u00fcnftigen Einsatz von Robotertechnik in der Pflege \u00fcberzeugt<strong>. 57 Prozent der 100O Befragten \u00fcber 18 Jahre rechnen in zehn Jahren mit Roboter-Unterst\u00fctzung f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte bei schweren Arbeiten. Skeptischer bewerten die Befragten Service-Roboter, die etwa Essen zubereiten und servieren \u2013 aber noch 45 Prozent halten dies f\u00fcr wahrscheinlich. Vom Einsatz von &#8222;Kuschel-Robotern&#8220;, die sich mit den Pflegebed\u00fcrftigen unterhalten k\u00f6nnen und Emotionen zeigen, sind dagegen nur 28 Prozent \u00fcberzeugt.<\/strong> Da sp\u00fcren sie ein Defizit \u2013 vielleicht mehr als sie es wissen. Tats\u00e4chlich passt sich n\u00e4mlich der Herzschlag eines Kindes, ja, der eines Tiers dem unseren an, wenn wir lange eng zusammen liegen. Bei der kuscheligen Robbe ist das nicht so. Das zeigt eindr\u00fccklich, wie wichtig eine Diskussion \u00fcber ethische Werte ist \u2013 schlie\u00dflich kommt eine derartige Technologie dem Menschen besonders nahe. \u201eWer erlebt hat, wie positiv alte Menschen mit Demenz auf eine ihnen angenehme Ber\u00fchrung reagieren, kommt im Traum nicht auf die Idee, f\u00fcr die K\u00f6rperpflege \u2026Roboter einsetzen zu wollen\u201c, schreibt Adelheid v. St\u00f6ssel. <strong>Wir k\u00f6nnen existenzielle Kommunikation und&nbsp; menschliche Beziehungen nicht an technische Systeme externalisieren wie die Ortskenntnis an den Navi oder den Kalender ans Smartphone, ohne selbst zu verarmen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>4. Verletzlich. Endlich. Souver\u00e4n<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>4.1. Sterben in Pandemiezeiten und Trauer im Netz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf Facebook wird zurzeit gesammelt f\u00fcr einen <strong>Telefonnotruf f\u00fcr Sterbenskranke. Eine Reaktion auf das einsame Sterben in der Pandem<\/strong>ie. Es scheint ja so, als h\u00e4tten wir alles vergessen, was wir von der Hospizbewegung gelernt haben. Und auch das hat mit ganz basalen, k\u00f6rperlichen Erfahrungen zu tun. Eine Hand halten, die F\u00fc\u00dfe massieren, D\u00fcfte und \u00d6le verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In der Vorstellung, dass so etwas auf mich zuk\u00e4me, war ich mir trotzdem sehr sicher, dass ich wenigstens mein Smartphone und mein Tablett bei mir h\u00e4tte, um mich mit meinen Liebsten zu verbinden.<\/strong> Viele Familien haben von solchen Abschiedsszenarien berichtet. <strong>Nat\u00fcrlich ist hier das Netz nur eine Kr\u00fccke \u2013 aber wer damit lebt, wird es vielleicht ganz selbstverst\u00e4ndlich auch in Krankheit und Sterben nutzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und das gilt auch f\u00fcr Bestattungen. Schon seit einigen Jahren bieten Bestatter auch Streamings der Trauerfeier an- f\u00fcr Verwandte im Ausland zum Beispiel. Das hat nun in der Pandemie enorm zugenommen. Und auch die virtuellen Friedh\u00f6fe werden mehr genutzt.<\/strong> Gelegentlich sehe ich Traueranzeigen in der Zeitung&nbsp; &#8211; mit einem QR-Code zum virtuellen Grab, wo ich eine Kerze anz\u00fcnden oder Blumen hinterlegen kann. &nbsp;Eine solche Seite findet man nun auch bei der Bayerischen Landeskirche und auf der EKD-Website: <a href=\"http:\/\/www.gedenkenswert.de\">www.gedenkenswert.de<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4.2. &nbsp;Endlich leben lernen. Warum ist die Kirche ein wichtiger Akteur?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zerbrechlich. Endlich. Souver\u00e4n habe ich diesen Impuls \u00fcberschrieben. Mir geht es darum, eine neue Art von Souver\u00e4nit\u00e4t zu entwickeln \u2013 und ich glaube, dass gerade wir \u00c4lteren dabei in besonderer Weise gefragt sind. Denn einerseits ist die Digitalisierung eine Riesenchance \u2013 ich kann mir die Welt ins Wohnzimmer holen, l\u00e4nger in meinem privaten Wohnumfeld bleiben, mich auch in meinem Dorf vernetzen. Andererseits steckt darin auch eine gro\u00dfe Verf\u00fchrung: manchmal vergesse ich, wie sehr ich auf andere angewiesen bin und welches Gl\u00fcck es ist, einem Menschen unmittelbar zu begegnen. Wie begrenzt meine Ressourcen sind. Dass ich endlich bin.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer digitale Habitus lautet: Alles muss sofort verf\u00fcgbar sein\u201c, schreibt der Berliner Philosoph Byung-Chul Han. <strong>Sinn und Zweck der digitalen Ordnung ist die totale Verf\u00fcgbarmachung. \u201e Ihr fehlt die Langsamkeit der z\u00f6gernden Scheu vor dem Unmachbaren\u201c. Dagegen ist das Geheimnis wesentlich f\u00fcr die terrane Ordnung.<\/strong> Transparenz hei\u00dft hingegen die Losung der digitalen Ordnung. Sie beseitigt jede Verborgenheit. Verf\u00fcgbarkeit, schreibt Han, l\u00e4sst sich nur konsumieren- sie l\u00e4sst kein Verweilen zu, kein Warten, keine Geduld. Das Verf\u00fcgbare duftet nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bewusst mit meiner Endlichkeit und Vulnerabilit\u00e4t leben- und mich an all den M\u00f6glichkeiten freuen, die Zeit und Raum \u00fcberschreiten. Mich selbst immer wieder neu als Gesch\u00f6pf begreifen, als&nbsp; einzigartige Person mit eigenen Rechten und&nbsp; zugleich als Teil einer Gemeinschaft<\/strong>. Das entspricht dem christlichen Menschenbild. Es geh\u00f6rt zu den Grundwahrheiten der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und deshalb sind die neuen Techniken gerade f\u00fcr Kirche eine gro\u00dfe Herausforderung. Wie nutzen wir die Digitalisierung, um Gemeinschaft zu gestalten, zu leben?<\/strong> Gemeindebriefe seien gut, meint Volker Jung. Aber f\u00fcr die aktive Kommunikation sei das zu wenig Es m\u00fcsste m\u00f6glich sein, die Kirchenmitglieder, die das wollen, digital zu erreichen- und selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcssten Informationen \u00fcber die Gemeinden und ihre Angebote, ja auch \u00fcber ihre Botschaft auch \u00fcber Sprachassistenten verf\u00fcgbar sein. Gruppenarbeit und Gottesdienste, Telefon- und Videoketten und nat\u00fcrlich auch die Seelsorge m\u00fcssen sich darauf einstellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn jetzt manche sagen:&nbsp; F\u00fcr die Alten haben wir ja das gute alte Telefon, dann ist das nicht nur eine falsche Einsch\u00e4tzung gerade der jungen Alten, sondern auch gef\u00e4hrlich.<\/strong> Zu oft werden gerade die \u00c4lteren auf \u00fcberholte Altersbilder festlegt. <strong>Vielleicht ist es so, dass sich gerade in den Gemeinden diejenigen sammeln, die unmittelbare Kontakte suchen \u2013 beim Mittagstisch, in Gespr\u00e4chsgruppen. Jetzt aber, wo das nicht m\u00f6glich ist, sind sie umso mehr auf Alternativen angewiesen. Deshalb ist digitale Bildung eine gro\u00dfe Aufgabe gerade f\u00fcr die Gemeinden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Cornelia Coenen-Marx, 28.4.21<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Die Welt in meinem Wohnzimmer 1. Mein wachsendes Netzwerk &nbsp; Selten habe ich an so vielen Konferenzen teilgenommen wie&#8230; <a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=6039\">read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":482,"menu_order":-80,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6039","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6039"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6039"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6039\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6090,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6039\/revisions\/6090"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}