{"id":470,"date":"2015-02-19T19:31:22","date_gmt":"2015-02-19T19:31:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=470"},"modified":"2015-02-19T19:31:22","modified_gmt":"2015-02-19T19:31:22","slug":"anknuepfung-oder-widerspruch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=470","title":{"rendered":"Ankn\u00fcpfung oder Widerspruch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Diakonische Erfahrungen mit der pluralen Wirklichkeit \u2013 ein Praxisbericht<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Respekt vor dem Leben: Was uns verbindet<\/h2>\n<p>Vor einiger Zeit erschien in der Kaiserswerther Diakonie ein kleines Heft f\u00fcr die Kitteltasche der \u00c4rzte und Schwestern. \u201eLebenswege\u201c \u2013 eine Hilfe zur Segnung Sterbender, zur Aufbahrung Verstorbener, zu Trauern und Gedenken und zum Umgang mit totgeborenen und fr\u00fch verstorbenen Kindern.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Das Heft enth\u00e4lt sehr bewusst neben christlichen Segensritualen, Segensworten und Liedern auch Segensrituale anderer Weltreligionen.<\/p>\n<p>Es werde aber kein \u201eMa\u00dfnahmenkatalog f\u00fcr Andersgl\u00e4ubige und Fremde aufgef\u00fchrt, sondern nur einige ganz weitr\u00e4umige und vorsichtige Hinweise\u201c gegeben, schreibt der Autor, Hans Bartosch. Denn \u201e durch die Vielgestaltigkeit der weltweiten Migrationen und der wachsenden Individualisierung\u201c bleibe eine angemessene individuelle Begleitung das oberste Gebot. Erfahrungen mit solcher Begleitung k\u00f6nnten aber den Horizont der Mitarbeiterschaft erheblich erweitern. Aufgef\u00fchrt sind dann j\u00fcdische, islamische und buddhistische Rituale und deren jeweiliger religi\u00f6ser Hintergrund.<\/p>\n<p>Wer das Heft in die Hand nimmt, sp\u00fcrt eine eigenartige Spannung. Da ist einerseits die starke christliche Tradition der Kaiserswerther Diakonie, auf die immer wieder verwiesen wird. Die Tradition der Kaiserswerther Schwesternschaft, der \u00e4ltesten Diakonissengemeinschaft in Deutschland, die in der Krankenhauskapelle, auf den Friedh\u00f6fen des Diakoniewerks, in den Aussegnungsritualen der Schwesternschaft und in den Palliative-Care- und Hospizgruppen der Mitarbeitenden bis heute sp\u00fcrbar ist und in kreativen Weiterentwicklungen neu aufgebl\u00fcht ist \u2013 im Mosesk\u00f6rbchen f\u00fcr tot geborene Kinder, in der Krankenlade mit Kerze und Kreuz. Diese Tradition bestimmt bis heute die kollektive religi\u00f6se und kulturelle Identit\u00e4t des Krankenhauses. Im Zweifelsfall allerdings werde es richtig sein, lieber diskret mit Symbolen umzugehen, schreibt Bartosch und f\u00e4hrt fort: \u201eDie Kaiserswerther Diakonie versteht ihre christliche Orientierung keinesfalls in einer m\u00f6glichst umfassenden Ausgestaltung jedes Sterbezimmers.\u201c Freiheit, nicht Zwang bestimmt das Heft mit seinen Ritualangeboten. Diese Freiheit ist vielfach erprobt an den Grenzen der kollektiven Identit\u00e4t \u2013 bei Ausgetretenen und Agnostikern, denen das Kreuz im Krankenhauszimmer zur Anfechtung wurde. Dissidenten werden respektiert. Und dieser Respekt vor Andersdenkenden vertr\u00e4gt sich offenbar gut mit dem Respekt vor anderen Religionen, die hier zum Ausdruck kommt. Das gilt jedenfalls, solange die einen wie die anderen in der Minderheit sind, solange individuelle L\u00f6sungen auf dem Hintergrund der kollektiven christlichen Identit\u00e4t des Krankenhauses gefunden werden k\u00f6nnen. So enth\u00e4lt das Heft zwar Hinweise auf Rabbiner und Imame, auf die M\u00f6glichkeit von Waschungen in den R\u00e4umen des Krankenhauses und von muslimischen Bestattungen f\u00fcr totgeborene Kinder auf dem eigenen Friedhof des Werkes, letztlich aber \u00fcberl\u00e4sst es die Initiative den jeweiligen Angeh\u00f6rigen. Von einer offiziellen Zusammenarbeit des Krankenhauses oder der Krankenhausseelsorge mit Geistlichen anderer Religionen ist nicht die Rede.<\/p>\n<p>Christliche Identit\u00e4t und Offenheit f\u00fcr andere gehen hier Hand in Hand \u2013 und auch das passt gut in den Rahmen einer diakonischen Einrichtung, die bis in die 70-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eine lebhafte Orientarbeit mit Krankenh\u00e4usern und Schulen von Istanbul bis Alexandria, von Beirut bis Jerusalem unterhielt, ihre Schwestern mit der Barmer Mission aussandte und ins Paul\u2013 Lechner-Krankenhaus des Deutschen Instituts f\u00fcr \u00c4rztliche Mission schickte. Dank der breiten Erfahrung in anderen, vorwiegend muslimischen, Kontexten ist aus der Offenheit Toleranz entstanden. Die inzwischen alt gewordenen Schwestern hatten am eigenen Leib erfahren, was fremd sein bedeutet, und nahmen sp\u00e4ter Schwestern aus den Philippinen oder der T\u00fcrkei mit Achtung und Liebe bei sich auf. Dabei ging es nicht um Beliebigkeit, wohl aber , bei Achtung der Verschiedenheit, um das Grundgef\u00fchl, dass Respekt vor dem Leben und Respekt vor Gott zusammen geh\u00f6ren, und dass Religion etwas mit einer Deutung unserer menschlichen Existenz zu tun hat, wie sie z.B. Andreas Feldtkeller einf\u00fchrt . Alles; was nach dem allgemeinen Sprachgebrauch als \u201e Religion\u201c bezeichnet wird, bezieht sich in irgend einer Weise darauf, dass wir Menschen unser Da-Sein vorfinden und dass wir dabei bed\u00fcrftig sind nach Deutung und Gestaltung unseres Menschseins\u201c <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Danach hilft Religion Menschen dabei, \u201e ihren Ort im Lebenslauf nicht nur ins Bewusstsein zu bringen, sondern ihn auch zu verleiblichen und zu vergemeinschaftlichen,\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Dazu dienen Riten des \u00dcbergangs, wie sie in \u201e Lebenswege\u201c aufgezeichnet sind. Sie beschreiben das individuelle Leben im Zusammenhang des Ganzen und einer Gemeinschaft, die \u00fcber den Tod hinausf\u00fchrt. \u201e Nach unserem christlichen Verst\u00e4ndnis vertrauen wir darauf, dass alle unsere Verstorbenen nicht einfach weg sind. Wir vertrauen auf einen Weg, den Gott mit ihnen geht, den er mit uns, den Weiterlebenden, und unseren Verstorbenen gemeinsam geht. Dieses Verst\u00e4ndnis teilen wir mit erfreulich vielen, die solches in anderer Religion oder Form leben und ausdr\u00fccken.\u201c <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Grenzerfahrungen und Widerspruch<\/strong><\/h2>\n<p>Bei soviel Ankn\u00fcpfung muss nun auch Raum sein f\u00fcr den Widerspruch. Es sind vor allem zwei Fragen, die mich in diesem Zusammenhang besch\u00e4ftigen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die eine richtet sich sozusagen nach au\u00dfen: Das kleine Heft nimmt nur die Rituale der sogenannten Hochreligionen auf. Was ist aber mit den Sterberitualen der Rosenkreuzer, frage ich mich, wie viel Achtung ist den Zeugen Jehovas im Blick auf Ihre besondere Sorge um das Blut als Sitz der Seele entgegenzubringen? W\u00e4re Raum f\u00fcr einen lateinamerikanischen Kult? Je pluraler unsere Gesellschaft wird, je mehr Migranten in unseren Krankenh\u00e4usern sterben, desto dr\u00e4ngender wird die Frage, ob es Grenzen der Toleranz in einem christlichen Krankenhaus geben kann oder muss und wer diese Grenzen festlegt.<\/li>\n<li>Die andere Frage richtet sich nach innen, auf die christliche Gemeinschaft: Wie viele Sonderwege vertr\u00e4gt die kollektive Identit\u00e4t? Wann l\u00f6st sie sich auf in ein Nebeneinander individueller Lebenswege? Wie kann es in Zukunft in diakonischen Einrichtungen gelingen, in Pluralit\u00e4t und Individualit\u00e4t die gemeinsamen christlichen Grundlagen zu st\u00e4rken, die gemeinsame Kultur fortzuentwickeln \u2013 in Arbeitsgruppen und Arbeitshilfen, in Andachten und im Qualit\u00e4tsmanagement? Wird die Zeit bleiben, das zu tun, w\u00e4hrend die Einrichtungen zugleich unter dem beinahe gnadenlosen Druck der \u00d6konomisierung stehen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Tats\u00e4chlich ist das neue Interesse an diakonischer Identit\u00e4t zu einem Zeitpunkt entstanden, als \u2013 nicht nur in Kaiserswerth \u2013 die letzte Generation der Lebenszeit-Diakonissen in den sogenannten Feierabend ging und damit die Verkn\u00fcpfung von Institution und tragendem Amt fehlte. Allm\u00e4hlich wurde klar, dass neue Mitarbeitergruppen gewonnen werden mussten, die Identit\u00e4t des Unternehmens mit zu pr\u00e4gen \u2013 nun aber nicht mehr normativ, sondern partizipativ, nicht mehr unter Verzicht auf ein eigenes, privates Leben, sondern gerade in der Gestaltung verschiedener Lebensentw\u00fcrfe. Die Grundlage, auf der das geschah, war in den 70er und 80er Jahren gelegt worden, in der Zeit der \u201eFrauen- und Friedensbewegung\u201c, der Psychiatriereform und der \u00d6ffnung der Heime. Gesetzliche Normen in der Sozialhilfe wurden reformiert, neue soziale Berufe entstanden und auch die Pflege gewann an Selbstbewusstsein. Als in Kaiserswerth das neue Krankenhaus eingeweiht wurde \u2013 einer der vielen funktionalen Klinikneubauten der 70er Jahre &#8211; , da zog die letzte Diakonissengeneration die Haube aus und k\u00e4mpfte erfolgreich um ein Tarifgehalt. Gemeinsam mit anderen wollten die Schwestern menschliche Bedingungen am Arbeitsplatz gestalten, ganzheitlich pflegen, M\u00fcttern Zugang zur Kinderstation erm\u00f6glichen, Kindern Erzieherinnen zur Seite stellen \u2013 kurz, Teams gestalten und Lebenszusammenh\u00e4nge erm\u00f6glichen, wo ihre alte Gemeinschaft erodierte. Unter dem Kostendruck der letzten 15 Jahre wichen diese Zielsetzungen allerdings einer gro\u00dfen Ern\u00fcchterung. W\u00e4hrend die medizinischen und technischen M\u00f6glichkeiten weiter wuchsen, mussten Kosten f\u00fcr Mitarbeiter reduziert werden und aus der ganzheitlichen Pflege wurden Pflegemodule. Was ist geblieben von den alten Traditionen der Diakonie? Was macht sie heute aus, wie entwickeln wir sie weiter? So fragten Kunden, Patienten und Angeh\u00f6rige \u2013 und sie meinten den \u201ediakonischen Mehrwert\u201c, die besondere Zuwendung, den Respekt vor Anfang und Ende des Lebens. So fragten Unternehmensleitungen, denen es um das besondere Profil ging. Und nicht zuletzt Mitarbeitende, die Hilfe in ethisch schwierigen Entscheidungen suchten, Orientierung in Zukunftsfragen, Hilfe in Stresssituationen. Auf diesem Hintergrund entstanden neue Einf\u00fchrungskurse und Ethikzirkel, Begr\u00fc\u00dfungs- und Abschiedsgottesdienste und schlie\u00dflich auch ein Heft wie die \u201e Lebenswege\u201c .<\/p>\n<p>Die medizinische Rationalit\u00e4t des Krankenhausbetriebes folgt heute in hohem Ma\u00dfe einer \u00f6konomischen-technischen Logik. Die Normen der Diagnose bezogenen Fallgruppen und durchschnittlichen Heilungsverl\u00e4ufe lassen wenig Raum f\u00fcr Individualit\u00e4t und Beziehung, f\u00fcr Begegnung und Religion. Das gilt in gewisser Weise auch f\u00fcr die Pflegemodule in Altenheimen und ambulanten Pflegediensten. Zugleich gewinnt man den Eindruck, dass Pflegende sich und ihren Beruf in dieser Logik kaum aufgehoben f\u00fchlen \u2013 wo Sinnlichkeit, ganzheitliche Wahrnehmung und menschliche Begegnung fehlen, wo die Pflege sich immer mehr von den Grundgegebenheiten de Daseins entfernt, da geht leicht auch der Respekt vor dem Leben, seinen Grenzen, seiner Sch\u00f6nheit und Verg\u00e4nglichkeit verloren. Der Respekt vor Sch\u00f6pfer und Sch\u00f6pfung. Kein Wunder, dass das Interesse an Spiritualit\u00e4t in der Pflegeforschung steigt, <a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> dass die Nachfrage nach allen Formen des Religi\u00f6sen in diesen Berufsgruppen gro\u00df ist. Und es sind eben nicht nur die Hochreligionen, denen sich die Menschen zuwenden, auch esoterische Zug\u00e4nge sind gefragt und scheinen Wege zu er\u00f6ffnen, die sonst verschlossen bleiben. Wege zu gemeinschaftlicher Erfahrung, zur Wahrnehmung von Jahres- und Lebenszyklen, zu Atem und meditativer Bewegung, Wege zur eigenen Mitte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So zeigte sich in einem diakonischen Unternehmen wie Kaiserswerth \u00fcber Jahre eine bizarre Spannung: W\u00e4hrend die Krankenhausleitung medizinische Forschung und Technik weiter ausbaute und die neuesten M\u00f6glichkeiten der Fruchtbarkeitsbehandlung diskutierte, hatten Elternschule und Fortbildungseinrichtung allerlei Zus\u00e4tzliches von Kinesiologie bis Reiki im Programm. Bei den einen ein Fortschrittsglaube, der jeden ethischen Einspruch des christlichen Tr\u00e4gers als Zumutung empfand, bei den anderen ein Aberglaube, der jede Nachfrage mit der gleichen Vehemenz abwehrte. Der Markt schien beides zuzulassen \u2013 durchaus auch beides nebeneinander. Warum soll nicht, wer es mag, die Chemotherapie durch Reiki erg\u00e4nzen? Selten nur kam es zu ernsthaften Diskussionen zwischen den verschiedenen Protagonisten und ebenso selten gelang es, den christlichen Glauben als eine andere Perspektive ins Spiel zu bringen. Kein Wunder in Zeiten der Individualisierung und der Patchworkidentit\u00e4t, in Zeiten des Gesundheits- und Religionsmarktes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Doppelgesichtigkeit von wissenschaftlicher Medizin als \u00f6ffentlich finanzierter, institutionelle Norm und esoterischer Suche als individueller, privat finanzierter Lebenspraxis in weiten Teilen unseres Gesundheitswesens entspricht, wie Andreas Feldtkeller \u00fcberzeugend darlegt, die Doppelgesichtigkeit der modernen westlichen Kultur mit ihrer religionslosen und ihrer religi\u00f6sen Seite , in die das Christentum jeweils tief hinein verwoben ist <a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>\u2013 mit Schleiermachers Gef\u00fchl der schlechthinnigen Abh\u00e4ngigkeit auf der einen und Bonhoeffers Ansatz eines \u201e religionslosen Christentums\u201c auf der anderen Seite. Tats\u00e4chlich steht Bonhoeffers Perspektive f\u00fcr den Wunsch nach einer vern\u00fcnftigen Gestaltung der Welt in einer Phase religi\u00f6ser Verf\u00fchrung. Heute aber erleben wir die Verf\u00fchrung durch die Machbarkeit ebenso wie das Aufbrechen neuer religi\u00f6ser Sehns\u00fcchte mach existentieller Ganzheitlichkeit in einer post-s\u00e4kularen Wirklichkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Religi\u00f6se Indifferenz, ethische Beliebigkeit und christliche Identit\u00e4t<\/h2>\n<p>Auf diesem Hintergrund scheint es mir wichtig, die Frage nach Identit\u00e4t und Toleranz in der Diakonie neu zu stellen. Und zwar im Gegen\u00fcber zu religi\u00f6ser Indifferenz wie zu ethischer Beliebigkeit. Eine Religi\u00f6sit\u00e4t, die durch keinerlei Aufkl\u00e4rung und Reflexion gegangen ist, kann Einzelnen durchaus als emotionale Erg\u00e4nzung ihres funktionalisierten Alltags dienen. Sie ist aber kein tragf\u00e4higes Ger\u00fcst f\u00fcr eine diakonische Institution wie ein Krankenhaus, in dem Glaube und Wissenschaft ihren angemessenen Platz finden m\u00fcssen. Eine wissenschaftliche Diagnose, die nicht durch ein theologisch begr\u00fcndetes Wertger\u00fcst gehalten wird, kann in Normenkonflikten keinerlei Hilfe bieten. Der christliche Glaube aber, der durch die Krise der Aufkl\u00e4rung und vielf\u00e4ltiger wissenschaftlicher Diskurse immer neu reflektiert wurde, bietet der Institution ein religi\u00f6ses und ethisches Bezugssystem zur Entscheidungsfindung in Konflikten und gibt dem Einzelnen Orientierung und Freiraum zugleich. Damit dies gelingen kann, brauchen diakonische Einrichtungen allerdings Gruppen und Netzwerke von Menschen, die Heimat im christlichen Glauben gefunden haben. Angesichts des schnellen Wechsels von Mitarbeitenden in Krankenh\u00e4usern und Pflegeeinrichtungen \u2013 etwa ein Drittel der Mitarbeiterschaft erneuert sich in jedem Jahr \u2013 bedeutet dies, aktiv mit Bildungs- und Gemeinschaftsangeboten auf neue Mitarbeitende zuzugehen und alle Anstrengungen zu unternehmen, damit der christliche Glaube in der Mitarbeiterschaft wie bei Patienten und Angeh\u00f6rigen auch in Krisen w\u00e4chst. Im Mit-teilen und Weitergeben muss unsere christliche Identit\u00e4t je neu gewonnen und gestaltet werden.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich ist das nicht &#8211; auch nicht in den ehemaligen H\u00e4usern der \u201e Inneren Mission\u201c. Allein in einem Unternehmensleitbild von Gott, Kirche und christlicher N\u00e4chstenliebe zu sprechen, empfinden manche als Verletzung der Toleranz gegen\u00fcber muslimischen Kolleginnen oder Kunden \u2013 vom Glauben an die Auferstehung habe ich noch kaum irgendwo gelesen. Und mit dem Caterer auszuhandeln, dass es freitags ein Fischgericht gibt, scheint manchmal schwieriger, als darauf zu achten, dass Muslimen kein Schweinefleisch zugemutet wird. Aber nicht nur die Selbstaufgabe aus falsch verstandener Toleranz, auch der gesetzliche Umgang mit religi\u00f6sen Angeboten gef\u00e4hrdet die Freiheit des Glaubens: der Gottesdienstzwang f\u00fcr muslimische Kinder in einem christlichen Kindergarten, nur weil die Erzieherinnen sich keine Gedanken um Alternativen machen, der christliche Schulgottesdienst \u201ef\u00fcr alle\u201c mit interreligi\u00f6sem Touch, in denen auch den Muslimen ihr Zeugnis ausgeteilt wird. So wichtig es ist, die eigenen Traditionen weiter zu tragen &#8211; ein gedankenloser Umgang mit Tradition, der die plurale Situation der Sch\u00fcler, Klienten, Mitarbeitenden nicht mitreflektiert, gef\u00e4hrdet am Ende die Tradition selbst. Gerade bei der Neugestaltung diakonischer Kultur wird es darauf ankommen, die Differenz zwischen Glaube und Kultur zu achten, zwischen dem, was Menschen gemeinsam gestalten und was sie \u2013 jeder auf eigene Weise \u2013 vor Gott tun.<\/p>\n<p>Ohne Mission in der Mitarbeiterschaft werden die christlichen Einrichtungen sehr bald ihre besondere Pr\u00e4gung verlieren. Diese Mission wird aber nur gelingen, wenn sie die Freiheit unterschiedlicher Zug\u00e4nge und Lebenswege achtet, f\u00fcr kritische Diskurse offen bleibt, den Zusammenhang von Glauben und Lebensf\u00fchrung im Blick beh\u00e4lt und wenn sie R\u00e4ume anbietet, in denen Lebens- und Glaubensgemeinschaften wachsen k\u00f6nnen, jenes WIR, das die Institution pr\u00e4gt, ihr Profil gibt und ihre Grenzen markiert. Das schlie\u00dft Offenheit f\u00fcr andere und Toleranz nicht aus \u2013 es bedeutet aber, dass Unterschiede etwa im Gottes- und Menschenbild, in den Werthaltungen oder im Umgang mit ethischen Fragen nicht verwischt werden, sondern gerade in den Diskurs gebracht werden. Zum evangelischen Profil einer Einrichtung geh\u00f6rt deshalb die theologische Reflexion des christlichen Glaubens im Gegen\u00fcber zur s\u00e4kularisierten Wissenschaft, zum herrschenden Zeitgeist , aber auch zu anderen Religionen. Ohne religi\u00f6se Bildung kann es keine interkulturelle Kompetenz geben, ohne theologische Reflexion keine Bildung in einer pluralen Gesellschaft mit unterschiedlichen Lebens- und Weltentw\u00fcrfen. Friedrich Schweitzer hat Recht, wenn er in einem Artikel \u00fcber interkulturelle Kompetenz schreibt, dass diakonische Arbeit in einer multireligi\u00f6sen Gesellschaft ohne theologische Kl\u00e4rungen nicht m\u00f6glich ist:<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> \u201e Pluralit\u00e4tsf\u00e4hige Diakonie setzt den Abschied vom Monokulturalismus voraus, nicht aber den Abschied von der Theologie.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong> Institution, Gehorsam und der Geist der Freiheit <\/strong><\/p>\n<p>An dieser Stelle gibt es nach meiner Einsch\u00e4tzung Nachholbedarf. Und das nicht nur, weil die Diakonie als das subsidi\u00e4re Werk der evangelischen Kirche bis in die 70er Jahre hinein mit solcher Selbstverst\u00e4ndlichkeit das kirchliche Milieu bediente, dass Diskussionen um das theologische Profil der Arbeit kaum an die Substanz gingen, sondern vor allem, weil die Werke der Freien Wohlfahrtspflege bereits seit der Weimarer Republik so stark in die staatliche Sozialgesetzgebung eingebunden waren, dass in den entsprechenden Provinzialaussch\u00fcssen der Inneren Mission immer neu um das Verh\u00e4ltnis von theologischer Ethik einerseits und politischer und wirtschaftlicher Handlungslogik andererseits gerungen werden musste. Die damit einhergehenden Versuchungen und die taktische Anpassung vieler diakonischen Einrichtungen an die Gesundheits- und Rassepolitik des Dritten Reiches wurde inzwischen vielfach historisch aufgearbeitet, was Euthanasie und Zwangssterilisationen, Judenmorde und Zwangsarbeit betrifft, doch gibt es nur wenige Arbeiten \u00fcber die Verbindung zwischen Bekennender Kirche und Diakonie in dieser Zeit oder \u00fcber die theologische Ausrichtung der Leitungen. <a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Zu welchen innerem Druck es in den Einrichtungen selbst f\u00fchrte, wenn Mitarbeitende sich eher der Bekennenden Kirche verpflichtet f\u00fchlten, w\u00e4hrend ihre theologischen Leitungen erhebliche Kompromisse f\u00fcr den Erhalt von Pflege- und Arbeitspl\u00e4tzen eingingen , ist bis heute den pers\u00f6nlichen Berichten alter Diakonissen anzumerken.<\/p>\n<p>Das schlimmste daran scheint mir die Indienstnahme theologischen Denkens f\u00fcr wirtschaftliche oder politische Ziele, die Verwirrung der Gewissen und die innere Erosion der Glaubens- und Dienstgemeinschaft, die damit einherging. Das Wirken Friedrich v. Bodelschwinghs in Bethel, der die Bedrohung durch die nationalsozisalistische Wohlfahrts-bzw. \u201e Volksgemeinschafts\u201c-Ideologie sehr bewusst wahrnahm und den Missionsgedanken dagegen setzte, bleibt leider eher eine positive Ausnahme. <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Die theologische Aufarbeitung dieser Situation, die nach 45 einsetzte <a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>, wurde schon bald durch das Wachstum des Sozialstaats wie der freien Wohlfahrtspflege und die Renaissance der Volkskirche \u00fcberholt. Aber selbst der seit Ende der 60er Jahre beginnende Zerfall der fest gef\u00fcgten konfessionellen Milieus \u00e4nderte nichts an dieser theologischen Selbstvergessenheit : mit Beginn der zivilgesellschaftlichen Bewegungen wurde zun\u00e4chst gesellschaftliche Offenheit und Teilhabe wichtiger als die Wiedergewinnung der christlichen Identit\u00e4t in der Diakonie.<\/p>\n<p>Heute wissen wir, das beides kein Gegensatz sein muss. Die Brosch\u00fcre \u201eLebenswege\u201c, die ich zu Beginn vorgestellt habe, \u00fcberzeugt durch Offenheit, Freiheit und Toleranz und zeigt zugleich, wie Menschen sich in der eigenen Tradition neu verwurzeln k\u00f6nnen. Unterschiedliche Wege werden aufgezeigt, aber immer geht es darum, wie Menschen in ihrer Religion Hilfe finden k\u00f6nnen, um Lebenskrisen wahrzunehmen und sich neu zu verorten. Wie selbstverst\u00e4ndlich entstehen dabei Beziehungen zwischen unterschiedlichen Traditionen, religi\u00f6se Verwandtschaft wird sichtbar. Kaum noch jemand wird beim Lesen erkennen, wie lange gerungen wurde, ehe die Brosch\u00fcre entstand \u2013 um das Miteinander, aber auch um die tats\u00e4chlichen Handlungsm\u00f6glichkeiten und Freir\u00e4ume f\u00fcr Hospizarbeit, Aufbahrungsr\u00e4ume und Kindergr\u00e4ber. Die beschriebenen Rituale sind das Ergebnis eines gelungenen Prozesses, der manchen Konflikt riskierte. In anderen Handlungsfeldern war und ist es schwerer, L\u00f6sungen zu finden \u2013 zum Beispiel im Konflikt um Fruchtbarkeitsbehandlung und Pr\u00e4natalmedizin.<\/p>\n<p>Die verbreitete Praxis der Sp\u00e4tabtreibungen bei vermuteten Missbildungen und diagnostizierten Behinderungen stellt eine furchtbare Herausforderung f\u00fcr Tr\u00e4ger wie Mitarbeiterschaft von Krankenh\u00e4usern dar \u2013f\u00fcr \u00c4rzte, Hebammen und Krankenschwestern, f\u00fcr christliche und muslimische Gl\u00e4ubige, f\u00fcr jeden, dem der Respekt vor dem Leben, auch vor dem ungeborenen Leben, heilig ist. Hier zeigt sich wie in einem Brennglas die Konfliktlinie zwischen Sch\u00f6pferglaube und Machbarkeitswahn, die eben nicht entlang der interreligi\u00f6sen Grenzen verl\u00e4uft, sondern diese gerade \u00fcberschreitet. Der Markt kennt keine religi\u00f6sen Autorit\u00e4ten \u2013 nur Kundenorientierung und Service, nur Ehrgeiz und Machbarkeit. Als Schriftautorit\u00e4t gelten ihm allein Vertr\u00e4ge und Gesetze. Wo aber religi\u00f6se Gebote dagegen stehen, sch\u00fctzt unser Staat in christlicher Tradition die Freiheit der Gewissen \u2013 vor allem da, wo es um Leben und Tod, um Abtreibung und Sterbehilfe geht. Je liberaler an dieser hier der Umgang mit den gesetzlichen Grundlagen wird, desto wichtiger erscheint es mir, dass christliche Einrichtungen Orte f\u00fcr eine alternative Praxis bleiben und \u2013 auch im Widerspruch zur Mehrheitsmeinung &#8211; die Gewissen aller Gl\u00e4ubigen sch\u00fctzen. Vielleicht ist es diese Orientierung an der Heiligkeit des Lebens zusammen mit der Offenheit f\u00fcr gesellschaftliche Entwicklungen, die muslimische Klienten, Angeh\u00f6rige und Mitarbeitende heute Heimat suchen l\u00e4sst in christlichen Einrichtungen.<\/p>\n<p>Um solcher Konflikte willen ist es heute n\u00f6tig, die weltanschaulich gebundene Rolle der Diakonie gegen\u00fcber dem Staat wie gegen\u00fcber Mitarbeitern und Klienten neu zu definieren \u2013 und zwar nicht nur aufgrund von festgeschriebenen Normen und Satzungen, sondern auch aus der Glaubensorientierung selbst heraus. Dazu geh\u00f6rt die theologische Reflexion der eigenen Identit\u00e4t im Blick die Gefahren der Vereinnahmung durch politische und gesellschaftliche Ideologien, theologische Bildungsarbeit und eine Gemeinschaft, in der jeder sich mit seinem eigenen Glauben , mit seiner Lebenshaltung einbringen kann. Das schlie\u00dft die Auseinandersetzung mit anderen religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen ebenso ein wie die Zusammenarbeit in der Weltgestaltung, wo es um die Heiligkeit des Lebens und den Respekt vor Gott und den Menschen geht.<\/p>\n<p>\u201e Er ist es wert, denn er hat unser Volk lieb, und die Synagoge hat er uns erbaut\u201c, sagen die J\u00fcnger Jesu, als sie ihn bitten, den Knecht des Hauptmanns von Kapernaum zu heilen. Und tats\u00e4chlich st\u00f6\u00dft Jesus, wie Lukas in Kap. 7 erz\u00e4hlt, auf einen Mann, der seine eigene Erfahrung mit Macht und Ohnmacht, mit Befehl und Gehorsam reflektiert hat und alles von Jesus erwartet: \u201e Sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.\u201c \u201e Solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden\u201c, sagt Jesus \u2013 und macht damit deutlich, dass Gottes Wort, Gottes Liebe und Gottes Geist tats\u00e4chlich Religionen und Kulturen \u00fcberschreitet. Er kn\u00fcpft an an die Offenheit des r\u00f6mischen Hauptmanns f\u00fcr sein Volk , an die Erwartung in die Macht seines Wortes, die Sehnsucht nach Heil und Heilung \u2013 und er macht zugleich im Widerspruch zu seiner eigenen religi\u00f6sen Tradition deutlich, dass die Traditionen und Erfahrungen , an die der Glaube ankn\u00fcpfen kann, nur eine Mittlerrolle spielen. Letztlich kommt es auf Gottes Macht an, der Zerbrochene zu heilen \u2013 das ist die Kraft, die Kulturen und Menschen ver\u00e4ndern kann. Darauf d\u00fcrfen wir vertrauen, wo wir in der Diakonie mit Menschen anderer Religionen zusammen arbeiten. Davon habe ich mich aber auch oft besch\u00e4men lassen m\u00fcssen, wenn Muslime von uns mehr Glauben erwarteten, als wir tats\u00e4chlich lebten; f\u00fcr mich eine Herausforderung, die gr\u00f6\u00dfer ist als die der S\u00e4kularit\u00e4t, m\u00f6glicherweise die entscheidende kulturelle Herausforderung, vor der unser westliches Gesundheits- und Sozialsystem steht. Denn wenn wir nicht mehr an die heilende Kraft und die entscheidende Macht Gottes glauben, wenn die Seele des Sozialen verloren geht, verfallen wir , wie Benedikt XVI zu Recht in seiner Rede beim Weltjugendtag 2006 gesagt hat, einem Aktivismus und einer \u00d6konomisierung, die unsere Sozialkultur zerst\u00f6rt. Die Brosch\u00fcre \u201e Lebenswege\u201c ist ein hilfreiches Beispiel daf\u00fcr, wie Mitarbeitende auf der Suche nach Halt und Mitte die heilenden Kr\u00e4fte in Glaube und Religion wahrgenommen und in den Krankenhausbetrieb zur\u00fcckgetragen haben. In diesem Prozess des Austauschs, auch mit anderen Religionen, wurde die eigene Tradition lebendig \u2013 die Tradition, aus der das christliche Krankenhaus einmal erwachsen war. Vielleicht brauchen wir die Auseinandersetzung mit dem Fremden, um uns an die eigenen Wurzeln zu erinnern. Ich jedenfalls hoffe, dass dies auch an anderen Orten unserer Gesellschaft gelingt und dass die christliche Theologie dabei kritische Begleitung und Ermutigung sein kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Herausgeber: Kaiserswerther Diakonie\/ M.Dargel, 2006<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Andreas Feldtkeller, \u201c Warum denn Religion? Eine Begr\u00fcndung\u201c, G\u00fctersloh 2006.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> a.a.O. S. 12<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Lebenswege, S. 45<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> vgl. zum Beispiel Silvia K\u00e4ppeli: Spiritualit\u00e4t in der Pflege ( vollst\u00e4ndige Angabe folgt<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> a.a.O. S. 33<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Christoph Schneider-Harpprecht \/ Friedrich Schweitzer: \u201eInterkulturelles Lernen in Theologie und Diakoniewissenschaft\u201c in Michael Schibilsky\/ Renate Zitt:\u201c Theologie und Diakonie, G\u00fctersloh 2004<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> z.B. Gustav Freytags Arbeit \u00fcber den Kaiserswerther Verband<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Jasper, \u201e Das Werden der Bethel-Mission\u201c, S. 142: \u201e Das Ringen um das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Mission bietet die erw\u00fcnschte Hilfe zur Wachhaltung und St\u00e4rkung des inneren Lebens. Sie hilft die Gefahr bannen, in eine s\u00e4kularisierte Wohlfahrtsgesinnung zu versinken, die nur die F\u00fcrsorge f\u00fcr den Leib kennt und nicht mehr f\u00fcr die Seele des Menschen sich verantwortlich wei\u00df.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> so z.B. durch Robert Frick in Kaiserswerth, der 1949 aus Bethel in die Leitung der Kaiseswerther Diakonissenanstalt wechselte.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diakonische Erfahrungen mit der pluralen Wirklichkeit \u2013 ein Praxisbericht &nbsp; Respekt vor dem Leben: Was uns verbindet Vor einiger Zeit&#8230; <a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=470\">read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":462,"menu_order":1000,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-470","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/470"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=470"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/470\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":471,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/470\/revisions\/471"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/462"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}