{"id":3835,"date":"2018-05-22T08:38:26","date_gmt":"2018-05-22T08:38:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=3835"},"modified":"2019-01-21T13:15:59","modified_gmt":"2019-01-21T12:15:59","slug":"are-the-churches-prepared-to-take-a-risk","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=3835","title":{"rendered":"\u201eAre the churches prepared to take a risk?\u201d"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sieben Thesen zu den Herausforderungen der Transformation f\u00fcr Theologie und Kirche<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong>Erkenntnis an der Grenze \u2013 die fundamentalen Fragen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Erfahrung der Grenze, die unweigerlich mit der Transformation verbunden ist, treibt die Wissenschaft zu neuen Erkenntnissen, stellt den Wachstumspfad der globalen Wirtschaft in Frage, f\u00fchrt Gesellschaft und Politik ihre Dilemmata vor Augen und l\u00e4sst elementare Fragen der Religion wieder aktuell werden. Wenn wir das Ende vor uns sehen, kehren wir zu den entscheidenden, den fundamentalen Fragen zur\u00fcck. Es geht um Zeitlichkeit und Endlichkeit, um Gerechtigkeit und Verzicht, um die Apokalypse und die Frage, was unsere Hoffnung n\u00e4hren kann. Die Grenze ist religionsproduktiv. Viele sehen ihre Kritik am Anthropozentrismus der monotheistischen Religionen best\u00e4tigt und suchen neue Wege der Spiritualit\u00e4t. F\u00fcr manchen mag die Umweltbewegung Ersatzreligion sein.<\/p>\n<p>Werden \u00fcberhaupt noch Antworten von Theologie und Kirchen erwartet? Und sind die Kirchen in der Lage, diese Antworten nachvollziehbar und glaubw\u00fcrdig zu formulieren, mehr noch, zu leben? L\u00e4ngst werden theologische Fragestellungen au\u00dferhalb der Binnenstruktur der Kirche und in anderen Sprachen verhandelt: in filmischen Dystopien, in Fotoreihen und Symbolaktionen von Umweltverb\u00e4nden und Initiativgruppen. Apokalyptik hat Konjunktur\u00a0\u2013 oft hoffnungslos-dystopisch, manchmal eine letzte Rechtfertigung f\u00fcr Terrorismus und bewaffneten Widerstand. Auch die christliche Apokalyptik schaut auf dem gegenw\u00e4rtigen und drohenden Unheil wie auf das Heil der gesamten Sch\u00f6pfung\u00a0\u2013 dabei bleibt der Mensch verantwortliches Subjekt. Diese Verantwortung des Menschen gilt es neu zu reflektieren, als Freiheit in R\u00fcckbindung an die Sch\u00f6pfung. Wir m\u00fcssen die Beziehung des Menschen zur Erde neu ins Gespr\u00e4ch und ins Gef\u00fchl bringen. Denn das Wohlergehen des Menschen h\u00e4ngt vom Wohlergehen des gesamten Habitats ab. \u201eWir brauchen ein Holoz\u00e4n-\u00e4hnliches Anthropoz\u00e4n\u201c, sagte Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut in Wittenberg, um deutlich zu machen, dass der Mensch daf\u00fcr verantwortlich ist, das \u00dcberleben des Ganzen zu sichern. Denn ein \u201eanthropozentrisches Anthropoz\u00e4n\u201c w\u00e4re wohl allenfalls auf einer k\u00fcnstlichen Weltrauminsel denkbar. Aber wie muss der Mensch aussehen, der hier auf der Erde das neue Leben lebt? Welche Menschheit braucht das? Und welche Wege zur Menschwerdung k\u00f6nnen wir gehen? F\u00fcr Christen stellt sich die Frage so: Wie folgen wir Jesus von Nazareth als inkarniertem Wort Gottes, als dem Sinn also, der schon in der gebrochenen Sch\u00f6pfung erkennbar wird?<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Die Herausforderungen der Transformation fordern auch die Kirchen heraus &#8211; zu einer kritischen Auseinandersetzung \u00fcber ihre gesellschaftliche Relevanz, ihre Bilder, Symbole und Geschichten, aber auch \u00fcber die Ordnungen und Gesetze, die das eigene institutionelle Handeln steuern. Welche Rolle spielt die Sch\u00f6pfungsverantwortung in den Grundordnungen, in der Ausbildung kirchlicher Berufsgruppen, bei Finanzanlagen oder auch in der Auswahl der Perikopen? Es ist wohl unstrittig, dass die Sch\u00f6pfungsverantwortung in die Mitte der christlichen Botschaft geh\u00f6rt. Hier muss ein \u00e4hnlicher Prozess in Gang kommen wie in der Auseinandersetzung mit dem Antijudaismus nach Krieg und Holocaust: von der Exegese bis zum Gottesbild, von der historischen Schuld bis zur Gr\u00fcndung einer Initiative wie Aktion S\u00fchnezeichen und zur Ver\u00e4nderung der Grundordnungen kam ein langer Prozess der Umkehr und des Umsteuerns in Gang, in dem zun\u00e4chst die historischen Erfahrungen eine theologische Selbstkritik in Gang setzten, ehe dann umgekehrt eine neue Theologie zu praktischen Konsequenzen f\u00fchrte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Kirchen im gesellschaftlichen Dialog? \u2013 Die Tanker im Selbstgespr\u00e4ch<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Unser Reden schafft Wirklichkeit, unser Handeln erz\u00e4hlt Geschichten. In unserem Verhalten wird auch unsere Haltung erkennbar. Das gilt f\u00fcr den Einzelnen und nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Organisationen. Die Schwerpunkte und Entscheidungen im organisationalen Handeln lassen R\u00fcckschl\u00fcsse auf Werte und Kultur zu. Angesichts drohender Untergangsszenarien und politischer Gr\u00e4ben von der Energieversorgung bis zur Fischerei und zur Armutsmigration fragen manche nach der Haltung der Kirchen, die sich seit langem in Stellungnahmen und Denkschriften kritisch zu Klimawandel und wachsenden Ungerechtigkeiten \u00e4u\u00dfern. Wie wird das in Leitungsentscheidungen und Alltagshandeln erkennbar? Die Kirchen in Deutschland sind bis heute \u201egro\u00dfe Tanker\u201c, die sich bei neuen Einsichten nicht einfach umsteuern lassen. Mein Eindruck ist: Das Bewusstsein von Gefahren und Geschwindigkeit der Transformation ist in der Mitte der Institution noch kaum angekommen. Die Differenzierung gesellschaftlicher Milieus hat dazu gef\u00fchrt, dass die kritischen und experimentellen Geister, die Engagierten in \u00d6kumene- und Umweltbewegungen und mit ihnen die J\u00fcngeren eher am Rande stehen. Sie arbeiten in kirchlichen Umweltgruppen, erstellen Denkschriften, bereiten Tagungen vor, w\u00e4hrend \u00c4ltere aus den traditionellen Milieus die Orts- und Gruppengemeinden leiten. Alle erleben zugleich den Relevanzverlust der Kirche, der sich f\u00fcr die \u201eInsider\u201c vor allem im Finanzdruck auswirkt, in der Notwendigkeit zu Sparma\u00dfnahmen, Fusionen und R\u00fcckzug \u2013 mit der Gefahr, dass die Organisation sich umso mehr um sich selbst dreht. Zugleich wird in den Changeprozessen sp\u00fcrbar, dass Kirche noch immer in viele gesellschaftliche Funktionsbereiche hineinragt. Viele davon waren lange nicht mehr im Bewusstsein, manche haben sich abgekoppelt, weil sie kaum verstanden wurden. So arbeiteten zum Beispiel Bildungseinrichtungen, Soziale Dienste, Umweltbewegung aber auch die entsprechenden Kammern h\u00e4ufig nebeneinander her \u2013 bis hin zu widerspr\u00fcchlichen Botschaften zum Beispiel in Fragen des Wirtschaftswachstums.<\/p>\n<p>Zugleich aber haben die Kirchen noch immer gro\u00dfen Einfluss und Verm\u00f6gen; das gilt f\u00fcr die Arbeitsbedingungen in Erziehung und Pflege bis zur Steuerung von Pensionsfonds und den Umgang mit Grundst\u00fccken und Immobilien. Und noch immer sind mehr als die H\u00e4lfte der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Mitglieder. Der \u201eTransformationskongress\u201c von DGB, EKD und Umweltverb\u00e4nden 2012 in Berlin<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> hat gezeigt: Das macht den Dialog und die Zusammenarbeit mit den Kirchen attraktiv f\u00fcr Gewerkschaften wie Umweltbewegung, aber auch f\u00fcr Theologie und Naturwissenschaft. Was den Dialog gleichwohl erschwert, sind nicht vergebliche Anstrengungen oder Erfahrungen des Scheiterns, es ist vielmehr die Erfahrung der Selbstvergessenheit und des Selbstwiderspruches der Kirche, von der nat\u00fcrlich auch andere Organisationen nicht frei sind. Angesichts des eigenen Anspruchs, Orientierung zu geben, angesichts der gro\u00dfen biblischen Erz\u00e4hlungen von alter und neuer Sch\u00f6pfung, ist das nur im Blick auf die Kirche besonders schmerzhaft und entt\u00e4uschend. Wo die Kirchen allerdings in der Lage sind, Irrwege und Scheitern offen zu reflektieren, da k\u00f6nnen sie, selbst Teil des Problems, zum Teil der L\u00f6sung werden, so wie es mit der Reflektion von Antijudaismus und Antisemitismus oder sexueller Diskriminierung in der Kirche geschehen ist und geschieht.<\/p>\n<p>So wie die Kirchen selbst sich oft eher mit dem Erhalt der Organisationen als mit dem Verlust gesellschaftlicher Relevanz besch\u00e4ftigen und dabei die Probleme der gro\u00dfen Transformation aus dem Blick verlieren, nehmen Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Kirche nur noch selten als Dialogpartnerinnen wahr. Eine andere Wahrnehmung pr\u00e4gt das Bild: Viele erleben die Kirchen als Moralinstanz, die angesichts des Klimawandels und der Gef\u00e4hrdung des globalen Gemeinwohls vor allem Verzicht predigen, aber den Worten nur unzureichend Taten folgen lassen. Viel k\u00e4me darauf an, dass die \u201eOrientierung am Genug\u201c als Versprechen eines guten Lebens erfahrbar wird. Und dass damit die falschen Gl\u00fccksversprechen des Konsumismus entlarvt werden. Denn \u201eCoping, Doping, Buying, Shopping\u201c, wie Wolfgang Streeck<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> unseren westlichen Lebensstil nennt, k\u00f6nnen nur wenigen Erl\u00f6sung bieten. Und geben auch den Wohlhabenden letztlich keinen Halt. Wie m\u00fcssten die Kirchen sich ver\u00e4ndern, um Orte f\u00fcr neue Lebenserfahrungen zu werden? Wo ein neuer Lebensstil gepflegt, eine neue Spiritualit\u00e4t einge\u00fcbt werden kann &#8211; \u00f6kumenisch, mit Blick auf die ganze globale Welt, und doch mit Angeboten von Ortsgemeinden, Sozialinitiativen und Bildungseinrichtungen, die den Alltag hier im Blick behalten und Einzelne in ihrer eigenen Transformation begleiten?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Die \u00f6kologische Frage \u2013 eine Gerechtigkeitsfrage<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Nicht jeder schafft es, ein sozial und \u00f6konomisch \u201eerfolgreiches\u201c Leben zu f\u00fchren. Schon gar nicht das Leben, das Werbung und Serien uns vorgaukeln. Aber gerade die Verlierer tr\u00f6sten sich mit dem \u201eRecht ein billiges T-Shirt zu kaufen\u201c, wie Wolfgang Stierle das nennt. Das Aufstiegsversprechen tr\u00e4gt nicht mehr; die Angst vor gesellschaftlichem Abstieg und vor Wohlstandsverlusten w\u00e4chst. Der achtj\u00e4hrige Philippino, dessen Zukunftshoffnungen schwinden und der Kohlekumpel in Minnesota, der den Untergang seiner Industriewelt erlebt, teilen das gleiche globale Schicksal. Eine Politik allerdings, die den Kohlekumpel sch\u00fctzt, wird den Jungen auf den Philippinen doppelt gef\u00e4hrden. Aber gerade in der Krise halten wir uns an den Versprechen von Wohlstand und Sicherheit fest, die unsere westlichen Demokratien pr\u00e4gten und stabil halten. Inzwischen allerdings bricht sich die Globalisierung am Populismus. Konkurrenz statt Solidarit\u00e4t, Abgrenzung statt Austausch bestimmt zunehmend politisches Handeln und beschleunigt die Katastrophe.<\/p>\n<p>\u201eHeute k\u00f6nnen wir uns eine Zivilisation vorstellen\u00a0\u2013 ja, wir sind auf sie angewiesen-, die die Menschheit als Ganzes verstehen kann\u201c, sagte Uwe Schneidewind in Wittenberg. Aber die Phantasie, wie dieses Verst\u00e4ndnis in praktische Politik umgesetzt werden kann, scheint in Gesellschaft und Parteien zu fehlen. Und die wenigen Visionen werden in kurzsichtigen Debatten klein geredet, verlaufen sich angesichts von Fl\u00fcgelk\u00e4mpfen und Wahlperioden im Sande. Ob und wie N\u00e4chstenliebe oder gar Feindesliebe, jedenfalls Fremdenliebe global m\u00f6glich ist, und wie sie gestaltet werden kann, das bleibt eine offene Frage. Die aktuellen Migrationsdebatten um Integrationskosten und Entwicklungszusammenarbeit lassen ahnen, wie komplex sich politische Praxis gestaltet. Dabei l\u00e4sst die neue Sehnsucht nach Heimat genauso wie ihre Instrumentalisierung bef\u00fcrchten, dass der Kreis sehr eng gezogen wird, wenn es um Gleichheit und Geschwisterlichkeit geht. Wir bewegen uns zwar im World-Wide-Web und haben Freunde in aller Welt, aber die Welt oder gar die Menschheit als Ganzes zu sehen, f\u00e4llt uns immer noch schwer. Vielleicht wei\u00df der Fl\u00fcchtling aus Somalia, der der alten Sklavenroute bis \u00fcber das Mittelmeer gefolgt ist und dann demn\u00e4chst in einem der neuen \u201eAnkerzentren\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> lebt, mehr davon als die Entscheider, die die verschiedenen Landschaften und Kulturen meist nur aus dem Flugzeug sehen.<\/p>\n<p>Und was setzt die Kirche gegen die Sehnsucht der Wohlstandsverlierer nach der verlorenen \u201eHeimat\u201c, den sentimental erinnerten \u201eFleischt\u00f6pfen\u201c in \u00c4gypten? Schon bei der Auszugsgeschichte Israels zeigt sich: die Hoffnung auf eine neue Welt, wo Milch und Honig flie\u00dft, tr\u00e4gt nicht lange durch die W\u00fcstenerfahrungen. Menschen brauchen mehr als eine Hoffnungsgeschichte; sie brauchen eine greifbare Erfahrung. Darum wurde das goldene Kalb gegossen, darum h\u00e4ngen wir am Bargeld, darum wurde das Auto ein Wohlstands- und Mobilit\u00e4tssymbol im \u201eAutoland Deutschland\u201c. Wenn wir nicht am Materiellen kleben bleiben, sondern Strukturen neugestalten wollen, dann m\u00fcssen wir darauf setzen, dass ein Aufbruch ins Ungewisse m\u00f6glich ist. Weil das Manna in der W\u00fcste, weil Gottes und der Sch\u00f6pfung Zuwendung Ressourcen und M\u00f6glichkeiten bereith\u00e4lt, von denen wir noch gar nichts ahnen. Und Kr\u00e4fte freisetzt, weiter zu gehen und Tag f\u00fcr Tag die Prozesse von \u00d6konomie, \u00d6kologie und Sozialem zu gestalten. Mutig ins Ungewisse aufbrechen und zugleich ganz auf Gottes Wegst\u00e4rkung vertrauen\u00a0\u2013 darum geht es. \u201eVertraue so auf Gott, als ob Du nichts, Gott allein aber alles tun w\u00fcrde. Und wende dennoch alle M\u00fche so an, als ob der Erfolg der Dinge ganz von Dir und nicht von Gott abhinge, hei\u00dft es in einem Paradoxon des Ignatius von Loyola, das in manchem an fern\u00f6stliche Koans erinnert.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>Erneuerung braucht Auseinandersetzung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Begrenztheit der nat\u00fcrlichen wie der wirtschaftlichen Ressourcen ruft uns aber nicht nur die Grenzen des Wachstums in Erinnerung. Deutlicher als zuvor wird uns auch die Leibhaftigkeit und Zeitlichkeit unseres Seins und Erkennens und die Geschichtlichkeit unseres Lebens und Handelns bewusst. In der durch Kultur gepr\u00e4gten Natur wie in den sozialen Ordnungen, aber auch in der Gestaltung wirtschaftlicher Beziehungen und politischer Entwicklungspfade haben sich zugleich Bilder von der Welt und vom Menschen materialisiert.<\/p>\n<p>Die transformative Erneuerung von Kultur, Politik und Wirtschaften erfordert deshalb nicht nur eine gemeinsame Suchbewegung. Politische Auseinandersetzungen \u00fcber die Rolle von Staaten, internationalen Organisationen und Zivilgesellschaft, wie wir sie derzeit erleben, sind unausweichlich. Dabei m\u00fcssen die Kirchen die Perspektive der Leidenden aufnehmen und wenn m\u00f6glich zu Anw\u00e4lten derer werden, die sich als Opfer der Globalisierung erleben und zuerst unter dem Verlust an sauberen Gew\u00e4ssern und Urw\u00e4ldern, an Artenreichtum und regionalen Kulturen, aber auch an traditionellen Arbeitspl\u00e4tzen in Landwirtschaft und Produktion leiden. Es geht um den Umweltfl\u00fcchtling genauso wie um die prek\u00e4r Besch\u00e4ftigte und die Migranten in unserem Land. Es geht aber auch um die wachsenden Gewinne an den Finanzm\u00e4rkten und Saatgutb\u00f6rsen, die bislang bei wenigen globalen Konzernen konzentriert sind. Wie eine soziale und \u00f6kologische Marktwirtschaft morgen aussehen k\u00f6nnte und welche weltweiten Regeln und Institutionen zu ihrer Durchsetzung n\u00f6tig w\u00e4ren, dazu gibt es durchaus Vorschl\u00e4ge<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>; die Kooperation der Kapitaleigner ist in diesen Prozessen aber kaum zu erwarten. Ist ziviler Ungehorsam ein Weg, wenn Denkschriften und Stellungnahmen, gesellschaftliche Dialoge und Kongresse an Grenzen sto\u00dfen? Kampagnen arbeiten mit Bildern und Geschichten, sie machen eine Situation in Kunstaktionen greifbar. Die graue Armee beim G20-Gipfel in Hamburg war ein eindr\u00fcckliches Beispiel daf\u00fcr. Auch Greenpeace und andere haben gezeigt, dass Visionen und Hoffnungen Geschichten brauchen, um anschaulich zu werden. Ist die Kirche in diesem Sinne kampagnenf\u00e4hig? An Bildern und Geschichten fehlt es ihr nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong>Wissenschaftsgl\u00e4ubigkeit, alternative Fakten und die Theologie<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wissenschafts- und Fortschrittsgl\u00e4ubigkeit haben den Westen lange bestimmt. Beides ist heute gebrochen und umstritten. Noch immer hoffen Wissenschaftler und Philosophen auf den medizinischen Fortschritt, die weltweite Vernetzung, den homo deus, der die Menschheitsbedrohungen Hunger, Krankheit und Krieg besiegen kann und das \u201eewige Leben\u201c m\u00f6glich macht (Yuval Noah Harari<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>). Zugleich aber wird deutlich, dass von dieser rasanten Entwicklung nur wenige profitieren. Das ist die Quelle von Verschw\u00f6rungstheorien, der Grund f\u00fcr die Bereitschaft, alternative Fakten zu glauben. Insofern ist die Frage nach dem Verst\u00e4ndnis von Wissenschaft entscheidend. Wissenschaft l\u00e4sst sich eben nicht auf Fakten reduzierten; Wissenschaft ist performativ. Als Zusammenspiel von aktiv forschendem Suchen und Erschlie\u00dfungswiderfahrnis, von Offenbarung, steigert sie die innere Bestimmtheit des Vorgegeben. Die Gewinnung und die Kommunikation von Wissen \u00fcber die in dieser Welt gangbaren Wege zu den gewollten Zielen bleibt eine Grundaufgabe in einer aufgekl\u00e4rten Gesellschaft. Das mahnt in Zeiten der Autokraten von Trump bis Erdogan auch der March for Science an, der die Freiheit der Wissenschaft ins Zentrum stellt.<\/p>\n<p>Gleichwohl muss die Kirche daran erinnern, dass Wissenschaft Wahrheit nicht produziert: sie entdeckt sie, kommuniziert sie und bringt sie damit ans Licht der \u00d6ffentlichkeit. Dazu allerdings braucht es Freiheit &#8211; ebenso wie einen bewussten Umgang mit Irrwegen und den Grenzen von Forschen und Gestalten, die letztlich in aufgekl\u00e4rten demokratischen Prozessen auszuhandeln sind. Es geht darum, im Licht der eigenen Erfahrung und Forschung neu zu begreifen, was die Ursprungsbestimmung von Mensch, Welt und Sch\u00f6pfung ist. Die christliche Theologie und die Wissenschaftlicher anderer Religionen m\u00fcssen sich deshalb am Dialog mit anderen Wissenschaften, insbesondere mit den Naturwissenschaften beteiligen. Nur im Dialog untereinander und mit der Politik ist es m\u00f6glich, die Grenzen der Forschung wie des Handelns zu bestimmen. Ob die Kirche dabei \u00fcberzeugt, hat sie nicht in der Hand. Es geht darum, Suchenden Orientierung zu geben und zugleich ihre Freiheit zu respektieren.<\/p>\n<p>Theologische Bildung muss darauf zielen, einzelne Christinnen und Christen in ihrem Erkenntnisweg, in ihren eigenen Transformationsprozessen zu unterst\u00fctzen. Das gilt vom Religionsunterricht bis zur Fort- und Weiterbildung. Dazu geh\u00f6rt auch, Bildungsorte zu f\u00f6rdern und sie interdisziplin\u00e4r, aber auch transdisziplin\u00e4r als Dialog von Wissenschaft und Praxis mit ihren indigenen Wissensbest\u00e4nden zu gestalten. Hier k\u00f6nnten durchaus auch Chancen einer offenen und reflektierten Gemeindearbeit liegen.<\/p>\n<p>In unserer Bildungslandschaft entfalten allerdings inzwischen Teildisziplinen ihren Eigensinn\u00a0\u2013 von Bologna bis hin zur Drittmittelbeschaffung. Es geht deshalb vor allem darum, dem Begriff der transformativen Bildung neue Substanz zu geben &#8211; im Bewusstsein, dass Bildung zwar keinen neuen Menschen schaffen kann, aber eben immer auch Pers\u00f6nlichkeitsbildung ist. Je komplexer das Wissen wird, desto mehr kommen wir zu der Einsicht, dass es dabei um Halt und Haltung geht. Um Hoffnung, weil es \u201ezu sp\u00e4t ist, um pessimistisch zu sein\u201c. Die p\u00e4pstliche Enzyklika \u201eLaudato si\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> zeigt auf, dass politisches Handeln auch davon lebt und Dynamik bekommt, dass wir ganz leibhaftig Sch\u00f6pfung entdecken und wahrnehmen (z.B. in Waldp\u00e4dagogik, Waldwirtschaft und Nachhaltigkeit) und so bewusst das Sch\u00f6pfungslied singen. Mit diesem Lob der Sch\u00f6pfung und des Sch\u00f6pfers beginnt das Nachdenken \u00fcber Transformation, sagte Klaus Heidel bei seiner Einleitung in Wittenberg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong>Eine neue Sprache finden &#8211; Theologie als Kompass in Umbruchphasen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn Theologie heute hilfreich f\u00fcr Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik sein will, muss sie begreifen: Nachhaltigkeit ist kein randst\u00e4ndiges Thema, sondern der Horizont, in dem die theologischen Topoi neu verhandelt werden m\u00fcssen \u2013 von der Sch\u00f6pfung bis zur Offenbarung. Dabei ist es gut, sich an vergessene Begriffe zu erinnern: Gericht und Erl\u00f6sung, Endlichkeit und Abh\u00e4ngigkeit &#8211; aber auch: Freiheit, Entscheidung, Verantwortung, Menschwerdung. Die alten Geschichten und biblischen Erz\u00e4hlungen neu zu rahmen kann dabei hilfreich sein.<\/p>\n<p>Wie kann es gelingen, das Vertrauenskapital der Kirche so zu st\u00e4rken, dass sie als Vermittlerin akzeptiert wird? Offenbar geht es f\u00fcr Christen darum, eine neue Sprache zu finden: politisch deutlich, gesellschaftlich anschaulich und dabei in Kontakt zu den alten Bildern und Worten der biblischen Tradition. Christen m\u00fcssen sich zeigen, aus dem Sicherheitsabstand heraus gehen, etwas riskieren. Kirche muss sich \u00f6ffnen, unterschiedlichen Einsichten und Erfahrungen Raum geben, Widerspr\u00fcche auf den Tisch bringen und einen Rahmen schaffen, in dem Erkenntnis m\u00f6glich ist. Gemeinden, Netzwerke, Bildungseinrichtungen k\u00f6nnten ein \u201eZwischenraum\u201c sein\u00a0\u2013 zwischen unterschiedlichen Interessengruppen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, zwischen Religi\u00f6sen und S\u00e4kularen. Sie sollten zur Entfeindung beitragen, Fronten aufl\u00f6sen, Suchprozesse erm\u00f6glichen. Dabei geht es auch darum, eine gemeinsame Sprache zu finden mit denen, deren Vokabular und Grammatik nicht im Kontext kirchlichen Nachdenkens geformt ist. Eine besondere Herausforderung f\u00fcr Theologinnen und Theologen. B\u00e4rbel Warttenberg-Potter hat die Teilnehmenden der Frankfurter Tagung inspiriert, bei den Elementen und religi\u00f6sen Symbolen anzusetzen, die durch Menschen in Gefahr gebracht werden und der Neuinterpretation als Teil der Sch\u00f6pfung harren: bei Wasser, Atem, Erde, Flamme. Es geht um Erl\u00f6sung f\u00fcr die ganze Sch\u00f6pfung, um die Gegenwart einer heilenden und bewahrenden Kraft, die tief im Leben selbst liegt. Es geht darum, die Ehrfurcht vor dem Leben im Sinne Albert Schweitzers wieder zu entdecken, das Heilige und Sakrale neu zu bedenken. So wie das eucharistische Brot oder das Taufwasser: nach reformatorischer \u00dcberzeugung sind sie Hilfsmittel, durch die das G\u00f6ttliche als real gegenw\u00e4rtig erfahren werden kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kirchen, deren \u201eheimlicher Lehrplan\u201c lange darin bestand, Ordnungen zu begr\u00fcnden und aufrecht zu erhalten, ist die \u00d6ffnung ins Ungewisse und Andere eine gro\u00dfe Herausforderung. Zumal sie zurzeit vor allem in einer \u201eDiskussion mit sich selbst\u201c festecken, wie Klaus T\u00f6pfer bei der Wittenberger Tagung anmerkte\u00a0\u2013 und einmal mehr Zeit und Arbeitskraft in Prozesse der Reorganisation und Ver\u00e4nderung der Ordnungen investieren. Dabei k\u00f6nnten sie doch, wie der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm dann feststellte, die ganze Breite und Vielfalt weltweiter \u00f6kumenischer Erfahrungen ins Spiel zu bringen. Auch das hat mit transformativer Bildung zu tun. Wesentlich ist eine wache Aufmerksamkeit auf die Ver\u00e4nderungsprozesse in Politik und Gesellschaft.<\/p>\n<p>Die Reformation, die 2016\/17 immer wieder thematisiert wurde<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>, kann als Beispiel daf\u00fcr dienen, wie in einem historischen Transformationsprozess eine Neuauslegung der theologischen Topoi gelingen kann\u00a0\u2013 bis hin zu neuen Sprachsch\u00f6pfungen. Und wie diese Neuauslegung wiederum kirchliche, aber auch gesellschaftliche und politische Ver\u00e4nderungsprozesse auslesen kann. Im Blick auf die aktuellen Transformationen geht es, wie Eilert Herms es ausdr\u00fcckt, \u201eum die Kommunikation der durch Christus erschlossenen Wahrheit \u00fcber die Welt als Sch\u00f6pfung Gottes. Denn Im Angesicht des Gekreuzigten wird der Richtungssinn der Sch\u00f6pfung erkennbar &#8211; das Wissen \u00fcber die Gesch\u00f6pflichkeit des Menschen und seine Verbundenheit mit dem Sch\u00f6pfer.\u201c Das ist der springende Punkt der biblischen Offenbarung: sie st\u00fctzt sich, wie Paulus schreibt, auf unsere Selbsterkenntnis im Angesicht Christi. <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>Und erweitert so unseren Blick auf uns selbst und auf die Welt. Denn die Auferweckung des Gekreuzigten macht deutlich: Das Ende soll gut sein. Deshalb k\u00f6nnen wir der Endlichkeit ins Auge sehen \u2013 unserem eigenen und dem der Sch\u00f6pfung \u2013 und umso bewusster Verantwortung f\u00fcr unsere Zeit \u00fcbernehmen. Das Geheimnis ist, die eigene Zeitlichkeit ins Verh\u00e4ltnis zu setzen zur Zeit der politischen und \u00f6kologischen Prozesse und damit unsere M\u00f6glichkeiten und Grenzen bewusst wahrzunehmen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong>Wie geht es weiter? Fragen als Konsequenz und Startpunkt<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Es geht darum zu begreifen, dass Transformationen ganz unabh\u00e4ngig von unserem eigenen Bem\u00fchen l\u00e4ngst im Gang sind. In welchem Verh\u00e4ltnis die Arbeit der DDR-Umweltgruppen, der konziliare Prozess von 88\/89 und die Friedensgebete der Gemeinden zum Mauerfall standen, werden wir wohl nie ganz begreifen. Klar ist nur: Es gab diesen gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang, in dem beides eine Rolle spielte. Und es geht auch heute darum, dass die Kirchen sich mit ihrer je eigenen Verantwortung, Deutungskompetenz und mit Orientierungswissen in die aktuellen Ver\u00e4nderungsprozesse einbringen. Angesichts der Selbstwiderspr\u00fcche und mancher Sprachlosigkeit m\u00fcssen wir uns dar\u00fcber klar sein, dass die Kirche nicht Wegbereiter, sondern nur Weggef\u00e4hrte der Transformation ist, nicht Avantgarde, sondern Begleiterin, die aber Wesentliche Sch\u00e4tze einzubringen hat. Vielleicht sogar etwas Manna auf dem Weg. Mit dieser Haltung kommt eine neue Leichtigkeit, etwas Expeditives ins Spiel \u2013 ganz anders als bei der Erwartung, Kirche m\u00fcsse mit ihren meinungsm\u00e4chtigen Stellungnahmen noch immer eine breite Wirkung entfalten, die heute fast zwangsl\u00e4ufig zur \u00dcberanstrengung und Entt\u00e4uschung der kirchlichen Akteure f\u00fchren muss. Sp\u00e4testens hier ist zu fragen, welche Rolle Spiritualit\u00e4t in diesen Prozessen spielen kann? Welche Traditionen, zum Beispiel aus den Orden, welche Texte, aber auch Bilder und Zeichen sind hilfreiche Ressourcen, dienen als Orientierung bei der Suche nach einem neuen Lebensstil? Was kann die Welt, was kann die Bewegung inspirieren?<\/p>\n<p>Wie spielen \u00fcberhaupt die unterschiedlichen Generationen und Akteure in der Kirche zusammen \u2013 von der Gemeinde oder der Hochschule bis hin zum Rat der EKD? W\u00e4re ein Selbstverpflichtungsprozess, der Einzelne wie Organisationen einbezieht, ein hilfreiches und verbindendes Instrument? Wie kann es gelingen die Grenzen zwischen den sozialen und kulturellen Milieus zu \u00fcberwinden in der Kirche, aber auch die fachliche \u201eVers\u00e4ulung\u201c zu \u00fcberwinden \u2013 zum Beispiel die zwischen Wirtschaft und Arbeitswelt einerseits und Umweltarbeit andererseits? Und wie geht es \u00f6kumenisch weiter \u2013 zwischen evangelischen und katholischen Kirchen, aber auch im internationalen \u00f6kumenischen Dialog? Wie k\u00f6nnten Gemeinden in Afrika und in Europa vernetzen? Schlie\u00dflich: Was kann geschehen, um andere Interessierte und B\u00fcndnispartner au\u00dferhalb der Kirche f\u00fcr gemeinsame Plattformen und Aktionen zu gewinnen?<\/p>\n<p>Prozessgestaltung und Organisationsfragen, Selbstverst\u00e4ndnis und Spiritualit\u00e4t haben immer auch theologische Aspekte. Theologie muss sich dar\u00fcber klar werden, was in den Diskursen geschieht: Geht es darum, unterschiedliche Aneignungsgestalten der Wahrheit wahrzunehmen? Oder geht es ohnehin immer nur um eine Ann\u00e4herung an das Unverf\u00fcgbare? Wie schaffen wir die Zwischenr\u00e4ume inter-religi\u00f6sen Nachdenkens \u00fcber Gottes Sch\u00f6pfung, Gerechtigkeit und Frieden\u00a0\u2013 auch wenn die Mehrheit islamischer Theologen von einer einzigartigen Offenbarung ausgeht? Und wie bringen die Religionen ihre komplexe und zum Teil unterschiedliche Gesamtsicht in die \u00f6ffentlichen Diskurse ein? Wenn denn die christliche Sozialethik Erfahrungen als Impulsgeber und Dolmetscher in der \u00d6ffentlichkeit hat \u2013 wie kann es gelingen, sie im Blick auf die Transformationsprozesse noch einmal neu biblisch-theologisch \u201eaufzuladen\u201c und auch andere Gespr\u00e4chspartner einzubeziehen? Die interkulturelle wie die interreligi\u00f6se Verst\u00e4ndigung \u00fcber diese Fragen stehen noch ganz am Anfang \u2013 zum Beispiel beim Nachdenken \u00fcber das Weltgemeinwohl. Aber am Anfang zu stehen, ist produktiv. Genauso wie an der Grenze. Denn alles endet in Fragen. Und mit Fragen beginnt alles neu.<\/p>\n<p>Cornelia Coenen-Marx, April 2017<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. R\u00f6m. 8, 19ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>Am Transformationskongress \u201eNachhaltig handeln \u2013 Wirtschaft neu gestalten- Demokratie st\u00e4rken\u201c, 8.\/9.6.2012 in Berlin, der im Vorfeld von \u201eRio\u201c stattfand, nahmen \u00fcber 1000 Personen aus Kirchen, kirchlichen Verb\u00e4nden, Gewerkschaften und Umweltverb\u00e4nden mit hochrangigen G\u00e4sten aus Wissenschaft, Politik und internationalen Partnerschaften teil.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Wolfgang Streeck, \u201eGekaufte Zeit, die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus\u201c, Frankfurt 2013<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Anker steht hier f\u00fcr Ankunft\/Entscheidung\/R\u00fcckf\u00fchrung &#8211; also gerade nicht f\u00fcr das, was das Wort emotional repr\u00e4sentiert, n\u00e4mlich Halt nach unruhiger Reise.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. \u201eWie ein Riss in einer hohen Mauer\u201c, Wort des Rates der EKD, Hannover 2009<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Homo deus, Eine kurze Geschichte der Menschheit, 2015<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>Enzyklika \u201eLaudato SI\u201c, Papst Franziskus, Mai 2015<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. dazu auch den Beschluss zu Reformation und Transformation der EKD-Synode 2012<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. 2. Kor. 4,6<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sieben Thesen zu den Herausforderungen der Transformation f\u00fcr Theologie und Kirche Erkenntnis an der Grenze \u2013 die fundamentalen Fragen Die&#8230; <a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=3835\">read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":466,"menu_order":84,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3835","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3835"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3835"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3835\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3836,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3835\/revisions\/3836"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/466"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3835"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}