{"id":3248,"date":"2017-11-30T13:36:35","date_gmt":"2017-11-30T13:36:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=3248"},"modified":"2017-11-30T13:41:34","modified_gmt":"2017-11-30T13:41:34","slug":"kraftorte-interview-mit-sigrid-pfaefflin-oberin-im-diakonissenmutterhaus-bremen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=3248","title":{"rendered":"Kraftorte: Interview mit Sigrid Pf\u00e4fflin, Oberin im Diakonissenmutterhaus Bremen"},"content":{"rendered":"<h3><a href=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/SuS_Logo_RGB_mit-Unterzeile-Kopie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-857\" src=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/SuS_Logo_RGB_mit-Unterzeile-Kopie-300x107.png\" alt=\"SuS_Logo_RGB_mit Unterzeile Kopie\" width=\"300\" height=\"107\" srcset=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/SuS_Logo_RGB_mit-Unterzeile-Kopie-300x107.png 300w, https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/SuS_Logo_RGB_mit-Unterzeile-Kopie.png 576w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #8ab310;\">DIAKONISCHE PILGERREISEN:\u00a0<span style=\"color: #eb910c;\">DER BLOG<\/span><\/span><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Wir entdecken Diakonische Pilgerorte \u2013\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>diesmal auf der Spur von: Sigrid Pf\u00e4fflin<\/strong><\/h3>\n<table style=\"height: 436px;\" width=\"716\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"232\"><a href=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Labyrinth.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3250 size-full\" src=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Labyrinth.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>\u201eDieses alte Symbol, der Weg nach innen \u00fcber Wendungen und scheinbare Umwege, bietet die M\u00f6glichkeit, sich mit dem eigenen Weg auseinanderzusetzen. Wir erleben, wie hilfreich es ist, Kraftorte zu haben und immer wieder aufzusuchen. Es geht um die Frage nach der eigenen Mitte, nach dem, was mir heilig ist, um die Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Sinn des Lebens.\u201c<\/td>\n<td width=\"232\"><a href=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Portrt-Pfaefflin_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3251 size-full\" src=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Portrt-Pfaefflin_01.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sigrid Pf\u00e4fflin, verheiratet, Mutter dreier erwachsener Kinder und Gro\u00dfmutter dreier Enkelkinder, ist seit 1970 Diakonische Schwester in Sarepta in Bethel, wo sie auch die Ausbildung zur Krankenschwester machte. Sie arbeitete in der Behindertenarbeit, im Unterrichtsdienst und seit 1993 hauptamtlich in der Schwesternschaftsleitung. Seit 2009 ist sie Oberin im Diakonissenmutterhaus Bremen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong><br \/>\nSie besch\u00e4ftigen sich beruflich und\/oder ehrenamtlich mit Diakonie. Was liegt Ihnen dabei besonders am Herzen?<br \/>\n<\/strong>Mich bewegt\u00a0<span class=\"s1\">vor allem\u00a0<\/span>die Situation der Mitarbeitenden im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie arbeiten mit und f\u00fcr Menschen in Not- und Grenzsituationen. Besonders die in der Pflege T\u00e4tigen sind k\u00f6rperlich und emotional gro\u00dfen Belastungen ausgesetzt. Hierf\u00fcr Kraftquellen zu erschlie\u00dfen durch Angebote der Bildung und der Gemeinschaft liegt mir besonders am Herzen. N\u00e4chstenliebe \u2013 Selbstsorge \u2013 Spiritualit\u00e4t, in diesem Dreiklang verstehen wir in Bremen unseren Auftrag im Rahmen der Fortbildungen und der Gemeinschaften.<\/p>\n<p><strong>Gibt es eine pers\u00f6nliche Erfahrung, die Ihnen den Kern diakonischer Arbeit existenziell vor Augen gef\u00fchrt hat?<br \/>\n<\/strong>Meine Ausbildung als Krankenschwester machte ich in Bethel\/Bielefeld. Wir waren eine Gruppe von jungen Frauen und M\u00e4nnern aus unterschiedlichen gemeinschaftlichen Bez\u00fcgen: Diakonensch\u00fcler, Diakonissen, diakonische Schwestern, Frauen und M\u00e4nner, die keiner Gemeinschaft angeh\u00f6rten. Neben der fachlichen Ausbildung haben wir bei der Gestaltung von Diakonie-Gottesdiensten mitgewirkt, in Bethel, aber auch in Heimatorten unserer Mitsch\u00fcler. Diese selbstverst\u00e4ndliche Verbindung von Glaube und Dienst ist f\u00fcr mich selbst zu einer Kraftquelle geworden und zu einem Kern diakonischer Arbeit.<\/p>\n<p><strong>An welchem Ort (in welcher Einrichtung, in welchem Haus oder Raum) ist Diakonie f\u00fcr Sie in besonderer Weise sichtbar und erfahrbar geworden und was hat Sie dort fasziniert?<br \/>\n<\/strong>Das Gel\u00e4nde des Diakonissenmutterhauses in Bremen ist ein Park mit altem Baumbestand, in der Mitte ein H\u00fcgel, auf dem die Emmauskirche steht. Im \u00e4u\u00dferen Ring befinden sich das Altenpflegeheim, das Diakonissenmutterhaus, barrierefreie Wohnungen, ein Krankenhaus, ein \u00c4rztehaus und die Kurzzeitpflege. Es gibt viele, die sagen: Das ist wie eine Oase. Dieser Gesamtort hat f\u00fcr mich eine besondere Faszination, finde ich doch hier diese Verbindung von Glaube und Tun wieder \u2013 und die Kirche ist dabei der Mittelpunkt. Das ist nicht ungew\u00f6hnlich f\u00fcr Diakonissenmutterh\u00e4user, wiewohl der Arbeitsalltag anderen Gesetzen folgt als den Andachtszeiten der Mutterhausgemeinde. Und doch ist die Kirchenglocke dreimal am Tag zu h\u00f6ren und um\u00a0zw\u00f6lf Uhr beten die Schwestern: \u201eAuf der H\u00f6he des Tages halten wir inne. Lasset uns Herzen und H\u00e4nde erheben zu Gott, der unseres Lebens Mitte ist.\u201c Die Namen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Geburtstag haben, werden verlesen und es wird f\u00fcr sie gebetet. Ich glaube daran, dass es so etwas wie eine Stellvertretung im Beten gibt und dass es \u201edurchbetete\u201c R\u00e4ume gibt. Und ich glaube, dass unser Gel\u00e4nde dazu geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><strong>Was macht Ihrer Meinung nach einen \u2013 oder diesen \u2013 \u201ediakonischen Ort\u201c zum spirituellen Kraftort (Geschichte, Gestaltung, Personen \u2026)?<br \/>\n<\/strong>In der Vereinssatzung des Evangelischen Diakonissenmutterhauses Bremen e.\u00a0V. steht der Satz: \u201eDas Diakonissenmutterhaus ist eine St\u00e4tte der Sammlung und Sendung, Bildung und Weiterbildung f\u00fcr und Ausf\u00fchrung von diakonische\/n Aufgaben.\u201c Vor einigen Jahren haben wir ein begehbares Rasenlabyrinth im Vorgarten der Kirche angelegt. Dieses alte Symbol, der Weg nach innen \u00fcber Wendungen und scheinbare Umwege, bietet f\u00fcr Einzelne und f\u00fcr Gruppen die M\u00f6glichkeit, sich mit dem eigenen Weg auseinanderzusetzen. Bei Oasentagen, verschiedenen Fortbildungen, bei der Einf\u00fchrung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begehen wir das Labyrinth. Dabei wird thematisiert, wie hilfreich es ist, Kraftorte zu haben und immer wieder aufzusuchen. Da kommt es nicht darauf an, ob ich religi\u00f6s bin oder welcher Religion ich angeh\u00f6re. Es geht um die Frage nach der eigenen Mitte, nach dem, was mir heilig ist, um die Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Der Weg im Labyrinth ist kein direkter, doch ich wei\u00df, ich komme an, wenn ich dem Weg folge. Die Mitte ist aber nicht das Ziel, es ist ein Ort des Verweilens, bevor ich wieder den Weg nach au\u00dfen antrete.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00fcrden Sie in Ihrem Arbeitsumfeld r\u00e4umlich \u00e4ndern, wenn Sie die Freiheit und Mittel dazu h\u00e4tten, damit die Arbeit, die Ihnen am Herzen liegt, noch besser gelingt?<br \/>\n<\/strong>Die R\u00e4ume sind vorhanden. Es fehlt oft die Zeit, sie aufzusuchen. Ich denke an Kraftmomente, an Innehalten mitten im Tagwerk, wie kann das gehen? Wie l\u00e4sst sich das ein\u00fcben?<\/p>\n<p><strong>Und sonst? Haben Sie weitere Gedanken, Anmerkungen, Anregungen zur Bedeutung \u2013 und vielleicht auch zur Relativierung \u2013 diakonischer Orte?<br \/>\n<\/strong>Ich denke, dass Diakonissenmutterh\u00e4user von ihrem Wesen her diakonische Orte sind, in denen \u201e<em>ora et labora\u201c<\/em> gelebt wurde und wird. Beides in einer guten Balance zu halten, darin sehe ich eine besondere Herausforderung. Oder, um im Bild des Labyrinths zu bleiben: Es gilt immer wieder den Weg zur Mitte zu gehen und in der Mitte zu verweilen, aber sie darf nicht eine fromme Kuschelecke werden. Der Weg nach au\u00dfen und das Bestehen des Alltags mit seinen Anforderungen, dahin sind wir gesandt. Sammlung und Sendung eben.<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Vielen Dank!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/pilgerreisen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2640 size-full alignleft\" src=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/pilgerreisen.jpg\" alt=\"\" width=\"239\" height=\"96\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=1466\">Hier klicken um die Angebote: Pilgerreisen 2017 zu sehen. Viel Spa\u00df beim Lesen.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Seele-und-Sorge-278815565795410\/?fref=ts\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2023\" src=\"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/facebook_s_kl.png\" alt=\"facebook_s_kl\" width=\"37\" height=\"37\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Seele-und-Sorge-278815565795410\/?fref=ts\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Besuchen Sie auch unsere facebookseite \u201eSeele &amp; Sorge\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIAKONISCHE PILGERREISEN:\u00a0DER BLOG Wir entdecken Diakonische Pilgerorte \u2013\u00a0 diesmal auf der Spur von: Sigrid Pf\u00e4fflin \u201eDieses alte Symbol, der Weg&#8230; <a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=3248\">read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1911,"menu_order":37,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3248","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3248"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3248"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3248\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4565,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3248\/revisions\/4565"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3248"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}