{"id":3059,"date":"2017-09-13T17:47:39","date_gmt":"2017-09-13T17:47:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=3059"},"modified":"2018-04-06T19:24:48","modified_gmt":"2018-04-06T19:24:48","slug":"sorgende-gemeinde","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=3059","title":{"rendered":"Sorgende Gemeinde"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie kirchliche Netzwerke und diakonische Arbeit das Quartier stark machen<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Von der Gemeindeschwester zum Quartiersmanagement<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem Marktplatz vor der Kirche in Rotenburg\/Fulda steht das Bronzedenkmal einer Frau in Tracht mit einem Korb und Dackel an der Leine. Eingeweihte erkennen die alte Gemeindeschwester in Diakonissentracht. Sie erinnern sich an das blauwei\u00dfe P\u00fcnktchen-Kleid und die gef\u00e4ltete Haube? Als ich das sympathische Denkmal entdeckte, war ich so fasziniert, dass ich ein Foto auf Facebook postete \u2013 und ich wurde belohnt: Freunde aus Hessen erz\u00e4hlten, warum die B\u00fcrger von Rotenburg Schwester Margarete das Denkmal gesetzt hatten. Die Kasseler Diakonisse, die damals Gemeindeschwester in Rotenburg war, hatte nicht nur f\u00fcr die Kranken und Alten, die Kinder und Sterbenden in der Stadt gesorgt. Sie hatte sich auch um die Stadt selbst verdient gemacht. 1945, in den letzten Kriegstagen, hatte sie auf dem Kirchturm die wei\u00dfe Fahne gehisst. Frieden f\u00fcr die Stadt, ein gutes Miteinander f\u00fcr ihre Menschen.<\/p>\n<p>Als ich das Foto machte, feierte die Diakoniestation gerade Jubil\u00e4um \u2013 und nat\u00fcrlich trug keine der Mitarbeiterinnen mehr Tracht und Haube. Aber das Bild der Diakonisse hat seine Attraktivit\u00e4t nicht verloren &#8211; im Gegenteil. Noch immer sehnen sich viele zur\u00fcck nach diesen Frauen, die Pflegende und Sozialarbeiterinnen, Netzwerkerinnen und Seelsorgerinnen in einer Person waren. Sie waren Quartiermanagerinnen, lange bevor der Name erfunden wurde \u2013 und zugleich das lebendige Zeichen einer diakonischen Kirche.<\/p>\n<p>In meiner M\u00f6nchengladbacher Gemeinde erinnerte man sich noch in den 80er Jahren an Schwester Johanna. Die hatte nach dem Krieg den vielen Fl\u00fcchtlingsfamilien aus Ostpreussen und Schlesien geholfen, sich zu integrieren: mit Suppenk\u00fcche, Kindergarten und N\u00e4hstube \u2013 und schlie\u00dflich mit dem Neuaufbau eines Gemeindesaals. Alles f\u00fcr ein Taschengeld &#8211; und vermutlich ohne eigene Freizeit. Aber nat\u00fcrlich nicht allein &#8211; denn wie viele Gemeindeschwestern hatte sie ein ausgekl\u00fcgeltes System ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen aufgebaut. Ihre Bezirksfrauen in den Nachbarschaften und die Gruppenleiterinnen waren immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde. Und wenn sie die Kinder oder die Alten einluden zu einem Ausflug, einem Fest, dann platzte der Saal aus allen N\u00e4hten.<\/p>\n<p>Auf dem H\u00f6hepunkt der so genannten Fl\u00fcchtlingskrise vor zwei Jahren tauchten solche Erinnerungen wieder auf. Viele Gemeinden \u00f6ffneten ihre R\u00e4ume, Kleiderkammern, Mittagstische, Kindergruppen entstanden &#8211; und Ehrenamtsgruppen, um die vielen Aktivit\u00e4ten abzustimmen. Kirche hat noch immer die Ressourcen, um spontan die notwendige Hilfe zu leisten: sie hat R\u00e4ume, hauptamtliche Mitarbeiter, die koordinieren k\u00f6nnen, ein Netz von Ehrenamtlichen, gute Kontakte in der Nachbarschaft und vor allem ein Grundvertrauen, das da Menschen sind, die es gut meinen mit der Stadt. Das alles wird gebraucht, wenn gro\u00dfe Ver\u00e4nderungsprozesse bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen. So wie heute.<\/p>\n<p>Denn nicht nur Fl\u00fcchtlinge und Migranten, auch viele andere f\u00fchlen sich inzwischen \u00fcberfordert und fremd in unserer Gesellschaft. Manche sprechen von bis zu einem Drittel Abgeh\u00e4ngter: Jugendliche ohne Abschluss und Berufsausbildung; junge Erwachsene in befristeten Arbeitsverh\u00e4ltnissen; Alleinerziehende, die neben der Erwerbsarbeit noch Kinder oder hilfebed\u00fcrftige Eltern zu versorgen haben; allein lebende \u00c4ltere, die hilfebed\u00fcrftig werden und mit dem t\u00e4glichen Alltag \u00fcberfordert sind. Nur noch bei einem Viertel leben die erwachsenen Kinder am selben Ort und bei einem weiteren Viertel sind die Wohnungen mehr als zwei Stunden voneinander entfernt. Dass Familien \u00fcber mehrere Generationen an einem Ort wohnen, ist seit langem keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit mehr. Meine Mutter zum Beispiel ist hier in Opladen geboren &#8211; aber ich bin eine Fremde in dieser Stadt. Wer h\u00e4ufig umzieht, oder auch nur wochenweise pendelt, verliert die allt\u00e4gliche soziale Einbettung in Familie und Nachbarschaft. Und dabei wechseln ja nicht nur wir selbst unsere Wohnorte, auch die Nachbarschaften ver\u00e4ndern ihr Gesicht. Fremde ziehen zu &#8211; als Arbeitssuchende, Migranten oder eben Fl\u00fcchtlinge. Und bei vielen w\u00e4chst die Angst vor dem Verlust des \u201eEigenen\u201c \u2013 des eigenen Arbeitsplatzes, der eigenen Kultur, der gewohnten Nachbarschaft.<\/p>\n<p>Sie werden also wieder gebraucht \u2013 Menschen wie Schwester Margret, die zupacken, Netzwerke kn\u00fcpfen und R\u00e4ume \u00f6ffnen, damit B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger einander gegenseitig helfen k\u00f6nnen. Menschen, die anderen helfen, sich zu beheimaten, und ihnen das Gef\u00fchl ihrer W\u00fcrde zur\u00fcckgeben. Aber die alten Gemeindeschwestern gibt es nicht mehr. Mit der Professionalisierung der Pflege und ihrer Einbindung ins Gesundheitswesen sind die Aspekte der Gemeindeschwesternarbeit weggefallen, die eher Sozialarbeit waren oder auch Beratungscharakter hatten. Auch deshalb, weil es daf\u00fcr keine Refinanzierung aus dem Gesundheitssystem mehr gab und weder Kommunen noch Kirchen die Notwendigkeit oder die M\u00f6glichkeit sahen, Ersatz zu schaffen. Inzwischen sehen wir, wie wichtig es ist, die professionelle Pflege mit Hauswirtschaft und Betreuung zu verkn\u00fcpfen, aber auch mit anderen Dienstleistungen im Quartier und mit b\u00fcrgerschaftlichem Engagement. Oder \u2013 um ein andere Arbeitsfeld zu nehmen &#8211; wie notwendig es ist, Kindertagesst\u00e4tten und Angebote f\u00fcr Familien zu verkn\u00fcpfen. Oder Pflegeheime und Kindertagesst\u00e4tten in Kontakt zu bringen. Nicht alles l\u00e4sst sich dem einen oder anderen System zuordnen, nicht alles ist professionalisierbar \u2013 wir leben eben auch von informellen Netzwerken.<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich engagieren sich immerhin 25 Prozent der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sich in der nachbarschaftlichen Hilfe bei Eink\u00e4ufen, Handwerksdiensten bis Kinderbetreuung &#8211; und es sind, bis auf die Unterst\u00fctzung Pflegebed\u00fcrftiger, mehr M\u00e4nner als Frauen und eher J\u00fcngere als \u00c4ltere. In einer Untersuchung dazu wird deutlich: die wechselseitigen Unterst\u00fctzungsleistungen verbessern die Lebensqualit\u00e4t aller Beteiligten. Es tut gut, gebraucht zu werden und Freunde zu haben. \u201eDie Sorge f\u00fcreinander kann uns helfen, reicher, lebendiger und sinnvoller zu leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2. Zur\u00fcck ins Gemeinwesen: Sorgende Gemeinschaften <\/strong><\/p>\n<p>Sorgende Gemeinschaften, \u201eCaring Community\u201c sind zu einem internationalen Leitbegriff geworden, um auf regionaler und lokaler Ebene Verantwortungsstrukturen neu zu beleben und zu gestalten. In Deutschland ist auch von \u201eSorgenden Gemeinden\u201c oder von \u201eVerantwortungsgemeinschaften\u201c die Rede. Kommunen, Kirchengemeinden, Schulen und Unternehmen sind gefragt und greifen das Thema auf. Und es ist kein Zufall, dass auch die Idee der Gemeindeschwester in anderer Gestalt wiederkehrt- als Quartiersmanager oder Ehrenamtskoordinatorin. Sie entstand ja in einer Zeit, in der f\u00fcr viele Menschen die sozialen Netzwerke zusammenbrachen. Die Schattenseite der neuen Produktivit\u00e4t und des steigenden Wohlstands im 19. Jahrhundert waren Arbeitslosigkeit und Armut, Wohnungsnot und \u00fcberforderte Familien. Als in Kaiserswerth die ersten Diakonissen f\u00fcr die Gemeindepflege ausgebildet wurden, entwickelte Johann Hinrich Wichern in Hamburg ein ganz neues Wohnquartier \u2013 mit Schule, Krankenhaus und Gemeinschaftshaus. Er hatte vor allem Familien in Armut im Blick. Und auch heute geht es in den Sorge-Netzwerken um ganz unterschiedliche Notlagen. Es gibt Welcome-Netzwerke mit fr\u00fchen Hilfen f\u00fcr Neugeborene und ihre Familien, aber auch Inklusionsnetzwerke, die Kinder und Erwachsene mit Behinderung im Blick haben &#8211; von der Schule bis zur Ausbildung oder auch zu Freizeitangeboten. Und nat\u00fcrlich Demenznetzwerke f\u00fcr Betroffene und ihre Angeh\u00f6rigen. Wohlfahrtsverb\u00e4nde, Ehrenamtsgruppen und St\u00e4dte machen sich auf den Weg. Es gibt B\u00fcrgerkommunen, Alternsgerechte Kommunen, Familienfreundliche St\u00e4dte.<\/p>\n<p>Aber der Bewegungsspielraum vieler Kommunen ist inzwischen gering. Viele sind kaum noch in der Lage, ihre Pflichtaufgaben in ausreichendem Ma\u00dfe zu erf\u00fcllen \u2013 geschweige denn, den wachsenden Erwartungen nachzukommen. G\u00fcnstige Wohnungen, Ganztagsbetreuung in Kitas und Schulen, m\u00f6glichst angepasste Pflegeangebote und eine alternsgerechte st\u00e4dtische Infrastruktur und gute Beratungsangebote.<\/p>\n<p>Auf diesem Hintergrund wurde das Wohnquartier wiederentdeckt. Im Stadtteil, in der Nachbarschaft, wo Menschen einkaufen, ihre Kinder zur Tageseinrichtung bringen, wo Schulen und Sportvereine Ankn\u00fcpfungspunkte bieten und \u00c4rzte medizinische Versorgung bereitstellen, begegnen sich unterschiedliche Menschen noch immer ganz selbstverst\u00e4ndlich. Hier gibt es Angebote f\u00fcr Bildung, Gesundheit und Freizeit, die jeder braucht. Wer bestimmte Zielgruppen unterst\u00fctzen will \u2013 die \u00c4lteren zum Beispiel, Menschen mit Behinderung oder Familien in Armut, muss die Angebote verkn\u00fcpfen und transparent machen. Runde Tische und Netzwerke sind n\u00f6tig, aber auch Einrichtungen der Begegnung und Beratung. Das gelingt nur, wenn Kommunen, soziale Dienste und die Wohnungswirtschaft, aber auch Verkehrsbetriebe und Einkaufszentren, \u00c4rzte oder Nachbarschaftscaf\u00e9s zusammen arbeiten und sich auch mit ehrenamtlich Engagierten vernetzen. Ein Beispiel daf\u00fcr ist Wohnquartier 4 hier in Rheinland-Westfalen-Lippe, das vor allem \u00c4ltere, aber auch Menschen mit Behinderung im Blick hat. Solche Netzwerke brauchen allerdings ein Management. Die Erfahrung zeigt: Das geht nicht ohne Flyer, Website und Newsletter. Und auch nicht ohne Hauptamtliche, ohne einen Stundenanteil der Arbeit im Quartiersmanagement oder in einem Mehrgenerationenhaus. Hier sind Kirche, Diakonie mit ihren Ressourcen gefragt.<\/p>\n<p>In der Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie liegt ein gro\u00dfes Potenzial, die quartiersbezogene Entwicklung f\u00fcr Familien, Pflegende und Pflegebed\u00fcrftige oder auch f\u00fcr von Armut Betroffene und Fl\u00fcchtlinge zu unterst\u00fctzen. In diesen Feldern haben wir nicht nur eine lange Tradition diakonischer Arbeit mit Kinderg\u00e4rten, Pflegediensten, Sozialarbeit. Die Gemeinde bringt auch ein ungeheures Kapital an Kontakten, Netzwerken und ehrenamtlich Engagierten ein. Fast an jedem Ort gibt es Kirchen und Gemeindeh\u00e4user, \u00f6ffentliche R\u00e4ume mit ungeheuren M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Begegnungen, Basare, Caf\u00e9s und B\u00fcros. Begegnungsr\u00e4ume, die zug\u00e4nglich sind, ohne Eintritt zu bezahlen. Und die Diakonie bietet noch mehr: professionelle Dienstleistungen, Unternehmensgeist und Offenheit und sozialpolitisches Know-how. Ich wei\u00df wohl: die Zusammenarbeit hakt immer wieder &#8211; die Mitarbeitenden in Kirche und Diakonie sprechen eine andere Sprache und haben oft auch andere Menschen im Blick. Denn auch wenn die Aufbr\u00fcche der Inneren Mission im 19. Jahrhundert vom Quartier ausgingen \u2013 die Entwicklung des Sozial- und Wohlfahrtsstaats f\u00fchrte zun\u00e4chst zu den Anstalten, in denen Hilfebed\u00fcrftige fernab von ihren Gemeinden versorgt wurden, und dann zu den Dienstleistungen auf dem Sozialmarkt, die wir heute kennen. Und die Kunden dieser Dienste &#8211; aus den Pflegediensten oder den Familienberatungsstellen &#8211; kommen in der Ortsgemeinde oft gar nicht vor. Viele sind Mitglieder der Kirche, aber sie haben das Gef\u00fchl nicht dazu zu geh\u00f6ren. So wie damals die griechischen Witwen. Wenn wir beides zusammenzubringen \u2013 die Lebensweltorientierung der Gemeinde und die Professionalit\u00e4t der Diakonie, aber auch: Orientierung an denen, die in die Gemeinde kommen, und denen, die das besondere Engagement der Kirche brauchen \u2013 dann k\u00f6nnen wir viel bewegen. Die Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie in der Person der Gemeindeschwester kann da beispielhaft sein. Angestellt im Mutterhaus arbeitete sie in der Ortsgemeinde.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich leben wir nicht mehr in den 1950er Jahren, geschweige denn im 19. Jahrhundert. Unsere Umwelt ist bunt und vielf\u00e4ltig geworden, kirchliche Einrichtungen sind oft in der Minderheit. Es geht also um die Entwicklung eines neuen Selbstverst\u00e4ndnisses \u2013 offen, inklusiv und quartiersbezogen. Es geht darum, zu schauen, was andere schon tun, sich zu vernetzen und dann die eigenen St\u00e4rken einzubringen. Kirche? Da sind doch nur noch alte Menschen, sagen manche. Vielleicht liegt da aber auch eine besondere St\u00e4rke der Kirche. Denn \u00e4ltere Menschen sind st\u00e4rker ortsgebunden; sie engagieren sich in Vereinen und Verb\u00e4nden, wo junge Leute immer schwerer Anschluss finden, aber zunehmend auch in B\u00fcrgerinitiativen und Genossenschaften oder in der Kommunalpolitik. Und noch immer engagieren sie sich st\u00e4rker als in anderen Bereichen in Kirche und Religion. Vielleicht ist noch zu sp\u00fcren, dass die Rolle der \u201e\u00c4ltesten\u201c in der Kirche eine lange Tradition hat. Fr\u00fcher wurden Kirchenvorsteher so genannt. Heute kehrt die Rolle wieder in den vielen Mentorenaufgaben, die in unserer Gesellschaft immer wichtiger werden. Ausbildungsmentoren, Lesepaten, ehrenamtliche Betreuer, Stadtteilm\u00fctter. Die Liste ist lang, es gibt unglaublich viele spannende Projekte in Kirche und Diakonie. Die Pflegebegleiter, die f\u00fcr hauswirtschaftliche und nachbarschaftliche Dienste sorgen. Oder die Jobpaten, die schwer vermittelbaren Jugendlichen durch die Ausbildung bis in ein festes Arbeitsverh\u00e4ltnis begleiten. Ein enormes Potenzial. Denn es sind ja die jungen Alten, die f\u00fcr den Aufbau von Sorgenden Gemeinschaften gebraucht werden. Allerdings sind manche da bei auf \u00dcbungsleiterpauschalen oder 450-Eurojobs angewiesen, weil sie sich Ehrenamt einfach nicht leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eIn Kirche und Diakonie werden gemeinsam Konzepte entwickelt f\u00fcr die Re-Sozialisierung und Revitalisierung von Kirchengemeinden, damit sie eben nicht erst auf soziale Notlagen reagieren, sondern aktiv daran mitarbeitet, funktionierende Sozialr\u00e4ume zu gestalten und Notlagen pr\u00e4ventiv zu verhindern\u201c, hei\u00dft es in der EKD-Orientierungshilfe \u201eIm Alter neu werden k\u00f6nnen\u201c. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Gemeinde Lindlar, die ihr altes Gemeindehaus und ein Pfarrhaus abrei\u00dfen lie\u00df und auf dem Gel\u00e4nde ein Mehrgenerationenwohnen und einen neuen Treffpunkt errichtete. Nicht nur mit eigenen Kr\u00e4ften, sondern in einem starken Netzwerk mit einer Wohnungsbaugenossenschaft und einem Pflegedienst und mit der Beratung von Wohnquartier 4 und dem Kuratorium Deutscher Altershilfe. Da hat eine Kirchengemeinde Verantwortung im Quartier \u00fcbernommen \u2013 und damit einen eigenen Wachstumsschub erlebt. Und ein hohes Ansehen am Ort. Ja, Gemeinden k\u00f6nnen Caring Communities werden. Es f\u00e4ngt damit an, dass sie sich ihren Auftrag erneut bewusst machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Cornelia Coenen-Marx, Opladen 3.9.17<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kirchliche Netzwerke und diakonische Arbeit das Quartier stark machen 1. 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