{"id":2186,"date":"2016-09-21T12:45:01","date_gmt":"2016-09-21T12:45:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=2186"},"modified":"2017-07-12T20:55:44","modified_gmt":"2017-07-12T20:55:44","slug":"sein-leib-mein-body-und-ich-biblische-impulse-zu-schoepfung-person-und-gabe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=2186","title":{"rendered":"Sein Leib, mein Body und ich \u2013 Biblische Impulse zu Sch\u00f6pfung, Person und Gabe"},"content":{"rendered":"<p><em><span style=\"color: #ff9900;\">\u201eIn der Nacht wache ich wieder vom Hubschrauber auf. Bringt er eine K\u00fchltasche mit zwei Nieren und einem Herzen auf Eis? Eine Lunge, eine Bauchspeicheldr\u00fcse? Mitten in der Nacht klingen landende Hubschrauber nach Vietnamkriegsfilmen\u201c<\/span>,<\/em> schreibt David Wagner in seinem Bestseller-Buch \u201eLeben\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Es ist in diesem Augenblick noch nicht lange her, dass das Telefon schellte und er selbst, sterbenskrank, die lange ersehnten Worte h\u00f6rte: \u201eWir haben ein Spenderorgan f\u00fcr Sie.\u201c Dass er hierher, ins Virchow-Klinikum in Berlin gebracht wurde. Leicht, melancholisch und dabei pr\u00e4zise und distanziert beschreibt er seine Erfahrungen, die Hoffnungen, Tr\u00e4ume und \u00c4ngste \u2013 und ich folge ihm, w\u00e4hrend ich mit Ihnen \u00fcber biblische Bez\u00fcge zum Thema \u201eOrganspende\u201c nachdenke.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Allerheiligste \u2013 Gabe und Macht<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst aber sehe ich die Mitarbeiter des Notdienstes vor mir, wie sie die rote K\u00fchltasche bringen &#8211; im Laufschritt durch die Eingangst\u00fcr in den OP\u2013Bereich, die gr\u00fcnen Kittel fliegen. Alles steril, alles in hoher Geschwindigkeit. Und unweigerlich schiebt sich f\u00fcr mich ein anderes Bild dar\u00fcber: ich sehe einen Priester oder Diakon, schwarz gekleidet, mit gemessenen Schritt durch den Altarraum gehen \u2013 auf dem Weg zum Tabernakel, das golden durch den Kirchenraum leuchtet. Hinter rotem Glas erinnert ein ewiges Licht und daran, dass hier das Allerheiligste ruht, der Leib Christi. Sterilit\u00e4t auch hier. Wenig erinnert in dieser Atmosph\u00e4re an die k\u00f6rperliche Wirklichkeit von Blut, Schmerz und Tr\u00e4nen \u2013 meist nicht einmal das Kruzifix am Altar. Umgekehrt ist in Notarztwagen und Klinikum vielen bewusst, dass hier das Allerheiligste transportiert wird &#8211; Leben pur. Keine Frage: die Bilder sind verwandt &#8211; es geht um die Gabe des Lebens, um die Heiligkeit menschlichen Lebens. Dieses Wissen ist gr\u00f6\u00dfer als meine Scheu, die beiden Symbole zusammen zu f\u00fchren &#8211; die K\u00fchltasche und das Tabernakel. Gr\u00f6\u00dfer als die Sorge, uralte Ressentiments gegen\u00fcber dem jungen Christentum noch einmal aufleben zu lassen &#8211; den Kannibalismus-Vorwurf, der die Erinnerungen an Menschenopfer beschwor.<\/p>\n<p>Hier aber geht es nicht zuerst um Macht, die sich das Lebendige einverleibt, um mit der Vitalit\u00e4t Gr\u00f6\u00dfe zu gewinnen &#8211; auch wenn Macht im Spiel ist, damals wie heute. Hier geht es zuerst um die Gabe. Schon der Begriff \u201eGabe\u201c signalisiert, was immer weniger selbstverst\u00e4ndlich scheint: die Unverf\u00fcgbarkeit des Lebens, die auch der Machbarkeit und Planbarkeit eine Grenze setzt. Wer sich gesundheitspolitisch mit dem Thema Organspende auseinandersetzt, erlebt allerdings eine andere Wirklichkeit. Die Klage \u00fcber den Mangel an Spenderorganen, die Werbung f\u00fcr einen Spendenausweis legen den Gedanken nahe, eine Transplantation sei ein mehr oder weniger normaler Behandlungsschritt, auf den es ein Recht g\u00e4be &#8211;<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> und konsequenterweise drehen sich die Debatten um Verteilungsfragen zwischen den Polen \u00d6konomie und Gerechtigkeit. Deshalb ist es wichtig, die Machtfragen, die immer auch im Spiel sind, im Blick zu behalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Descartes und die Folgen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Transplantation ist nur denkbar, wenn man dem Paradigma der Grenz\u00fcberschreitung, dem Willen zur Lebensverl\u00e4ngerung, zur Nutzung aller technischen M\u00f6glichkeiten in der Medizin folgt &#8211; und den menschlichen K\u00f6rper in Wissenschaft, Forschung und Behandlung objektiviert. Und selbstverst\u00e4ndlich haben wir uns alle l\u00e4ngst damit einverstanden erkl\u00e4rt, wir spalten ab und trennen Leib und Seele, ohne es noch wahrzunehmen. Daniel Wagner, \u00fcber lange Zeit mit diesen Fragen konfrontiert, kann das beschreiben \u2013 und wir werden uns darin wieder erkennen: \u201c<em>Eine Schwester betritt das Zimmer\u201c, <\/em>schreibt er<em>, \u201cf\u00fchlt mir den Puls, misst meinen Blutdruck. Mir kommt es vor, als geh\u00f6re mein K\u00f6rper ihr. Ich \u00fcberlege, wer im Laufe meines Lebens so alles an meinem K\u00f6rper herum gefummelt hat: meine Mutter, mein Vater, alle \u00c4rzte und Zahn\u00e4rzte, mit denen ich zu tun hatte, Friseure und Friseuren, die, mit denen ich ins Bett gegangen bin, die Physiotherapeutin, die mir die Schulter massiert, das Kind, mit dem ich auf dem Teppich herumbalge. Die meiste Zeit (allerdings) hatte ich mich ganz f\u00fcr mich allein. Der K\u00f6rper aber, der hier im Krankenhaus behandelt wird, ist nicht mehr meiner. Ich habe ihn abgegeben, ich habe unterschrieben. Ich lasse andere machen.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Ohne die strikte Trennung von Geist und K\u00f6rper, ohne den Dualismus Descartes, w\u00e4ren Organtransplantationen gar nicht denkbar. L\u00e4ngst setzen wir Herzklappen und H\u00fcftgelenke ein wie Ersatzteile einer Maschine \u2013 eine Pumpe eben, einen Filter. Genauso selbstverst\u00e4ndlich wie wir den K\u00f6rper trainieren, optimieren und notfalls mit Medikamenten fit machen und in Form bringen. Die Selbstvergessenheit, mit dem wir unserem K\u00f6rper den eigenen Willen aufzwingen und seine Grenzen nicht achten, ist ein Ausdruck dieser Abspaltung. Treffend und dabei heiter hat das Udo Lindenberg beschrieben &#8211; in seinem neuen Album \u201eSt\u00e4rker als die Zeit\u201c.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> <em>\u201eEy, du mein armer K\u00f6rper, was hab ich Dir schon alles angetan \u2013 volle Dr\u00f6hnung, hoch die Tassen, ey, das tut mir ziemlich leid. Ich muss dir jetzt mal danken nach all der Zeit\u2026\u201c.<\/em> Mir gef\u00e4llt, wie er hier inneh\u00e4lt und auf seinen K\u00f6rper sieht \u2013 auf dessen Kraft und wunderbare Widerstandsf\u00e4higkeit. <em>\u201eEy mein Body, Du und ich, ich wei\u00df, Du l\u00e4sst mich nicht im Stich. Andre h\u00e4tten bei so\u2019nem Leben l\u00e4ngst den L\u00f6ffel abgegeben\u2026\u201c. <\/em>Dabei wei\u00df er nat\u00fcrlich: Irgendwann kommt auch f\u00fcr ihn der Zeitpunkt, wo die Gesundheit nicht mehr mitmacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Wir sind Leib, der einen K\u00f6rper hat<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wenn und solange unser K\u00f6rper funktioniert, denken wir nicht viel dar\u00fcber nach. Gesundheit sei \u201edas selbstvergessene Weggegebensein an das Leben\u201c, hat der Philosoph Hans-Georg Gadamer gesagt. Erst wenn die ersten \u201eWarnsignale des K\u00f6rpers\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup><sup>[5]<\/sup><\/sup><\/a> sich bemerkbar machen, sp\u00fcren wir, dass unser Leib mehr ist als ein jederzeit verf\u00fcgbares Instrument<strong>. <\/strong>Der mittelalterliche Theologe Thomas von Aquin spricht von der \u201everleiblichten Seele\u201c. Unsere Sprache kennt diese Intuition: es l\u00e4uft uns etwas \u00fcber die Leber, es bricht uns das Herz, es geht uns an die Nieren. Die biblische Vorstellung, dass die Seele, unser Selbst eben nicht nur im Kopf, sondern im Leib verankert ist, ist uns immer noch vertraut. Bis heute assoziieren wir Lebendigkeit mit den Organen und Lebensvollz\u00fcgen, in denen der Sitz des Personseins vermutet wurde &#8211; Herz und Nieren, Leber, Blut und Atem. \u201eDu hast meine Nieren bereitet\u201c, sagt der Psalmbeter<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>, Gott hat uns lebendigen Atem eingehaucht, erz\u00e4hlt die Sch\u00f6pfungsgeschichte, und \u201edes Leibes Leben ist in seinem Blut\u201c, hei\u00dft es im Buch Levitikus &#8211; Grund f\u00fcr die Zeugen Jehovas, keiner Blut\u00fcbertragung zuzustimmen. Wir sind Leib, das wunderbar integrierte Zusammenspiel unserer Organe, die r\u00e4tselhafte Verbindung von Geist und Materie. Denn im Leib spiegeln sich nicht nur Empfindungen der Au\u00dfenwelt, sondern auch Gedanken und Gef\u00fchle \u2013 uns fr\u00f6stelt, wenn wir verletzt sind, unser Herz rast, wenn wir uns aufregen. Tats\u00e4chlich ist der K\u00f6rper mehr als ein Kumpel, der Body, mit dem wir durch das Leben gehen. Er ist Person &#8211; wenn man denn den Persona-Begriff des antiken Theaters zugrunde legt und Person als die Maske versteht, in der wir das Selbst eines anderen sehen. \u201eDas Selbst ist Leib und erlebt zugleich, dass es den Leib als seinen K\u00f6rper hat\u201c, fasst die Soziologin Geza Lindemann dieses Spannungsfeld zusammen. Deshalb k\u00f6nnen wir durch Eingriffe an unserem K\u00f6rper unser Selbstbewusstsein st\u00e4rken &#8211; Sch\u00f6nheits-OPs sind ein Beispiel daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Aber nicht nur die Abspaltung zwischen K\u00f6rper und Geist, von der David Wagner erz\u00e4hlt und die Udo Lindenberg in seinem Lied vom Body so liebevoll zu heilen sucht, ist uns vertraut. Wir sp\u00fcren auch, dass unser K\u00f6rper nicht nur uns selbst geh\u00f6rt \u2013 sondern dass wir \u00fcber unseren Leib immer schon mit anderen verbunden sind &#8211; mit denen, die uns zur Welt gebracht haben, die wir lieben, die uns helfen oder auch kr\u00e4nken, die uns behandeln und pflegen und die uns am Ende bestatten werden, die die \u201eWerke der Barmherzigkeit\u201c an uns tun. \u00dcber unseren Leib sind wir immer schon Teil eines Beziehungsnetzes \u2013 aktiv wie passiv &#8211; weil wir eben leiblich in der Welt sind. \u201e\u00dcber den Leib als schon immer kulturell gedeuteten K\u00f6rper besteht ein anthropologisches, also biologisches und soziales Band zu anderen Menschen\u2026 &#8211; ein Band, das Menschen miteinander und zu einer Menschheit verbindet\u201c, schreibt Peter Dabrock in seinen \u00dcberlegungen zur Bioethik<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>, und bezeichnet die menschliche Gattung eben nicht prim\u00e4r als eine biologische Spezies, sondern als ein kommunikativ-responsives Netzwerk. \u201eDas ist ja Fleisch von meinem Fleisch und Bein von meinem Bein\u201c, sagt Adam, als er Eva erkennt<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>.<\/p>\n<p>Dieses leibliche Selbst, die Gebundenheit unserer Identit\u00e4t an das leibliche In-der-Welt-sein und Mit-anderen-in-der-Welt-sein, ist f\u00fcr die biblischen Texte selbstverst\u00e4ndlich. Der Dualismus von Geist und K\u00f6rper, die Trennung von Leib und Seele dagegen, die uns aus griechischen und gnostischen Traditionen bis heute ganz bildhaft vertraut ist, ist der Bibel fremd. Keine Seelen, die den V\u00f6geln \u00e4hnlich dem Himmel entgegenziehen. Keine Wiederg\u00e4nger, die noch nach Tagen und Jahren die Hinterbliebenen aufsuchen. Keine jenseitige Wirklichkeit, die gegen die Diesseitige ausgespielt wird &#8211; nein, das umgekehrte gilt. Gott wird Mensch, er ist im Fleisch<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> \u2013 er inkarniert sich. Und auch unser Leib wird zum Tempel des Heiligen Geistes<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> &#8211; gepflegt, zerbrechlich und sp\u00e4ter zerst\u00f6rt, bis Gott ihn in der Auferstehung ganz neu und vollkommen gestaltet. Stark und sch\u00f6n, ohne die Verletzlichkeit und Endlichkeit, die uns hier schmerzen.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Und ganz k\u00f6rperlich kommen die Zeichen daher, mit denen Jesus diese Richtung weist \u2013 wenn er die Kinder auf den Schoss nimmt, den Blinden Speichel auf die Augen streicht, die Leprakranken ber\u00fchrt. Heilungswunder, Speisungswunder, Liebeszeichen wie die Fu\u00dfwaschung &#8211; wenn Jesus Menschen aufrichtet und zu sich selbst bringt, dann geschieht das ganz leiblich und ist genauso so Zeichen f\u00fcr die kommende Auferstehung. Die Auferstehung des Fleisches, wie es fr\u00fcher im apostolischen Glaubensbekenntnis hie\u00df. Und auch die Hingabe Jesu zeigt sich greifbar \u2013 nicht erst im Tod am Kreuz, sondern schon beim letzten Sedermahl, als er das Brot bricht und das Passaopfer neu deutet: Dies ist mein Leib.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Die wechselseitige Verbundenheit der Leiber, von der Peter Dabrock spricht, wird vielleicht nirgendwo so erfahrbar und wirft kaum irgendwo so viele Fragen auf wie bei der Organtransplantation. <em>\u201eUnd so ist es passiert<\/em>\u201c, schreibt David Wagner<em>, \u201eich habe die Leber eines anderen Menschen, eines oder einer Toten, bekommen &#8211; geschenkt bekommen. Ihm oder ihr wurde sie aus dem Leib geschnitten und mir anstelle meiner eigenen eingepflanzt. Ich kann das eigentlich nicht glauben. Es h\u00e4tte ja, ich wei\u00df, auch andersherum kommen k\u00f6nnen. Ich h\u00e4tte in jener Nacht verbluten k\u00f6nnen \u2013 im Badezimmer, \u00fcber der Badewanne, im Rettungswagen, auf dem Weg in die Klinik. Der Notarzt hielt meinen Organspenderausweis ja schon in der Hand. Anderswo h\u00e4tten sich Menschen gefreut, h\u00e4tten weiterleben k\u00f6nnen und w\u00e4ren vielleicht nicht auf der Warteliste gestorben, ihre Telefone h\u00e4tten in dieser Nacht geklingelt und eine Stimme h\u00e4tte gesagt: Wir haben eine Lunge, eine Niere, ein Herz f\u00fcr sie. Nur meine Leber h\u00e4tte niemandem geholfen.\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><strong>[13]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Was es hei\u00dft, biologisch betrachtet, eine Chim\u00e4re zu sein &#8211; ein anders Organ im eigenen Leib zu tragen, andere Zellen, ein St\u00fcck eines anderen Selbst, das besch\u00e4ftigt Wagner wie viele Organtransplantierte immer wieder. Er tr\u00e4umt den anderen Menschen, f\u00fcr ihn ist es eine Frau, sieht sie an einem Bett sitzen, spricht mit ihr, f\u00fchlt seine Hand von ihr gef\u00fchrt. Und dabei l\u00e4sst ihn die Frage nicht los, ob er ihr dankbar ist, dankbar sein soll. Wie dieses andere Leben in ihm nun zum Ausdruck kommen kann. Wagner besch\u00e4ftigt sich deshalb mit der Theorie des Geschenks und der Gabe, die Philosophen und Soziologen von Marcel Mauss und Jaques Derrida kennen \u2013 und mit der Frage, ob wir eine Gabe annehmen k\u00f6nnen ohne etwas zur\u00fcck zu geben. <em>\u201eIch m\u00fcsste so dankbar sein, wie es dankbarer nicht geht. Das Problem mit der Dankbarkeit, die ich eigentlich empfinden m\u00fcsste: Sie m\u00fcsste viel, viel gr\u00f6\u00dfer sein. Aber ist das nicht \u00fcberhaupt das Problem mit den ganz gro\u00dfen Geschenken? Sie lassen sich nicht erwidern. Sie machen klein. Wie sollte ich mich f\u00fcr mein Dasein bedanken?&#8230; Wie war das noch mit der Tyrannei der Gabe, von der Marcel Mauss in seinem ber\u00fchmten Buch spricht? Der Geber erlange durch seine Gabe eine magische, ja religi\u00f6se Macht \u00fcber den Empf\u00e4nger. Geh\u00f6re ich jetzt also Dir? Sp\u00e4ter hat Jaques Derrida die Gabe neu definiert. Eine wirkliche Gabe sei nur eine Gabe ohne Gegengabe. Demzufolge w\u00e4re eine Organspende die perfekte Gabe, denn eine Gegengabe ist nicht m\u00f6glich.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Die Anonymit\u00e4t des Spenders bei der Organspende macht die Sache noch schwieriger. Das Transplantationsnetzwerk versucht hier mit gutem Grund andere wie die Angeh\u00f6rigen, einzubeziehen &#8211; aber auch die bleiben unbekannte Fremde, vermittelt durch eine Verwaltungsstelle. Wie lebt man damit?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Dein Tod \u2013\u00a0mein Leben<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eDein Tod \u2013\u00a0mein Leben\u201c hei\u00dft ein nachdenkliches Buch von Vera Kalitzkus zum Thema Organspende. Im Zusammenhang mit diesem biblischen Impuls ist mir der Titel noch einmal neu ins Auge gesprungen, weil er an eine Vielzahl von Passions- und Auferstehungsliedern erinnert. Am sch\u00f6nsten vielleicht das von Christian F\u00fcrchtegott Gellert: \u201eDein Kreuz ist unser Sieg, Dein Tod ist unser Leben, in Deinen Wunden ist die Freiheit uns gegeben\u2026\u201c \u201e<em>Unser keiner lebt sich f\u00fcr sich selber und keiner stirbt f\u00fcr sich selbst\u201c, <\/em>schreibt Paulus an die Gemeinde in Rom<em> \u2013 \u201eleben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Denn, ob wir leben oder sterben, wir sind des Herrn<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Die Vorstellung, dass ein anderer in mir lebt, meine DNA ver\u00e4ndert, meinen Willen bestimmt, wurde im Neuen Testament schon einmal auf ganz andere Weise gedacht. Wenn Christus in mir lebt, bin ich ein neuer Mensch, denke andere Gedanken, gehe andere Wege. Wenn Christus in mir sp\u00fcrbar wird, bin ich zugleich mehr als ich selbst, bin Teil eins Gr\u00f6\u00dferen, des \u201eLeibes Christi\u201c. Denn der Leib Christi ist ja eben nicht nur \u2013 oder vielleicht sogar am wenigsten &#8211; diese kleine wei\u00dfe Hostie, die wir k\u00f6rperlich fassbar, f\u00fchlbar und schmeckbar in die Hand und auf die Zunge nehmen, sondern eine \u00fcber uns hinausgehende Wirklichkeit. In der Gemeinde<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a>, ja, im Kosmos<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a>. Die Tausch- und Gabenbeziehungen in diesem Geflecht sind noch einmal andere als Eurotransplant sie vermittelt. Aber wie im Fall der Organ\u00fcbertragung verkn\u00fcpft sie Schicksale von Menschen, die nun eine neue Art von Verwandtschaft bilden. Jesus selbst spricht von seinen Schwestern und Br\u00fcdern.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p>\u201e<em>Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben<\/em>\u201c, hei\u00dft es in der 1. Frage des Heidelberger Katechismus. Mit der Antwort buchstabiere ich mich sehr m\u00fchsam durch mein Leben: <em>\u201eDass ich mit Leib und Seele im Leben wie im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus geh\u00f6re<\/em>.\u201c Mein Leib, mein K\u00f6rper geh\u00f6rt mir nicht &#8211; das bleibt eine Irritation f\u00fcr meine Vorstellungen von Autonomie und Selbstbestimmung. Hier geht es um mich, ich werde gesehen \u2013 mit jedem Detail meines Lebens bis zu den Haaren auf meinem Kopf &#8211; zugleich aber geht es immer um mehr als um mich: Um das ganze Menschengeschlecht, um die Zukunft der Welt. Ich werde geliebt und ich werde gebraucht, damit auch andere leben. Die Gabe des Lebens zu empfangen, hei\u00dft darum immer auch, es zu teilen und weiter zugeben. Darauf zielt der Heidelberger Katechismus in seinem dritten Teil: \u201e<em>Von der Dankbarkeit\u201c.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><strong>[19]<\/strong><\/a><\/em> Weder Eitelkeit noch Schuld sollen das hindern, weder das schlechte Gewissen noch die Angst vor der Zukunft &#8211; denn das alles, meine Selbstbezogenheit und unsere Verstricktheit, geh\u00f6rt zum \u201ealten Menschsein\u201c, macht unfrei und kettet an das, was war.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Wenn Paulus ein solches Verhalten \u201efleischlich\u201c nennt<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a>, dann liegt ein anderes Verst\u00e4ndnis des Leibes zu Grunde: dann geht es nicht um die Soma, die so eng mit der Psyche verbunden ist \u2013 dann ist die Sarx, das Gekettetsein ans Leben. Der Lebensentwurf des neuen Menschen ist bestimmt von einer befreienden Dankbarkeit f\u00fcr das Geschenk des Lebens. Sie zeigt sich nicht nur und vielleicht nicht einmal besonders darin, dass ich vor Gott niederknie, sondern darin, dass ich mich zu denen nieder beuge, die meine Demut und Hingabe brauchen. Menschen wie ich, Menschen, die leiden und die Gott doch heilig sind &#8211; so heilig, dass er selbst in Jesus vor ihnen kniet. Die Fu\u00dfwaschung Jesu<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> an seinen J\u00fcngern ist ein sinnf\u00e4lliges Beispiel f\u00fcr die Bewegung der Hingabe. \u201eSo sollt auch Ihr einander die F\u00fc\u00dfe waschen\u201c, sagt Jesus zum Schluss und setzt damit die Bewegung in Gang, mit der wir teilhaben k\u00f6nnen am Fluss der Liebe, an der Hin-Gabe Christi. Das Leben geben wir nicht zur\u00fcck an die, von denen wir empfangen haben &#8211; wir geben es weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Zwischen den Zeiten<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ist das nun das Ende der Macht und der Tyrannei, die oft genug mit der heiligen Gabe verbunden ist? Macht das nun endlich nicht mehr klein sondern gro\u00df? Ich denke an die Debatte um die Heiligsprechung von Mutter Theresa. Vor lauter Heiligkeit, hie\u00df es, achte man in den Sterbeh\u00e4usern nicht auf Sterilit\u00e4t. Und auch die innere Dunkelheit werde hier viel zu schnell \u00fcbert\u00fcncht. Wir sind aber noch keine neuen Menschen \u2013 nur manchmal wird schon etwas davon sp\u00fcrbar. Paulus beschreibt diese Erfahrung als ein \u201eZwischen den Zeiten sein\u201c &#8211; wir sind schon Teil des Leibes Christi, geh\u00f6ren zu einer neuen Bewegung, aber wir leben noch in der alten Wirklichkeit. Wir sind noch in der Welt, aber nicht von der Welt \u2013 und darin Menschen, die auf den Herrn warten.<\/p>\n<p>Wenn einer uns etwas sagen kann \u00fcber dieses Warten &#8211; den Zwischenraum zwischen altem und neuem Leben, dann ist es noch einmal David Wagner. <em>\u201eIch warte zu Hause, ich warte im Krankenhaus. Ich warte auf die Untersuchung, auf den Besuch, auf die Visite, ich warte auf das Essen und darauf, dass etwas passiert. Ich warte auf ein Leben, ich warte auf den Tod\u2026 Ich warte. Nein, stimmt nicht, von Warten kann \u00fcberhaupt keine Rede sein. Ich denke fast nie an den Tag X, ich habe keine Lust an ihn zu denken\u2026\u201c. <\/em>Genau so geht es uns allen. <em>\u201eDenn unser B\u00fcrgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten\u201c, <\/em>schreibt Paulus.<em> \u201eEr wird unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten zur Gleichf\u00f6rmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit\u2026\u201c<\/em><a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a>. Darauf warten wir. Aber warten wir wirklich? Gelingt es uns denn, abschiedlich zu leben, wie die Hospizbewegung das nennt &#8211; und atmen wir auf, wenn ab und an ein Fensterfl\u00fcgel aufspringt und eine Ahnung hereinweht von einem ganz anderen Leben, in dem die Bruchst\u00fccke unserer Existenz zusammen gef\u00fcgt werden zu neuer, vollkommener Sch\u00f6nheit<em>? \u201eNein, ich warte nicht\u201c, <\/em>schreibt Wagner.<em> \u201eSoll nicht alles so und nicht anders sein? K\u00f6nnte ich nicht, das gelingt mir doch schon lange, einfach so weiterleben?\u201c<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><strong>[24]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Noch immer wissen wir nur bruchst\u00fcckhaft Bescheid \u00fcber die Kraft, die uns am Leben h\u00e4lt \u2013 wir verstehen wir nicht wirklich, wie der Prozess des Sterbens verl\u00e4uft. Klar ist nur, dass all unsere Konstrukte immer wieder zerbrechen &#8211; auch die \u00fcber den Todeszeitpunkt. Atemstillstand, Nierenversagen, Herztod, Hirntod &#8211; wann genau wird der K\u00f6rper zum Leichnam? Die Fragen, die in der Ethik diskutiert werden, \u00e4hneln denen, die wir rund um den Anfang des Lebens debattieren &#8211; wir suchen nach Sicherheit f\u00fcr alle Beteiligten, f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen, die \u00c4rztinnen und Pflegenden, f\u00fcr die Verteilung der Organe, f\u00fcr Versicherungen und Gerichte. Alles h\u00e4ngt am Status des Organspenders. Denn nur \u00fcber einen Toten l\u00e4sst sich verf\u00fcgen \u2013 aber l\u00e4sst sich \u00fcber einen Toten verf\u00fcgen? Noch einmal die Machtfrage &#8211; diesmal geht es um die Macht politischer Entscheidungen, die allen Beteiligten Sicherheit geben. Was aber wenn wir es auch hier mit einem \u201eDazwischen\u201c zu tun haben? Zwischen Hirntod und irreversiblem Koma, in dem der Organismus sein Gleichgewicht noch aufrecht h\u00e4lt? Wenn denn der \u201eHirntod\u201c eine Erfindung der Transplantationsmedizin ist?<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Dann m\u00fcssten wir umso umsichtiger handeln, umso mehr Handelnde einbeziehen, umso peinlicher darauf achten, dass eine freie Entscheidung, eine bewusste Gabe am Anfang steht. Ohne jeden Zwang und ohne Gesch\u00e4ftsinteressen, wie es Luther schon f\u00fcr Liebe und Ehe forderte. Weil die Liebe und der Tod beides nicht vertr\u00e4gt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Die neue Sch\u00f6pfung <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Am Anfang meines Nachdenkens stand der Leib Christi &#8211; und er soll am Ende stehen in dreifacher, ja, vierfacher Gestalt. Ich sehe das Tabernakel mit den Hostien, die die Kirche aufbewahrt wie einen Schatz, sehe den geschundenen K\u00f6rper des Gekreuzigten \u00fcber dem Altar, und auch das Beziehungsgeflecht der Kirche, in dem die Gaben geteilt werden \u2013 nicht nur im heiligen Raum, sondern mitten in der Welt. Da sehe ich die geschundenen K\u00f6rper, krank, sterbend, frisch operiert, angeschlossen an Apparate, im hellen Licht der Intensivstation &#8211; geh\u00fctet und zitternd zwischen Angst und Hoffnung. Was wird aus unseren geschundenen Leibern in einem neuen Leben? Wie sieht sie aus, die Auferstehung des Fleisches, auf die wir hoffen &#8211; \u00fcber alle Lebensverl\u00e4ngerung hinaus? Die \u00fcberraschende Lebendigkeit des Lazarus bleibt ein Zwischenschritt. \u201e<em>Ich bilde mir ja nicht ein, nach einer Transplantation immer alles gro\u00dfartig, wunderbar und sonnig ist\u201c, <\/em>schreibt Wagner \u00fcber den Beginn des neuen Lebens, das ihm versprochen ist. Er wei\u00df<em>, \u201edie schrecklichen, endlosen, leeren, verzweifelten Tage, sie kommen wieder.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die sch\u00f6nsten Bilder des Neuen Testaments sind \u00f6sterlich; sie erz\u00e4hlten von der neuen Sch\u00f6pfung. Aber sie zeigen sie so, wie wir sie mitten in der alten verstehen k\u00f6nnen: Jesus mit seinen J\u00fcngerinnen und J\u00fcngern. Da wird gelebt, gegessen und getrunken &#8211; der Meister l\u00e4sst sich ber\u00fchren. Alles ganz leiblich &#8211; als reichte die neue Welt der alten die Hand. Sie erkennen ihn an seinen Gesten, an seiner Stimme, ja &#8211; sogar an seinen Wunden. Und trotzdem steht alles das in einem neuen Licht. In seinem gro\u00dfen Bekenntnis zur Liebe beschreibt Paulus das so: Wenn das Vollkommene kommt, sind die Bruchst\u00fccke unseres Lebens aufgehoben<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a>. Jenseits dessen, was wir wissen oder glauben k\u00f6nnen, macht sich die Liebe an dieser Hoffnung fest. Und ertr\u00e4gt das Nichtwissen, das Unvollkommene, das Dazwischen. Sie bleibt die gr\u00f6\u00dfere, ja, die einzige Wirklichkeit, die uns mit den ungel\u00f6sten, den offenen Fragen leben l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Cornelia Coenen-Marx, OKR a.D., Seele und Sorge<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> David Wagner, Leben, Reinbek 2013, S. 49<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Vera Kalitzkus, Dein Tod, mein Leben \u2013 Warum wir Organspenden richtig finden und trotzdem davor zur\u00fcckschrecken, Frankfurt 2009 S. 23<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> David Wagner, a.a.O, S. 164<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Udo Lindenberg, St\u00e4rker als die Zeit, 2016<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. z.B. Volker Fintelmann, Marcela Ullmann, Warnsignale des K\u00f6rpers, Beschwerden von K\u00f6rper und Seele ganzheitlich verstehen, M\u00fcnchen 2004<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Psalm 139,13<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Peter Dabrock, Bioethik des Menschen, in Handbuch der Evangelischen Ethik, M\u00fcnchen 2015,S. 532<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> 1. Mose 2, 2<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Joh.1, 14 \u2013 Joh. 3, 6- R\u00f6m. 1,3<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> 1. Kor. 6, 19<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> 1. Kor. 15<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Markus 14<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> A.a.O. S. 130<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> A.a.O S. 209<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> R\u00f6m.14, 7f<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> 1. Kor 12, 27<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Kol. 1,18<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> In Matth 12 sogar in Abgrenzung von seinen \u201ebiologischen\u201c Verwandten<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Alle Glaubenden haben gemeinsam und jeder f\u00fcr sich Anteil an dem Herrn Christus und an allen seinen Sch\u00e4tzen und Gaben. Darum soll auch jeder seine Gaben willig und mit Freuden in den Dienst der anderen Glieder stellen.\u201c (HK Frage 55 zur Gemeinschaft der Heiligen)<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Das Neue Testament unterscheidet zwischen Sarx und Soma \u2013 Fleischlichkeit als Selbstbezogensein und Leiblichkeit als kommunikatives in der Welt sein &#8211; wobei die Perspektive der Sarx immer die der S\u00fcnde ist.<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> R\u00f6m. 6, 19<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Joh. 13, 5ff<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Phil. 3, 2of<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a>A.a.O. S. 108\/109<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Thomas Brust zitiert so Franco Rest nach \u201eDie Wurzel\u201c, Nr. 3, 2012 \u2013 in \u201eOrganspende und \u2013transplantation, eine Analyse ethischer und christlicher Aspekte, Wetzlar-Dillenburg, 2013<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> 1. Kor. 13<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIn der Nacht wache ich wieder vom Hubschrauber auf. 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