{"id":1226,"date":"2015-09-24T13:20:00","date_gmt":"2015-09-24T13:20:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=1226"},"modified":"2016-02-05T16:57:14","modified_gmt":"2016-02-05T16:57:14","slug":"die-seele-des-sozialen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=1226","title":{"rendered":"Die Seele des Sozialen"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Zum zehnj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Pflegezentrums der Diakonie Rotenburg:<\/strong><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<p>Liebe Frau Dangschat, liebe Teammitglieder, meine Damen und Herren,<\/p>\n<p>zun\u00e4chst ganz herzliche Gl\u00fcckw\u00fcnsche zum zehnten Geburtstag. Zehn Jahre, das ist das Alter, in dem die Kids die Kinderschuhe ausziehen und von der Grundschule auf die weiterf\u00fchrende Schule wechseln. Wenn es gut geht, noch immer voller Neugier und Begeisterung, mit Lust zum Lernen und Spielen. Zugleich aber schon mit gro\u00dfem Ernst \u2013 sie haben ja schon die ersten Zeugnisse und Zensuren bekommen und wissen, dass gute Noten helfen, die n\u00e4chsten Schritte zu gehen. So ist es bei Ihnen! Wer Ihre Website, es lohnt sich, ansieht, der sieht die tolle Bewertung des MDK, ein glattes \u201eSehr gut\u201c in der Bewertung durch die Patientinnen und Patienten prangt da auf der ersten Seite. Meinen Gl\u00fcckwunsch auch dazu \u2013 vor allem deshalb, weil uns mit Ihren Teamfotos aus den verschiedenen Zeiten offene Gesichter anstrahlen. Ich habe den Eindruck, jede Menge Energie, Engagement und auch Begeisterung zu sp\u00fcren. Auf Ihrem Teamfoto von 2005, dem Gr\u00fcndungsjahr Ihrer jetzigen Einrichtung, f\u00e4llt einem die \u00e4ltere Schwester auf der rechten Seite ins Auge. Anders als die \u00fcbrigen Personen auf dem Bild tr\u00e4gt sie die Diakonissentracht. Diese Tracht erz\u00e4hlt etwas von der Geschichte, aus der Ihre Einrichtung sich entwickelt hat. Heute l\u00e4sst sich das Diakonische auf den Bildern nicht sofort ablesen \u2013 auf einem Foto habe ich aber entdeckt, dass der Name der Einrichtung und damit auch das Diakonische auf dem R\u00fccken Ihrer schicken gr\u00fcnen T-Shirts steht. Und es findet sich ja auch in der freundlichen und klaren Formulierung Ihres Leitbildes auf Ihrer Website.<\/p>\n<p>Es hat sich viel ver\u00e4ndert, seit Schwester Elfriede aus dem Diakonissenmutterhaus in Kassel ihre Arbeit angetreten hat. Anl\u00e4sslich Ihres Jubil\u00e4ums m\u00f6chte ich diesen Ver\u00e4nderungen ein wenig nachgehen. \u00dcber \u201eden Stellenwert einer Diakoniestation in der ambulanten Pflege in unserem Gesundheitssystem\u201c bat mich Frau Dangschat zu sprechen. Und das tue ich sehr gerne, denn ich habe den Eindruck, dass Sie und Ihre Einrichtung gerade heute eine sehr wichtige Rolle spielen in dieser heutigen Zeit und diesem Gesundheitssystem \u2013 dass Ihre Arbeit aber auch mit ziemlichen Herausforderungen verbunden ist, und zwar ganz anderen als denen, die Schwester Elfriede zu Beginn ihrer T\u00e4tigkeit kennenlernte (einmal ganz abgesehen davon, dass es damals noch kein Internet gab!). So will ich also im Folgenden \u00fcber die ver\u00e4nderten Herausforderungen nachdenken und dar\u00fcber, was Sie und Einrichtungen wie die Ihrige angesichts dieser neuen Situation leisten. Es ist mir aber auch ein Anliegen, \u00fcber die andere Seite zu sprechen, \u00fcber Sie selbst und dar\u00fcber, was die Arbeit, die Sie tun, f\u00fcr Sie bedeuten kann. Ich war lange Jahre als Theologischer Vorstand und Vorsteherin der Schwesternschaft in der Kaiserswerther Diakonie und glaube daher einige der Anliegen zu kennen, die viele Besch\u00e4ftigte in diesem Bereich umtreiben. \u2013 Besch\u00e4ftigte habe ich gesagt, auch um zun\u00e4chst einmal genderneutral zu bleiben. Tatsache und ein wichtiger Mosaikstein in dem Gesamtbild, \u00fcber das ich sprechen m\u00f6chte, ist aber auch, dass die allermeisten Pflegekr\u00e4fte Frauen sind, so ja auch die Mitglieder Ihres Teams.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Von der Gemeindeschwester zum Versorgungsnetzwerk: Diakonie im Quartier<\/strong><\/p>\n<p>In meiner Kindheit war die Gemeindeschwester eine ganz selbstverst\u00e4ndliche und ganz wichtige Figur, ein zentraler Knotenpunkt im Netzwerk der Ortsgemeinde. Ich stamme aus einer Pfarrersfamilie und die Gemeindeschwester kam oft zu uns zum Fr\u00fchst\u00fcck \u2013\u00a0sie hatte dann ihre erste Schicht schon hinter sich und erz\u00e4hlte von ihren Patientinnen und Patienten. Sie kannte jeden und jede Familie im Viertel und wusste, wo es welche Probleme gab. Und sie hat auf sehr selbstverst\u00e4ndliche und direkte Art angepackt und geholfen, wo es notwendig war. F\u00fcr viele Menschen war sie auch nicht nur wegen ihrer praktischen Unterst\u00fctzung hilfreich, sondern sie war, was man eine gute Seele nennt: hat den Menschen zugeh\u00f6rt, einen netten Schwatz mit ihnen gehabt, ihnen Trost und Mut zugesprochen, wenn es schwer war. Und weil sie immer wusste, was in den einzelnen H\u00e4usern los war, wer was brauchte und wer was hatte, konnte sie auch unter den Menschen vermitteln und das Netz weiter kn\u00fcpfen. Dabei gab es \u2013 soweit ich es als Kind wahrgenommen habe \u2013 keine klaren Arbeitszeiten und auch keine genauen Bestimmungen dar\u00fcber, welche T\u00e4tigkeiten sie aus\u00fcben sollte und welche nicht \u2013 und schon gar nicht war vorgeschrieben, wie lange sie etwa f\u00fcrs Waschen oder Fingern\u00e4gel schneiden brauchen durfte. Ob allerdings Schwester Helene damals so etwas wie Freizeit und ein Privatleben hatte, daran kann ich mich gar nicht erinnern. Sie war auf eine sehr selbstverst\u00e4ndliche Art mit ihrer Aufgabe verbunden. Damit setzte sie eine Tradition fort, die im 19. Jahrhundert als neuzeitliche Diakonie begr\u00fcndet worden war \u2013\u00a0in der Zeit, als auch das Kaiserswerther Mutterhaus entstand.<\/p>\n<p>Damals, in der Zeit der Industrialisierung, brachen f\u00fcr viele Menschen die sozialen Zusammenh\u00e4nge, die sie getragen hatten, zusammen. Die Schattenseite der neuen Produktivit\u00e4t, des Anwachsens der St\u00e4dte und des steigenden Wohlstandes waren Arbeitslosigkeit und Armut, Wohnungsnot und in der Folge oft Probleme mit Alkohol und Kriminalit\u00e4t, Schwangere und M\u00fctter ohne M\u00e4nner, die sie versorgt h\u00e4tten. Pers\u00f6nlichkeiten wie Johann Hinrich Wichern oder Theodor Fliedner und seine Ehefrau Friederike und nach ihr Caroline Fliedner schauten mit offenen Augen auf diese Situation und f\u00fchlten sich dadurch in ihrem christlichen Glauben herausgefordert. Sie rechneten damit, dass ihnen in den vernachl\u00e4ssigten Kindern, den allein gelassenen Kranken, den jungen Leuten im Gef\u00e4ngnis Gott selbst begegnen w\u00fcrde \u2013 so wie Jesus es im Gleichnis vom gro\u00dfen Weltgericht sagt: \u201eIch war krank und ihr habt mich besucht; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ja, was ihr getan habt einem unter diesen geringsten Br\u00fcdern, das habt ihr mir getan\u201c (Mt 25,40). Wichern gr\u00fcndete das Rauhe Haus in Hamburg, die Fliedners die Diakonissen-Anstalt in Kaiserswerth bei D\u00fcsseldorf. Solche Einrichtungen versuchten mit damals innovativen Mitteln auf die neue Situation zu antworten. Im Rauhen Haus wurden vor allem straff\u00e4llig gewordene Jugendliche aufgenommen und auf ein Leben in Arbeit vorbereitet, in Kaiserswerth wurden Frauen aus allen Schichten zu Krankenpflegerinnen oder Erzieherinnen und Lehrerinnen ausgebildet. Das Prinzip bestand darin, den Menschen eine Gemeinschaft zu bieten, in der sie Halt und Orientierung fanden \u2013 nicht zuletzt dadurch, dass sie bestimmte Aufgaben zu erledigen hatten und selbst f\u00fcr andere t\u00e4tig werden konnten. Von diesen Gemeinschaften aus, die ihr christlicher Glaube, ihre Rituale und das gemeinsame Tun zusammenhielt, gingen neue Impulse in die St\u00e4dte und D\u00f6rfer \u2013 mit Gemeindeschwestern und Diakonen, die Bed\u00fcrftigen halfen und Zusammenhalt stifteten.<\/p>\n<p>Was ich hier als Bild der \u201eklassischen\u201c Gemeindeschwester gezeichnet habe, erscheint den meisten Menschen heute nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df, angefangen vom Leben in einer christlichen Gemeinschaft mit der unklaren Trennung zwischen Arbeit und Freizeit bis hin zu der Tatsache, dass die Diakonissen unter ihnen nur ein Taschengeld bekamen. Dennoch gibt es einiges daran, das auch f\u00fcr uns heute eine Inspiration sein kann \u2013 oder was Sie auch aus Ihrer t\u00e4glichen Arbeit kennen. Es ist ja keineswegs so, dass in den heutigen St\u00e4dten und Gemeinden, in denen die Menschen im Durchschnitt deutlich wohlhabender sind als zu Zeiten von Wichern oder der Fliedners, in denen M\u00fcllabfuhr, flie\u00dfendes Wasser und Zentralheizungen selbstverst\u00e4ndlich sind \u2013 dass in unserer heutigen Umgebung nur eitel Sonnenschein herrschen w\u00fcrde. Auch heute sind viele Menschen haltlos aus den verschiedensten Gr\u00fcnden, viele aus der jungen Generation, darunter gerade die Alleinerziehenden, sind \u00fcberfordert, neben der Arbeit noch Kinder und alte Eltern zu versorgen, das Miteinander zwischen Menschen verschiedener Kulturen stellt vor Herausforderungen, viele alte Menschen sind einsam. Hier werden Menschen gebraucht und es werden Plattformen gebraucht, um zu helfen, aber auch um Netzwerke herzustellen, damit B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger einander gegenseitig helfen k\u00f6nnen \u2013 Leihomas unterst\u00fctzen Alleinerziehende bei der Kinderbetreuung und kommen so selbst aus ihrer Wohnung heraus, Ruhest\u00e4ndler stellen sich als Mentoren zur Verf\u00fcgung, damit junge Leute den \u00dcbergang von der Schule in den Beruf erfolgreich bew\u00e4ltigen, andere engagieren sich f\u00fcr internationale G\u00e4rten und tragen bei wechselseitigen Essenseinladungen zur Verst\u00e4ndigung mit Migranten bei, und auch N\u00e4hstuben mit gespendeten Kleidern f\u00fcr Fl\u00fcchtlingsfrauen haben schon wieder Konjunktur.<\/p>\n<p>Vielleicht fungieren Sie selbst bei Ihrer Arbeit auch manchmal spontan so wie die Gemeindeschwester im Dorf meiner Kindheit, indem Sie Kontakte herstellen, einfach weil Sie nah an die Menschen herankommen, weil Sie Situationen sehen, Nachbarn und professionelle Hilfsangebote kennen und spontan eine Idee haben, wer weiterhelfen k\u00f6nnte. In jedem Fall aber leisten Sie mit Ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen in ihrer Wohnung, in ihrem angestammten Quartier bleiben k\u00f6nnen, selbst\u00e4ndig leben und sich geborgen f\u00fchlen. Selbstverst\u00e4ndlich ist das nicht. Denn immerhin 43 Prozent der \u00c4lteren leben in Einpersonenhaushalten. Und auch wenn die meisten Pflegebed\u00fcrftigen noch immer von ihren Familien gepflegt werden &#8211; viele gehen in eine station\u00e4re Einrichtung, weil sie ihren Alltag nicht mehr allein bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Sie brauchen vielleicht kaum Pflege, sondern vor allem Unterst\u00fctzung beim Erledigen der Hausarbeit und beim Einkaufen. Diese \u201eL\u00f6sung\u201c ist extrem teuer, nicht nur f\u00fcr die Betroffenen selbst sondern auch f\u00fcr die Kommunen. Es gibt inzwischen zahlreiche Projekte, in denen mit innovativen Konzepten hilfreiche Angebote im Quartier geschaffen werden. Ich nenne hier nur das SONG-Projekt in Bielefeld oder auch Wohnquartier hoch 4. Voraussetzung ist, dass sich die Kommunen, die sozialen Dienste, die Wohnungswirtschaft, aber auch Verkehrsbetriebe und Einkaufszentren, \u00c4rzte und Apotheken auf neue, ungewohnte Kooperationen einlassen. Und dass es Menschen gibt, die die Bereitschaft, die F\u00e4higkeit und die Zeit mitbringen, sich in solchen integrativen Projekten zu engagieren. In der Regel ist dazu auch professionelle Unterst\u00fctzung erforderlich \u2013 z.B. im Quartiersmanagement oder in einem Familienzentrum oder Mehrgenerationenhaus. Dabei geht es immer h\u00e4ufiger auch darum, \u00fcberhaupt die Eckpfeiler des \u00f6ffentlichen Raums und des nachbarschaftlichen Lebens aufrecht zu halten: eine Grundschule, einen Laden am Ort, die Praxis des Hausarztes, eine Kneipe oder ein Caf\u00e9, wo man sich ungezwungen treffen kann, regelm\u00e4\u00dfigen Nahverkehr. An immer mehr Orten entstehen gemeinsame Mittagstische, Pfarrg\u00e4rten \u00f6ffnen als Cafes und B\u00fcrgerbusse werden von Ehrenamtlichen betrieben, damit auch \u00c4ltere weiter mobil sein k\u00f6nnen. Durch das gemeinsame Engagement f\u00fcr die Nachbarschaft entstehen starke Bindungen zwischen den Beteiligten, oft \u00fcber die Grenzen traditioneller kultureller oder ethnischer Milieus hinweg.<\/p>\n<p>Ihre Homepage zeigt, dass auch Sie sich schon l\u00e4ngst als Teil eines Netzwerks verstehen: da wird auf Kirchengemeinden und Krankenhaus, aber auch auf die Kommunen verwiesen. Ich will aber nicht verhehlen, dass ich davon tr\u00e4ume, dass Diakoniestationen noch eine weiter gehende Funktion in einem integrativen Gesundheitsnetzwerk haben k\u00f6nnten. Wenn wir wollen, dass wir alle auch im Alter m\u00f6glichst lange in ihrem Umfeld bleiben k\u00f6nnen, dann muss die selbstverst\u00e4ndliche Zusammenarbeit zwischen ambulanter Pflege, Kurzzeitpflege bis hin zum Betreuten Wohnen im Quartier auch von den F\u00f6rdert\u00f6pfen her leicht umsetzbar sein. Dann braucht es gute Pflegeberatungsangebote in jedem Kreis mit Pools von Haushaltshilfen und der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen in der Nachbarschaft. Mehrgenerationenh\u00e4user, aber auch integrative Versorgungsnetze zeigen, wohin die Reise gehen kann. Dabei ist klar: was hier zu tun ist, geht \u00fcber die M\u00f6glichkeiten eines einzelnen Tr\u00e4gers hinaus und reicht weit hinein in die Gesundheits- und Sozialpolitik. Eine quartiersbezogene Finanzierungskomponente, eine regelhafte Planung sowie Angebote der Beratung stehen deshalb in Altenhilfe und Pflegeversicherung genauso an wie zuvor in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe. Vorschl\u00e4ge daf\u00fcr gibt es l\u00e4ngst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wo dr\u00fcckt der Schuh? Vor der Behandlung die Diagnose<\/strong><\/p>\n<p>Eine gute Behandlung setzt die richtige Diagnose voraus. Im Blick auf die Zukunft der Quartierspflege sehen wir seit langer Zeit, wohin es mit der ambulanten Pflege gehen m\u00fcsste \u2013 und im Blick auf die Palliativpflege z.B. haben wir schon wichtige Schritte getan. Da gibt es n\u00e4mlich integrative Teams aus Pflegenden und \u00c4rzten, mit Sozialarbeitern, Seelsorgerinnen und Ehrenamtlichen Hospizhelfern \u2013 immer in Kontakt mit den Krankenh\u00e4usern. Woran liegt es, dass der Grundsatz \u201eambulant vor station\u00e4r\u201c so alt ist wie die Pflegeversicherung, dass aber die Umsetzung so schwer f\u00e4llt? Wie kommt es, dass sich noch immer Menschen nach der alten Gemeindeschwester zur\u00fcck sehnen? Es gibt ja sogar schon Gemeinden, die neue Modelle einer professionellen, nebenamtlichen diakonischen Mitarbeiterin, einer Gemeindeschwester neuer Form, entwickelt haben, um die Netzwerkarbeit wieder zu st\u00e4rken. Dabei war es war es ja eigentlich ein gro\u00dfer Fortschritt, dass Schwester Helene und andere nicht mehr allein auf weiter Flur arbeiten mussten, sondern in ein Team eingebunden wurden, in dem sie Vertretung und fachlichen Austausch fanden. Damit einher ging ein Professionalisierungsschub, der die alte Rolle der generalistischen Gemeindeschwester zur Pflegekraft vorantrieb. Die Pflege kam an die Hochschulen, Pflegemanagement wurde entwickelt, und Pflege wurde ganz eindeutig Teil des Gesundheitssystems. Mit professionellen Standards, die auch die Finanzierung steuern. Auf der R\u00fcckseite traten diejenigen Aspekte der Gemeindeschwesternarbeit, die eher Sozialarbeit waren oder auch Beratungscharakter oder Seelsorgecharakter hatten, in den Hintergrund. Wenn wir vom Quartier reden, geht es also darum, diese Aspekte in neuen Netzwerken mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Berufsgruppen und Kontexten wieder zu gewinnen.<\/p>\n<p>Pflege ist heute also Teil des Gesundheitssystems und das bedeutet: sie ist abh\u00e4ngig nicht nur von den fachlichen, sondern auch von den \u00f6konomischen Standards, die dort gesetzt werden. Klar festgelegte Zeiten f\u00fcr die einzelnen Leistungen, oftmals lange Wege zwischen den verschiedenen Klientinnen und Klienten, Nachweise und Controlling geh\u00f6ren setzen die Mitarbeiterinnen genauso unter Druck wie die Fachkr\u00e4fte in Krankenh\u00e4usern oder Altenhilfeeinrichtungen. Umso beeindruckender ist es, was Pflegekr\u00e4fte leisten, sowohl in rein fachlicher Hinsicht als auch dar\u00fcber hinaus im Sinne der Zuwendung und Menschlichkeit. Auch davon sprechen ja \u00fcbrigens die Fotos, die ich auf Ihrer Website gesehen habe. Dass aber gerade f\u00fcr die Pflege wenig Geld ausgegeben wird, hat nicht nur mit einem durch demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt \u00fcberforderten Gesundheitssystem zu tun, sondern auch mit dem unguten Erbe, dass Pflege \u2013 ebenso wie die Erziehung \u2013 traditionell die Aufgabe von Frauen war und diese daf\u00fcr nicht oder schlecht entlohnt wurden.<\/p>\n<p>An der Wurzel der Kaiserswerther und Zehlendorfer Pflegegeschichte steht die \u00dcberzeugung dass Frauen zur N\u00e4chstenliebe geboren seien \u2013\u00a0und dass die Pflegeberufe in den Schwesterngemeinschaften eine Art Ersatz f\u00fcr die Arbeit der Ehefrau in der Familie sind. Nicht nur Theodor Flieder und die Mutterhausdiakonie, sondern auch Friedrich Zimmer, der Gr\u00fcnder des Diakonievereins Zehlendorf waren dieser Auffassung. Nicht zuletzt unter dem Druck der Frauenbewegung wurde im Laufe der Jahrzehnte berufliche Professionalit\u00e4t entwickelt \u2013 die Geschichte zeigt allerdings, dass Professionalit\u00e4t und \u00d6konomie immer wieder, nicht erst heute, in Spannung zueinander gerieten &#8211; zum Beispiel im Streit um den 8-Stunden-Tag, die L\u00e4nge der Ausbildungszeiten, um fachlich \u00fcberzeugende Curricula und die Refinanzierung gut ausgebildeter Schwestern in kommunalen H\u00e4usern.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup><sup>[1]<\/sup><\/sup><\/a> Was die Schwesternschaften sich auf die Fahnen geschrieben hatten auf der einen Seite und was finanzierbar schien auf der anderen, war h\u00e4ufig schwer zu vereinbaren und wurde in der Regel auf dem R\u00fccken dieser Frauen entschieden. Es war dabei leicht, an die Ideale der Schwestern und an ihre Motivation zu appellieren. Dennoch und vielleicht gerade deswegen steht es aus, sozialpolitisch darum zu k\u00e4mpfen, dass Wertsch\u00e4tzung sich auch in den Entgelten zeigen muss. Pflege ist nach ihren Anf\u00e4ngen im Engagement der Gemeinschaften endg\u00fcltig zum Beruf geworden &#8211; und muss deshalb vergleichbar sein mit der Finanzierung so manchen Handwerksberufs. Erst wenn es auch f\u00fcr M\u00e4nner selbstverst\u00e4ndlich ist, diesen Beruf zu ergreifen \u2013 und nicht nur um darin Karriere zu machen \u2013\u00a0wird dieses Geschichte in der Gegenwart angekommen sein.<\/p>\n<p>Noch aber stehen wir im Spannungsfeld \u2013 und damit komme ich aber zu der zweiten Bedeutung meines Vortragstitels, von der ich eben gesprochen habe: Was ist es eigentlich, das die Energie f\u00fcr diese \u2013 ja neben allem auch k\u00f6rperlich sehr anstrengende \u2013 Arbeit liefert? Wie sieht es mit der Seele der Pflegenden aus?<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Von Mensch zu Mensch \u2013 Resonanzerfahrungen in Zeiten der Beschleunigung<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWillst Du gl\u00fccklich sein im Leben, trage bei zu aller Gl\u00fcck, denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigne Herz zur\u00fcck\u201c, schrieb man fr\u00fcher ins Poesiealbum. Diese Resonanzerfahrung ist es, die die Arbeit in sozialen Berufen f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten sinnvoll macht. Doch wenn die Zeit knapp wird und man einzelne Klientinnen und Klienten nur selten trifft, werden die \u201eResonanzfl\u00e4chen\u201c weniger und die M\u00f6glichkeiten, sich einzuf\u00fchlen und Feedback im Alltag aufzunehmen, schwinden.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup><sup>[2]<\/sup><\/sup><\/a> Zielvereinbarungen, Patientenfrageb\u00f6gen, Regelgespr\u00e4che k\u00f6nnen zwar daf\u00fcr sorgen, dass Feedback und damit Resonanz organisiert werden, sie bleiben aber letztlich Managementinstrumente, deren Sinnhaftigkeit immer neu erinnert und hergestellt werden muss. So beschweren sich viele Mitarbeiterinnen wie Nutzerinnen \u00fcber den wachsenden b\u00fcrokratischen Aufwand, der das Gruppen- und Institutionenged\u00e4chtnis ersetzen muss und trotz immer neuer Ver\u00e4nderungsprozesse f\u00fcr geregelte Abl\u00e4ufe sorgen soll. Unter Zeit- und Arbeitsdruck, Funktionalisierung und B\u00fcrokratisierung droht die Erfahrung von Sinn zu erodieren. Wo Resonanz nicht mehr erlebt werden kann, wird die Arbeit im Sozial- und Gesundheitswesen nur noch als entfremdeter Job erfahren und verliert damit das Kostbarste, was diese Berufe ausmacht. Ich f\u00fcrchte, auch wenn wir die Arbeit besser bezahlen \u2013 wo die Motivation verloren geht, werden wir auf Dauer die Menschen daf\u00fcr nicht gewinnen.<\/p>\n<p>Als Antwort auf die hohe Belastung im Gesundheits- und Sozialwesen haben die allermeisten Besch\u00e4ftigten in den letzten Jahrzehnten gelernt, das professionelle Handeln von ihrer innersten Bewegung abzuspalten. Zu gro\u00df der Zeitdruck, zu vielf\u00e4ltig die Erwartungen der schnell wechselnden Patienten, Bewohner, Klienten, Kunden und Kollegen an verl\u00e4ssliche Beziehungen und empathisches Mitgehen. Da kann es hilfreich sein, sich nicht zu tief einzulassen, auf Distanz zu gehen, um sich vor Burnout zu sch\u00fctzen. \u201eProfessionalisierung hei\u00dft immer auch Vereisung\u201c, schreibt Andreas Heller.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Oft genug ist es gerade diese Distanzierung, die mit dazu f\u00fchrt, dass die Arbeit als sinnentleert erlebt wird. Viele weichen dem Dilemma aus, indem sie sich auf den Weg machen: die Stelle wechseln, sich weiterbilden, spezialisieren oder sich selbst\u00e4ndig machen. Die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringe Verweildauer in Pflegeberufen spricht eine klare Sprache. Andere reduzieren die Erwerbsarbeit, um Zeit f\u00fcr die Familie zu haben, oder suchen sich neben dem Job ein ehrenamtliches Standbein, einen Ort, an dem sie ihre Berufung leben k\u00f6nnen. Ihnen geht es nicht mehr nur um den Verdienst, sondern vor allem um ein gutes Leben. Es gilt, diese Bewegungen ernst zu nehmen, denn sie sind sicherlich auch Ausdruck unseres Wegs in die T\u00e4tigkeitsgesellschaft \u2013 nicht mehr nur die Erwerbsarbeit gibt Sinn. Doch es w\u00e4re fatal, w\u00fcrden wir die soziale Arbeit dieser Sinnentleerung und damit ihrer Abwertung \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fchrung macht den Unterschied\u201c, ist der Titel einer Studie von Heike Lubatsch vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD \u00fcber Arbeitsbedingungen in der Pflege im Krankenhaus. Knapp 2000 Frageb\u00f6gen wurden in diakonischen Krankenh\u00e4usern in Niedersachsen versandt, etwa ein Drittel kam zur\u00fcck und konnte ausgewertet werden. Hinzu kamen 500 Frageb\u00f6gen in den neuen Bundesl\u00e4ndern sowie als Vergleichsgr\u00f6\u00dfe knapp 300 in st\u00e4dtischen H\u00e4usern. Heike Lubatschs Studie fragte nach Arbeitszufriedenheit und Sinnerleben im Pflegeberuf. Angesichts hoher Burnoutgef\u00e4hrdung in der Pflege, erforschte sie auch Religiosit\u00e4t als eine Kraftquelle. Es wird niemanden \u00fcberraschen, dass sich knapp die H\u00e4lfte der Befragten mit Entlohnung und Anerkennung ihrer Leistung unzufrieden zeigten, dass 80 Prozent \u00fcber Zeitdruck klagten \u2013\u00a0w\u00e4hrend umgekehrt an erster Stelle der Zufriedenheit die vielf\u00e4ltigen Aufgaben und vor allem die sozialen Beziehungen zu den Kollegen standen. F\u00fcr immerhin 69 Prozent der Befragten hatte das Team diese hohe Bedeutung. An erster Stelle das Wohl der Patientinnen und Patienten, aber gleich danach ein gutes Team, eine sinnstiftende Tradition und schlie\u00dflich die M\u00f6glichkeit zur Selbstverwirklichung \u2013 in dieser Reihenfolge \u2013 sind nach wie vor hohe Werte.<\/p>\n<p>Die SI-Untersuchung zeigt: Wenn diakonischer Anspruch und gelebte Wirklichkeit in einem eklatanten Widerspruch stehen, w\u00e4chst die Burnoutgef\u00e4hrdung, steigen die Fehltage<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup><sup>[4]<\/sup><\/sup><\/a>. Insofern kommt der F\u00fchrung eine besondere Bedeutung zu, wenn es darum geht, Spannungsfelder transparent zu machen, Wertekonflikte auszuhalten und zu lebensdienlichen Entscheidungen zu kommen. Und deshalb gratuliere ich Ihnen, liebe Frau Dangschat, heute auch ganz pers\u00f6nlich zu Ihrem Team.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong> Angewiesenheit ernst nehmen \u2013\u00a0Engagement braucht Spiritualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Als Kirche sollten wir uns aber auch klar machen, dass hinter der mangelnden Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Pflege ganz offenbar ein Menschenbild steht, dass Angewiesenheit als Schw\u00e4che ablehnt und Autonomie \u00fcberbewertet. Menschen, Beziehungen, Pl\u00e4ne sollen funktionieren; und soziale Arbeit wird wie Industriearbeit modularisiert und an ihren unmittelbaren Ergebnissen gemessen. Auch in der Gesundheitsbranche selbst die Anspr\u00fcche an Digitalisierung und Mobilit\u00e4t, werden Arbeitsverh\u00e4ltnisse flexibilisiert, Organisationen neu strukturiert. Heinz Bude spricht in diesem Zusammenhang bereits von einem neuen \u201eDienstleistungsproletariat\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup><sup>[5]<\/sup><\/sup><\/a>, zu dem er die Pflege \u2013\u00a0wie die Hauswirtschaftsberufe, Caterer oder Hotelangestellte z\u00e4hlt. Menschen, die andere begleiten und ihnen Stabilit\u00e4t geben wollen, erleben selbst in hohem Ma\u00dfe Verunsicherung und fragen selbst nach den Werten, die uns und unsere Gesellschaft tragen. Sie fragen nach der Seele unseres sozialen Zusammenlebens, nach dem, was tr\u00e4gt und heilt, nach Respekt und Motivation.<\/p>\n<p>Gesundheit l\u00e4sst sich nicht produzieren oder einkaufen wie ein Medikament, eine Therapie h\u00e4ngt von der Bereitschaft der Betroffenen ab, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen \u2013 und eine gute therapeutische Beziehung kann helfen, f\u00fcr diese Auseinandersetzung bereit zu werden. Zielerreichung und erfolgreiche Arbeit basieren auf einer gelungenen Kooperation. Soziales Handeln ist Beziehungshandeln. Es geht darum, eine (Arbeits-)Beziehung zwischen Hilfebed\u00fcrftigen und Helfern herzustellen Dazu ist mehr n\u00f6tig als Fachwissen und gutes Management, es geht um Haltung: die Bereitschaft zur Empathie, eine gute Wahrnehmung des Gegen\u00fcbers und auch die Gelassenheit, die wei\u00df, dass wir bei aller Anstrengung nicht alles machen k\u00f6nnen. Engagement also und eine spirituelle Verankerung sind hilfreich f\u00fcr die Arbeit. Diese F\u00e4higkeiten basieren auf einer guten Reflexion des eigenen Verhaltens, der eigenen Gef\u00fchle, der eigenen Lebenssituation. Es sind ja oft eigene oder famili\u00e4re Erfahrungen die Menschen dazu bringen, einen sozialen Beruf zu ergreifen. Die Reflexion der eigenen Geschichte, eine achtsame Haltung und die F\u00e4higkeit, Beziehungen aufzubauen, sind kein at on, sondern \u00fcber alles Expertenwissen und Handwerk hinaus Teil der Professionalit\u00e4t in sozialen und therapeutischen Berufen eben auch in der Pflege.<\/p>\n<p>Oft ist es dabei nicht einmal der messbare Erfolg, der die Arbeit so befriedigend macht. Viele Besch\u00e4ftigte in Hospizen berichten von gro\u00dfer Erf\u00fcllung durch ihre Arbeit, die doch immer im Sterben des Patienten endet. Es ist befriedigend, genau da, wo die Zeitlichkeit und Endlichkeit unseres Lebens besonders sp\u00fcrbar wird, Zeit zu schenken und gemeinsam etwas von der Sch\u00f6nheit und der Tiefe des Lebens zu erfahren. Die Sorge f\u00fcr die Schwachen sch\u00fctzt die Starken selbst\u201c, schreibt Romano Guardini. \u201eDer Mensch, der es ablehnt, dem sinkenden Leben gut zu sein, vers\u00e4umt eine wichtige Chance, zu verstehen, was Leben \u00fcberhaupt ist\u201c.<\/p>\n<p>Wer den Beruf der Pflege w\u00e4hlt, dem geht es um mehr als um Erwerbst\u00e4tigkeit. Es geht um das Miteinander und in einem tieferen Sinne um den Sinn unseres Lebens, um das, was Leben \u00fcberhaupt ist. Auf diesem Weg ist Unterst\u00fctzung wichtig. Durch eine gute F\u00fchrung, durch Supervision oder Coaching, vielleicht auch durch eine geistliche Begleitung. Dabei geht es nicht um Instrumente und Werkzeuge wie das Gebet am Krankenbett, das aber manchmal doch auch gefragt ist. Es geht darum, wie wir mit der spirituellen Dimension in der Sorgearbeit umgehen \u2013 und wie wir unsere eigene Spiritualit\u00e4t entwickeln. Die alte Gemeindeschwester, von der am Anfang die Rede war, hatte R\u00fcckhalt in der Gemeinde, wenn es um diese Fragen ging. Heute ist Pflege oft interkulturell \u2013 aber gerade dabei wird deutlich, wie gro\u00df die Rolle der Religion in diesem Zusammenhang ist. Ich w\u00fcnsche mir und ich w\u00fcnsche Ihnen deshalb nicht nur eine gute Vernetzung im Gesundheitssystem, sondern auch offene und unterst\u00fctzende Gemeinden.<\/p>\n<p>Alles Gute f\u00fcr die n\u00e4chsten 10 Jahre!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> So der Streit mit der Kommune in Magdeburg, den Ulrike Gaida schildert.<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. die \u00dcberlegungen von Hartmut Rosa zu \u201eBeschleunigung. Ver\u00e4nderung der Zeitstrukturen in der Moderne, Berlin 2005 \u2013 und seitdem vielf\u00e4ltige Aufs\u00e4tze und Texte zu Resonanz und Beschleunigung vom gleichen Autor.<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.droemer-knaur.de\/autoren\/7780836\/andreas-heller\">Andreas Heller<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.droemer-knaur.de\/autoren\/7758620\/reimer-gronemeyer\">Reimer Gronemeyer<\/a><\/h5>\n<h5>In Ruhe sterben Was wir uns w\u00fcnschen und was die moderne Medizin nicht leisten kann,\u00a0M\u00fcnchen 2014<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u201eF\u00fchrung macht den Unterschied\u201c, Heike Lubatsch, Sozialwissenschaftliches Institut der EKD, Hannover 2012<\/h5>\n<h5><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Heinz Bude, Gesellschaft der Angst, Berlin 2015<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum zehnj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Pflegezentrums der Diakonie Rotenburg: Liebe Frau Dangschat, liebe Teammitglieder, meine Damen und Herren, zun\u00e4chst ganz herzliche&#8230; <a href=\"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/?page_id=1226\">read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":570,"menu_order":98,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1226","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1226"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1226"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1227,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1226\/revisions\/1227"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/570"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seele-und-sorge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}