Newsletter

SuS_Logo_RGB_mit Unterzeile Kopie

Newsletter Nr. 3/Oktober 2017

Here we are.

Über Quartiersentwicklung, sicheren Boden für die Pflege und Kunst als Augenöffnerin 
„Here we are“… nach 27 Jahren deutscher Einheit in einem zerrissenen Land. „Here we are“ … achttausend Kilometer von Pjöngjang, wo Kim Jong-un die nächste Mittelstreckenrakete testet. „Here we are“ … sechstausend Kilometer von New York, wo Donald Trump Nordkorea mit der vollständigen Vernichtung drohte. „Here we are“ … sechs Monate, seit der Journalist Deniz Yücel im Untersuchungsgefängnis sitzt. „Here we are“ … fünfhundert Jahre, nachdem Luther seine welt- und lebensverändernden Thesen veröffentlichte.  weiterlesen


Newsletter Nr. 2/April 2017

Noch einmal ist alles offen

„Noch einmal ist alles offen“: Der Titel meines neuen Buches passt gut in die Osterzeit. Das stärkste Symbol dieser Zeit ist schließlich der Stein, der am Ostermorgen vom Grab fortgerollt ist. Nichts hält uns in der Vergangenheit – das Grab ist leer. Und die Zukunft ist offen; es liegen keine Steine mehr im Weg. Ostern. Das sind auch die flauschigen Küken, die aus den Eierschalen gekrochen sind. Und die Schmetterlinge, die ihre Puppen abgestreift haben.  weiterlesen


Newsletter Nr. 1/Februar 2017

Energien, die alles ändern

Die kalte Jahreszeit hat begonnen. Die schlimme Jahreszeit für Menschen, die keine Wohnung (mehr) haben. Die Bahnhofsmission am Berliner Bahnhof Zoo ist dann ein besonders wichtiger Ort. Dorthin kann man kommen, um etwas zu essen zu bekommen und eine Weile im Warmen zu sitzen. Im Hygienebereich kann man duschen und sich auch die Haare schneiden lassen. weiterlesen


Newsletter Nr. 4/November 2016

Von guten Orten

„Wir leben in interessanten Zeiten“, sagte neulich ein Journalist. Es war der erste Tag nach der Amtseinführung von Donald Trump – und über das ganze Land gab es Demonstrationen. „Interessante Zeiten“, meinte der Journalist, das sei in China allerdings ein Fluch. Beim Zuhören fiel mir ein, dass schon seit einiger Zeit alles spannend sein muss, was auf der Welt geschieht. „Noch eine spannende Woche“, „noch einen spannenden Abend“ wünscht man sich. weiterlesen


Newsletter Nr. 3/September 2016

Demnächst erscheint:

„Aufbrüche in Umbrüchen. Christsein und Kirche in der Transformation”

Zwischen Mails, WhatsApp und Facebook-Posts kommt es mir manchmal geradezu antiquiert vor, wie genau bei der Buchproduktion gearbeitet wird. Mehrfach gingen die Fahnen für mein neues Buch hin und her zwischen meiner Lektorin und mir, der Setzerin und der Verlegerin, damit die Überschriften und Kolumnentitel sitzen und möglichst keine Fehler mehr im Text sind. Aus der Zeit gefallen? Ich freue mich, dass es solche Sorgfalt noch gibt. weiterlesen


 

Newsletter Nr. 2/Juni/Juli 2016

Von der eigenen Kraft diakonischer Orte

„Man friert dort im Winter, gibt es doch keine Heizung; im Sommer kann es manchmal recht stickig sein, und doch fasziniert die Vorstellung, dass gerade hier, an diesem kaum veränderten Ort schon frühere Generationen gewirkt haben“, schreibt Norbert Friedrich, der Leiter der Fliedner-Kultur-Stiftung, über das Gartenhäuschen, in dem die diakonische Arbeit in Kaiserswerth mit der Aufnahme von zwei strafentlassenen Frauen begann.  weiterlesen


 

Newsletter Nr. 1/April 2016

Gemeinwesendiakonie als innovative Kraft

Vor gut zwanzig Jahren forderte der Sozialpsychiater Klaus Dörner die Auflösung der Heime. „Ich will alt werden und sterben, wo ich gelebt habe“ – sein eingängiger Satz wurde paradigmatisch für einen neuen Umgang mit Alter, Pflegebedürftigkeit und Sterben. Was Einrichtungen und Verbände der Altenhilfe damals als heftige Provokation empfanden, haben vielen von ihnen seitdem äußerst innovativ umgesetzt: Mit betreutem Wohnen und Kurzzeitpflege, ambulanter Pflege und hauswirtschaftlichen Hilfen, aber auch mit Cafés und vielfältigen Kooperationen haben sie sich immer mehr ins Quartier geöffnet.  weiterlesen


Newsletter Nr. 2/Oktober 2015

Bewährungsprobe Gemeinwesen

Liebe Leserin, lieber Leser, Willkommenskultur, das ist ein großes Schlagwort in diesen Wochen. Und es ist einfach bewegend, zu erleben, wie Menschen, die aus Kriegen und Elend fliehen, hier willkommen geheißen werden: die Szenen der herzlichen Begrüßung an den Bahnhöfen, der Einsatz so vieler Freiwilliger in den Aufnahmestellen, die Selbstverständlichkeit, mit der Menschen Spenden bringen, bei Behördengängen helfen, Deutsch unterrichten oder auch ihre Wohnung teilen. (Übrigens bin ich überzeugt, dass bei dieser Hilfsbereitschaft auch das Wissen mitschwingt, dass die Kriege und das Elend, aus denen die Menschen fliehen, auch etwas mit unserer Politik und unserem Wirtschaften zu tun haben.)  weiterlesen


 

Newsletter Nr. 1/Mai 2015

Liebe Leserin, lieber Leser, „Gott schickt nicht in Rente!“ Mit diesem Titel haben mich Organisatoren des Zentrums „Älterwerden“ beim Deutschen Evangelischen Kirchentag gelockt, als sie um einen kleinen Impulsvortrag baten. Der Vortrag, den ich am 5. Juni in Stuttgart halte, ist noch nicht ganz fertig. Aber das Thema beschäftigt mich schon länger und in diesen Wochen erhalte ich fast täglich neue Impulse dazu: von Menschen, die Schwierigkeiten haben mit dem Ausscheiden aus dem Beruf, aber auch von solchen, die plötzlich ganz neue, ungeahnte Wege entdecken, ja, gerade an dieser Schwelle eine verschüttete Berufung entdecken. Ist Ihnen schon aufgefallen, wie viele Filme inzwischen solche Geschichten erzählen? weiterlesen