Care macht mehr!

Liebe Interessierte, liebe Kollegin und lieber Kollege,
Wir möchten Sie/Dich zur Unterzeichnung unseres Care-Manifests gewinnen.

Mit dieser Initiative möchten wir Sorge, Zuwendung, Unterstützung, Pflege – kurz gesagt „Care“ – als Grundlage eines guten Lebens in den Mittelpunkt gesellschaftlicher Aufmerksamkeit rücken. Trotz einzelner Schritte, wie etwa dem in Deutschland inzwischen bestehenden Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz auch vor dem dritten Lebensjahr, klaffen zwischen Angeboten und Bedarfen immer noch gravierende Lücken. Betreuungsplätze sind nur ein Aspekt des weiten Feldes von Care; überall entwickeln sich in der bezahlten und unbezahlten Sorge für Kinder sowie für kranke, behinderte und alte Menschen zusätzlich zu bislang nicht geschlossenen Versorgungslücken neue und gravierende Mangellagen durch Privatisierungspolitiken, Sparprogramme, Finanzierungsengpässe in Städten und Gemeinden u.a.m.

Unsere Initiative ist aus Treffen einer Runde engagierter Wissenschaftler/innen aus unterschiedlichen Bereichen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden. Wir haben – wie viele andere in Europa derzeit ebenfalls – den Eindruck, dass es inzwischen genügend differenzierte Analysen der Schwierigkeiten in unterschiedlichen Care-Bereichen gibt. Dringlich erscheint uns nun das Anliegen, weitere Öffentlichkeiten zu erreichen, um auf die Notwendigkeit umfassend veränderter Strukturen von Sorge und Versorgung hinzuweisen.

Wir möchten hierfür zunächst eine größere Zahl von Unterstützer_innen einer solchen Initiative gewinnen. Ein zweiter Schritt wird dann ein offener Brief an wichtige Personen und Institutionen (Politik, Wohlfahrtsverbände, Fachöffentlichkeit u.a.) in Deutschland, Österreich und der Schweiz sein, die mit der Organisation öffentlicher und privater Care-Strukturen befasst sind. In Deutschland soll das noch vor Weihnachten geschehen. Darüber hinaus planen wir vielfältige Formate, mit denen wir dieses Anliegen vertieft mit mehr Menschen diskutieren und weiterentwickeln können, auch, um daraus konkrete Forderungen und Änderungsvorschläge zu entwickeln. Formen hierfür könnten Fachgespräche, kommunale Initiativen, länderübergreifende Workshops und Arbeit mit den Medien sein. Ziel ist es, vor allem Menschen in der erweiterten Öffentlichkeit zu erreichen, denen angemessene Möglichkeiten von Care-Versorgung ebenfalls ein Anliegen sind.

Ihre/Deine Unterschrift ist wichtig!

Wer das Care-Manifest unterzeichnen möchte, schickt bitte eine entsprechende Nachricht an folgende email-Adresse: info@care-macht-mehr.com oder
trägt sich ein auf unserer Website www.care-macht-mehr.com.

Für die von uns geplante Verschickung eines offenen Briefes bitten wir hiermit gleichzeitig um das Einverständnis, Ihren/Deinen Namen (ggf. auch Titel, Funktion und Ort) als Unterzeichner_in nennen zu dürfen.

Die Bekanntmachung der Initiative und die Verbreitung des Care-Manifestes an weitere Personen und in andere Öffentlichkeiten sind sehr erwünscht. Für Ihre/Deine weiteren Ideen sind wir offen, und wir laden ein, unseren Kreis zu erweitern.

Mit vielen und herzlichen Grüßen

Die Initiator/innen des Manifests
Margrit Brückner (Frankfurt/Main) – Claudia Gather (Berlin) – Karin Jurczyk (München) – Frank Luck (Basel) – Katharina Pühl (Berlin) – Maria S. Rerrich (München) – Barbara Thiessen (Landshut)

Sorry for cross-postings!

 

Anlage das PDF zum Download

Care.Macht.Mehr: Von der Care-Krise zur Care-Gerechtigkeit

 

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Prof. Dr. Barbara Thiessen
Hochschule Landshut
Fakultät Soziale Arbeit
Am Lurzenhof 1
84036 Landshut
+49 (0)871-506-436

www.haw-landshut.de