Sr. Judith Kienel, Kaiserswerther Schwesternschaft

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Ich bin Sr Judith Kiehnel, 1966 in Leipzig geboren und seit 2007 Vorsteherin der Kaiserswerther Schwesternschaft. Ich war Pfarrerin der Rheinischen Landeskirche und sowohl im Gemeindedienst, als auch in der Notfallseelsorge und im Krankenhaus tätig.
Meine Schwesternschaft besteht vorwiegend aus evangelischen Frauen, die haupt- und oder ehrenamtlich diakonisch tätig sind. Der Lebensentwurf und die Berufstätigkeit sind in unserer Gemeinschaft heute nicht mehr so streng reglementiert, wie früher. Die äußeren Zeichen sind nicht verschwunden, aber Tracht und Haube tragen nur noch wenige Mitschwestern. Entsprechend der gewaltigen gesellschaftlichen Veränderungen hat sich auch unser Miteinander sehr verändert.
Heute erachten wir es als besondere wichtig, eine klare diakonische und spirituelle Identität einzuüben und zu leben und andere dazu einzuladen. Das klingt einfacher, als es manchmal in den unterschiedlichen beruflichen und privaten Begebenheiten umzusetzen ist. In der immer recht kostbaren gemeinsamen Zeit suchen wir Stärkung und Vergewisserung und nehmen uns Zeit für Fragen, die uns bewegen. Im Idealfall entsteht auf dem gemeinsamen Weg eine „Lebens-Glaubens und Arbeits-Haltung“, die für andere zu spüren ist, egal ob es sich um eine kleine oder große Herausforderung oder Begegnung handelt.
Mit einigen Projekten und Partnerschaften eng verbunden, pflegen wir auch ein großes Netz ökumenischer Kontakte. In bescheidenem Stil gelingt es, eine kleine Begegnungs- und Bildungsarbeit für Interessierte anzubieten. Die Mutterhauskirche in Kaiserswerth und unser Begegnungszentrum im Haus Tabea bilden den gemeinsamen Mittelpunkt und sind für Gäste stets offen.
Daher freue ich mich sehr über die diakonische Pilgerstation in Kaiserswerth, dem Ursprungsort der Mutterhausdiakonie, an dem es etliche Kraftorte zu entdecken gibt.