Workshops und Seminare (Auswahl)

Workshop: Rituale

Spiritualität, Engagement und Teamgeist als „Mehrwert“ sozialer Unternehmen.

Unter Finanzdruck und in den aktuellen Veränderungsprozessen mit Fusionen, Ausgründungen, Neustrukturierungen ist es eine besondere Herausforderung, das diakonische Profil zu erhalten und zu entwickeln. Kunden erwarten eine besondere Zuwendung, Mitarbeitende klagen über Zeitmangel und Bürokratie. Wie kann es gelingen, in einer solchen Situation die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten, den Teamgeist zu fördern und zugleich wirtschaftliche Fragen im Auge zu behalten? Angebote für spirituelles Auftanken spielen hier eine wichtige Rolle. In meinen Workshops wechseln sich kurze Impulse mit einer gemeinsamen Situationsanalyse und der Erarbeitung konkreter Projekte ab. Zielgruppen sind die erste und zweite Führungsebene. Möglich sind ein halber oder ganzer Tag als Auftakt- und Schlusspunkt in einem Inhouseprozess, aber auch ein zweitägiges Seminar als Teamworkshop zum Beispiel in einer Akademie oder einem Hotel.

Zusammenarbeit von diakonischen Unternehmen mit Kirchengemeinden und anderen Akteuren im Quartier.

Quartiersarbeit ist eine der großen Herausforderungen für Kirche und Diakonie. Das gilt für die Entwicklung inklusiver Projekte für Menschen mit Behinderung genauso wie für die Nachbarschaftsarbeit mit Pflegebedürftigen, aber auch, wenn es um die Entwicklung einer guten Infrastruktur für Familien oder die Integration von Flüchtlingen geht. Ob Projekte gelingen, hängt von einem guten Miteinander der unterschiedlichen Akteure ab. Dabei geht es auch darum, die verschiedenen Organisationskulturen und -ziele zu verstehen und einen gemeinsamen „Spirit“ zu entwickeln. Mit einer Reihe von drei Workshops begleite ich Kirchengemeinden oder diakonische Unternehmen dabei, einen solchen Prozess zu initieren. Zielgruppe sind Leitungsgremien, Fach- und Führungskräfte, aber auch diakonische Gemeinschaften.

Rituale-Workshops

Microsoft Word - Ritualworkshop CCMKR2.docx

Downloadpdf: Ritualworkshop_seele und sorge_Coenen-Marx


Workshop: Halt und Haltung – damals und heute (Bremen)

Aus der Kaiserswerther Hausordnung von 1901:

  • „Die Liebe Christi beweist sich in der Krankenpflege durch ein stilles, freundliches, gleichmäßiges Wesen, herzliches Mitleid mit den Kranken und Treue in der Verrichtung der kleinen und doch so wichtigen Dinge. Diese Liebe verleiht erst aller erlernten Kunst und Fertigkeit das Leben und gibt all unserem Wirken den Wert für die Ewigkeit.“ (Präambel Krankenpflege, S. 40 oben).
  • „Die Schwestern… sollen dem Kranken nur mit zarter Schonung und Rücksicht vom Tode reden; wenn er aber fragt, sollen sie ihn nicht belügen.“ Lehnt ein Kranker jeden geistlichen Zuspruch entschieden ab, so begnügt sich die Schwester, ihm durch den stillen Wandel ohne Wort Zeugnis abzulegen.“ (§ 2 Krankenpflege, S. 43 oben).
  • „Es gilt überall, aber hier insbesondere, daran zu denken, dass wir aus Dank gegen den Herrn und nicht um Dank der Menschen arbeiten. Die Liebe liebt auch die Undankbaren; sie ist wie die Sonne, welche scheint, unbekümmert darum, welches die Wirkung ihrer Strahlen ist.“ (Gemeindepflege § 1, S. 62)
  • „Die Gemeindeschwestern sind die Anwälte der Kranken, Verlassenen und Elenden in der Gemeinde… Am Anfang werden sie in der Gefahr sein, über dem Mitleid die Vernunft zu vergessen, hernach wird die Gefahr größer, über der scheinbaren Vernunft das Mitleid zu verlieren. Die Versuchung, hart zu sein, ist nirgends größer als bei fortgesetztem Verkehr mit den Armen.“ (S. 62)
  • „Die Gemeindeschwester soll nicht glauben, dass sie allein die Wohltätigkeit für ihren Bezirk ausüben dürfe. Sie soll dankbar für jede ersprießliche Mithilfe sein. Gerade darin, dass sie die freien Hilfskräfte in der Gemeinde für die Zwecke der Gemeindepflege in Bewegung setzt, liegt ihre Hauptaufgabe. Wer da glaubt, alles selber tun zu müssen, wird wenig ausrichten.“ (S. 63)
  • „Wenn sie längere Zeit hintereinander zu wachen haben, dürfen sie nur jede dritte Nacht wachen. Nach jeder geleisteten Nachtwache müssen sie am Tage zu einer passenden Zeit mehrere Stunden schlafen.“ (S. 65)

Gedanken und Fragen von heute (Aus: Claudia Filker, Hanna Scott: Talk- Box/ spezial „Wir sind Diakonie“)

  • Ich komme an meine Grenzen, wenn…
  • Ich fühle mich manchmal unsicher, wenn…
  • Das gibt mir wirklich Kraft…
  • Darauf freue ich mich bei meiner Arbeit immer wieder…
  • Wenn uns jemand verlässt…
  • Drei Dinge, von denen ich mich bis an mein Lebensende nicht trennen möchte…
  • Es erschreckt mich, wie wenig ich ausrichten kann, wenn…
  • Ich finde, die Diakonie wird unglaubwürdig, wenn sie…
  • Es würde mich entlasten, wenn wir in unserem Team…
  • Ich schütze mich vor Überforderung, indem ich…
  • Entspannung finde ich…