Angebote

 

 

Für Führungskräfte der oberen und mittleren Führungsebene in diakonischen Unternehmen, für Pfarrkonvente, Diakoninnen- und Diakonenkonvente, Pastoralkollegs und die Leitungsgremien diakonischer Gemeinschaften biete ich seit einigen Jahren Vorträge, Seminare und Workshops an. Dabei geht es um die Entwicklung diakonischer Identität, um Spiritualität und Ethik in der Führung, um die Zusammenarbeit in neuen und tragfähigen Kooperationen und die Förderung des freiwilligen Engagements. Daneben und in Verbindung damit begleite ich in Mentoring- und Coachingprozessen Menschen an Schnittstellen und in Übergängen – gerade auch zwischen Kirche und Diakonie.

Der aktuelle Angebotsflyer 2017 zum downloaden

 

Der Hintergrund

Soziale Organisationen, diakonische Unternehmen, aber auch Kirchengemeinden und Kirchenkreise erleben zurzeit große und herausfordernde Umbruchprozesse. Dahinter stehen gesellschaftliche und politische Transformationen wie der demografische Wandel, die wachsende Bedeutung der europäischen Politik und auch die Herausforderung, gesellschaftlichen Zusammenhalt bei wachsender Pluralität neu zu gestalten. Zwischen Staat, Markt und Zivilgesellschaft entsteht ein neues Verständnis von Subsidiarität und Wohlfahrtsentwicklung. Eine neue Sorgeethik ist gefragt – für Politik, Unternehmen und Nachbarschaften.

Akteure in der Wirtschaft nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung neu wahr. Diakonische Träger schärfen ihr Profil mit Leitbild-, Qualitäts- und Bildungsprozessen und kooperieren auf neue Weise mit Kirchengemeinden und Initiativen in den Nachbarschaften, aber auch mit anderen Dienstleistern. Staat und Wirtschaftsunternehmen legen Förderprogramme für Quartiersarbeit und freiwilliges Engagement auf. Traditionelle diakonische Gemeinschaften nutzen soziale Netzwerke und entwickeln offene spirituelle Angebote. Unterwegs zu neuen Zielen und ungewohnten Kooperationen kommt es darauf an, aus einem klaren eigenen Selbstverständnis zu agieren. Um solche Übergänge gemeinsam zu bewältigen, sind Transparenz und Beteiligung gefragt; gute, umsichtige Führung ermutigt dazu und sorgt für die notwendigen Rahmenbedingungen. In diesem Sinne gilt es in Kirche und Diakonie, die Ressourcen geistlicher Leitung zu aktivieren.

Auf unterschiedlichen Ebenen habe ich mich im Gespräch mit Wissenschaft und Politik mit diesen Veränderungsprozessen auseinandergesetzt und sie in verschiedenen Positionen mit gestaltet – in Kirchengemeinden und Verbänden der Diakonie, in diakonischen Unternehmen wie in Kirchenämtern. In den Fachwelten von Sozial- und Gesundheitspolitik bin ich genauso zu Hause wie in unterschiedlichen kirchlichen Kontexten. Sorgearbeit und Sozialpolitik liegen mir am Herzen. Sie rühren an meine spirituelle Motivation und sind in meinem theologischen Nachdenken fest verankert.

Auf meinem beruflichen Weg habe ich Veränderungsprozesse und Übergangssituationen auch am eigenen Leib erfahren: nicht nur in den unterschiedlichen Leitungspositionen, sondern auch im Wechsel von einer Position zur anderen, von einer Organisationskultur in die andere. Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrungen verstehe ich Umbrüche als Chance. Gerade in solchen Situationen entwickeln Personen und Organisationen sich weiter. Im Formulieren und Umsetzen neuer Ziele, in der Entwicklung unkonventioneller Projekte und in ungewohnten Kooperationsprozessen steckt die Chance, ein neues Selbstverständnis und eine neues Gemeinschaftsgefühl zu erarbeiten. Die Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Organisationen wie Kirchengemeinden, sozialen Unternehmen oder zivilgesellschaftlichen Initiativen bieten zugleich Anknüpfungspunkte, um in neuen Konstellationen zukunftsträchtige Lösungen zu entwickeln.